Learning Ecosystems
Die Lern-Experience der Zukunft

Lernkultur ist der Nährboden für Learning Ecosystems

Warum Lern -Ökosysteme mehr Raum und vor allem mehr Zeit brauchen

Wenn Mitarbeitende nach passenden Lernressourcen suchen, haben sie oftmals eine Vielzahl von Inhalten und Formaten zur Auswahl. Den Lerninhalt zu finden, der zum eigenen Bedarf passt, kann somit oft mühsam und ineffizient sein.

Technisch ist dieses Problem lösbar. Ein Learning Ecosystem verbindet mehrere Lernplattformen miteinander und bereitet die Formate und Inhalte übersichtlich im sogenannten Learning Portal auf.

 

Lern-Ökosysteme gibt es bereits. Vor allem bei großen Unternehmen. Basis ist oft ein Learning Management System (LMS), das um Plattformen und Tools erweitert wird zu einem Ökosystem und dann sowohl interne als auch externe Quellen bei den Suchanfragen berücksichtigt.

Doch was bringt die fortschrittlichste technische Lösung, wenn sie vom Lernenden nicht angenommen wird? Um das zu erreichen, muss man die Lernkultur in Unternehmen und Organisationen zukunftsfit machen.

gamification

„In der Zukunft sollten persönliche und berufliche Weiterbildung Hand in Hand gehen“

Ein Learning Ecosystem wächst nicht durch das Hinzufügen von Inhalten, sondern wird durch Tools und Systeme erweitert. Im Klartext bedeutet das, ich öffne mein LMS und integriere fremde Plattformen mit fremden Inhalten, damit daraus ein Ökosystem wachsen kann. Aber das muss man sich trauen!

 

Was passiert, wenn Unternehmen sich trauen die Kontrolle über ihr Lernsystem abzugeben? „Die Verantwortung geht über an die Mitarbeitenden,“ sagt Sven R. Becker, Vorstand der imc. „Bisher wird Corporate Learning in den meisten Fällen von den Führungsspitzen diktiert und hat somit einen regulatorischen Charakter. Die Erfahrung zeigt aber: damit Unternehmen erfolgreich sind, müssen Lernende stärker eingebunden werden. Eine Transformation der Lernkultur kann also nur aus der Mitarbeiterschaft heraus entstehen. Das erfordert ein Umdenken, sollte aber ganz klar das Ziel sein.“

lerner umgeben von daten

Personalisierte Lernpfade können eine Lösung in der Umsetzung sein, um gezielter auf individuelle Bedarfe einzugehen: „In der Zukunft sollten persönliche Weiterbildung und berufliche Weiterbildung Hand in Hand gehen. Unterschiedliche Lernsysteme und Abschlüsse müssen automatisch gesammelt und hinterlegt werden,“ so Andreas Pohl, Director Research and Development bei imc, „So können passgenaue, persönliche Lernerprofile erstellt werden, die das Lernen über die Grenzen einer bestimmten Organisation hinaus ermöglichen.“

Learning Ecosystem

INFO

In einer optimalen Lernumgebung erzielen Unternehmen größere Lernerfolge, haben eine erleichterte Adminis­tration und mehr Flexibilität.

Ein Learning Ecosystem kann eine optimale Umgebung schaffen, indem Technologie, Inhalte und Strategie miteinander verknüpft werden.

Akzeptanz und Motivation sind der erste Schritt

„Heute keine Termine, ich lerne“, kann ich das schreiben, ohne komische Blicke zu ernten? Das zu schaffen, ist eine zentrale Aufgabe moderner Unternehmen. Lernen und Weiterbildung müssen raus aus der Schublade „notwendiges Übel“ oder „Seminar als Benefit“ und als zentraler Bestandteil in der Firmenkultur verankert werden. Eine Möglichkeit ist Weiterbildung in den persönlichen Zielen der Mitarbeitenden festzuhalten – ja sogar als Unternehmensziel zu definieren.

sven r becker
Es muss klar sein, dass ich nicht für mein Unternehmen lerne, sondern für mich und meine ganz persönliche Entwicklung.
Sven R. Becker
Vorstand
imc AG

Die Motivation, ein Learning Ecosystem auch zu nutzen, kann man durch gute Inhalte steigern, weiß Sven R. Becker, Vorstand der imc: „Ein Trend, der hier immer noch andauert, ist ganz klar Gamification. Aber das allein reicht nicht mehr, um die neue Generation der Talente zu überzeugen. Man braucht mitreißende Aktionen und Formate. Wichtig ist, dass der Mix stimmt. Eine gute Blended Learning Experience zeichnet sich dadurch aus, dass sie abwechslungsreich und außergewöhnlich ist. Großartige Stories bleiben im Gedächtnis und motivieren zum Weitermachen.“

Um ein Learning Ecosystem auch nutzen zu können, brauchen Mitarbeitende Zeit und Raum für Kreativität

Unternehmen, wie zum Beispiel microsoft, haben bereits gute Erfahrungen mit der Einführung von Learning Days, Learning Time oder Lernauszeiten gemacht. Auch die Ernennung sogenannter Lernbotschafter hat sich bei einigen unserer Kunden bewährt. In der Automobilbranche gibt es bei einigen Firmen Transformationslotsen, die das Vertrauen der anderen Beschäftigten genießen und so helfen können ein Bewusstsein für berufliche Weiterbildung zu schaffen.

girl with smartwatch

Sven R. Becker ist sich sicher, der stärkste Ambassador ist der schärfste Kritiker einer Sache: "Wenn man den „umdrehen“ kann, der eigentlich am meisten dagegen ist, hat man den größten Multiplikator im Unternehmen." Auch einige Kunden der imc konnten mit dem Modell der Lernbotschafter schon gute Erfolge erzielen, so Becker.

 

Zeit- und ortsunabhängiges Lernen vereinfacht darüber hinaus den Zugang zum System. Deshalb sollte es auf mobilen Endgeräten genauso verfügbar sein, wie am Arbeitsplatz.

User Generated Content -schnell und einfach, von der Erstellung bis zur Veröffentlichung

Ein Ökosystem wächst kontinuierlich weiter. Eine gute Möglichkeit Inhalte und Wissen direkt von der Expertise aus den Unternehmen einzupflegen sind sogenannte Authoring Tools, mit deren Hilfe jeder sein Wissen teilen kann.

So wird der Lernende selbst zum Wissensvermittler und übernimmt eine verantwortungsvolle Rolle innerhalb des Systems, was sich wiederum auf die Motivation auswirkt.

user generated content

Technisch ist das alles machbar. Nun muss es nur noch in die Köpfe! Das klingt nach einer Mammutaufgabe, aber ein paar erste, wichtige Schritte für Unternehmen fassen wir hier nochmal zusammen:

 

  • Mutig sein und das Learning Ecosystem erweitern
  • Akzeptanz für Weiterbildung schaffen
  • Learning Experience mit motivierenden Inhalten schaffen
  • Zeit zum Lernen bereitstellen
  • Mitarbeitende die Learning Experience mitgestalten lassen
  • Ausprobieren und Mut zum Scheitern
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Im Universum eines Learning Ecosystems

Um ein Lern-Ökosystem oder Learning Ecosystem im Unternehmen erfolgreich aufzubauen, müssen die technischen Voraussetzungen stimmen. Wir verraten, welche Stolpersteine es zu vermeiden gilt und wie Mitarbeitende optimal eingebunden werden.

Future of Work Paneltalk: Wie New Work nach einer neuen Lernkultur ruft

Im "Future of Work"- Talk diskutieren wir mit Vorreitern und Visionären über die Herausforderungen und neue, spannende Möglichkeiten, die der Wandel der Arbeitswelt mit sich bringen. Dieses Mal zu Gast: Jan Krellner von T-Systems, Manuel Schmidt von Festo SE, Susanne Müller von der BDA (Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände) und Sven R. Becker von der imc.

The Future of Work is now

Future of Work ist eine Artikel- und Talkreihe für alle, die den Wandel der Arbeitswelt mitgestalten wollen.

Ansprechpartner

Ich bin seit 2021 Teil des imc Newsroom Teams. Als Journalistin schlägt mein Herz für Content und Storytelling.

 

Ich finde es spannend zu beobachten, wie sich E-Learning und Digitalisierung auf die Arbeitswelt auswirken. Mein Ziel ist es keinen Trend zu verpassen und Inhalte zu kreieren, über die man spricht.

Privat liebe ich es zu reisen und Tapas zu essen.

 

Themen: E-Learning Trends, Corporate Social Responsibility, Press and Influencer Relations

Nina Wamsbach
Communications Manager
Future of Work
Panel Talk

The Future is Now – wie New Work nach einer neuen Lernkultur ruft!

Wie entwickelt man die Mitarbeitenden von heute auf die Jobprofile von morgen?

Im "Future of Work"- Talk diskutieren wir mit Vorreitern und Visionären über die Herausforderungen und neue, spannende Möglichkeiten, die der Wandel der Arbeitswelt mit sich bringen.

 

Dieses Mal zu Gast: Jan Krellner von T-Systems, Manuel Schmidt von Festo SE, Susanne Müller von der BDA (Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände) und Sven R. Becker von der imc.

 

Das Thema unseres ersten Talks lautet "The Future is Now: wie New Work nach einer neuen Lernkultur ruft!"

Hier findet ihr einige Highlights und Zitate der Diskussion sowie die komplette Aufzeichnung. Viel Spaß beim Anschauen!

 

Mehr Informationen gibt's hier im Video

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New Work und Lernkultur: Eine gesellschaftspolitische Frage?

In einer Sachen waren sich am Ende alle einig: In Zukunft wird eine neue Lernkultur vor allem eine gesellschaftliche Aufgabe sein. "Wenn wir als Land weiter erfolgreich sein wollen, haben wir gar keine Alternative, als uns zu überlegen: Wie können wir unsere Handwerksbetriebe bei der Digitalisierung unterstützen, damit sie weiterhin so großartige Arbeit leisten können," so Jan Krellner. In seinen Augen müssen die großen Unternehmen sich noch stärker in Gremien und Netzwerken einbringen: "Wir müssen da in Summe denken, das ist unsere große Herausforderung."

 

Sven R. Becker würde am liebsten schon früher ansetzen und kritisiert die Digitalisierung an Schulen und Universitäten. „Wir müssen uns vor Augen halten, dass Lehrpläne für zehn Jahre verabschiedet werden.“ Es wurde vielleicht also 2001 einmal festgelegt, was Schüler heute noch lernen. Ist das noch zeitgemäß? Seiner Einschätzung nach ist es bisher auch nicht gelungen Digitalkompetenzen an den Schulen und Universitäten zu implementieren. Die Mammutaufgabe der Zukunft ist es in seinen Augen in der Schule, der Ausbildung und an den Universitäten digitale Grundlagenbildung zu gewährleisten.

 

Lernbotschafter: helfen sie, eine neue Lernkultur in Unternehmen zu etablieren?

Susanne Müller befürwortet das Botschafter-Modell gerade in der Industrie. In der Automobilbranche, so Müller, gibt es Transformationslotsen, die das Vertrauen der anderen Beschäftigten genießen und so helfen können ein Bewusstsein für berufliche Weiterbildung zu schaffen. Wichtig ist es, auf Augenhöhe zu kommunizieren.

 

Doch wie findet man einen passenden Ambassador? Sven R. Becker ist sich sicher, der stärkste Ambassador ist der schärfste Kritiker einer Sache: "Wenn man den „umdrehen“ kann, der eigentlich am meisten dagegen ist, hat man den größten Multiplikator im Unternehmen." Auch einige Kunden der imc konnten mit dem Modell der Lernbotschafter schon gute Erfolge erzielen, so Becker.

 

Bei Festo hat man sich für ein anderes Modell entschieden. Hier werden Lernteams gebildet. „Das heißt wir haben keine expliziten Ambassadors, sondern sagen den Teams, sie sind selbst dafür verantwortlich, abzuleiten, was die Lernstrategie für sie bedeutet, “ so Manuel Schmidt. Die Teams bekommen digital einen Lern-Input, welchen sie dann gemeinsam in kurzen Workshops umsetzen. „So haben wir in gewisser Weise einen informellen Lernprozess forciert und dazu bekommen wir auch überwiegend positives Feedback.“

Zitate der Diskussionsteilnehmer

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Jan Krellner | SVP HR Projects, Transformation & Countries | T-Systems 

 

Seit 2019 leitet Jan Krellner den neu gegründeten Bereich HR Projects, Transformation & Countries bei T-Systems. In dieser Funktion ist er HR Lead mit internationaler Verantwortung für globale HR- Projekte entlang des gesamten Mitarbeitenden-Lifecycles.

 

"Die Schwierigkeit ist nicht mehr Inhalte zu finden, sondern eine echte Motivation fürs Lernen zu schaffen. Wir gehen nicht wie früher irgendwohin, tun etwas und dann haben wir auch etwas gelernt. „Lernen“ ist ständig um uns herum es ist überall. Wir müssen es komplett als stetige Veränderung in unseren Arbeitsalltag integrieren."

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Manuel Schmidt | Learning Innovation & Communication | Festo

 

Seit fast 20 Jahren ist Manuel Schmidt Learning & Development Enthusiast im Festo Konzern. Bereits während des Studiums der Betriebswirtschaftslehre und der Mediendidaktik wirkte er zunächst als Mitarbeiter des Festo Lernzentrums beim Auf- und Ausbau der globalen Lernplattform, dem Festo Learning Campus, mit.

 

"Lernen und Arbeiten verschmelzen. Unsere Eltern konnten sich früher vielleicht auf das was sie in der Schule, in der Ausbildung oder im Studium gelernt haben verlassen. Sie konnten das ihr Arbeitsleben lang anwenden. Das ist heute nicht mehr so. Ich glaube das Learnability, also die Fähigkeit zu lernen, eine der wichtigsten Zukunftskompetenzen im Arbeitsmarkt sein wird."

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Susanne Müller | Stellvertretende Abteilungsleiterin Bildung | BDA (Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände)

 

Susanne Müller ist stellvertretende Abteilungsleiterin Bildung bei der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). Schwerpunktmäßig befasst sie sich mit Themen der Weiterbildung, der MINT-Bildung und der Digitalisierung.

 

"Es gibt nicht nur große Unternehmen mit Management. Ein Großteil der Betriebe in Deutschland sind Handwerksbetriebe mit einer Handvoll Mitarbeitern. Viele der Betriebe wissen, es wird sich was verändern, aber was konkret sich verändern wird und wie ihr Geschäftsmodell der Zukunft aussehen wird, das ist vielen noch gar nicht klar!"

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Sven R. Becker | Executive Board | imc AG

 

Sven R. Becker ist seit Januar 2019 Vorstand der imc AG und zählt zu den langjährigen Mitarbeitern des Unternehmens. Besonders am Herz liegen ihm die Unternehmenswerte Kreativität und Mut zur Innovation sowie das gezielte Fördern der Belegschaft.

 

"Wir erleben eine geboostete Transformation, die man in der Geschwindigkeit vielleicht gar nicht haben wollte. Sie hilft uns zwar, aber da ist noch unheimlich viel Nebel. Daher ist für mich das Mitnehmen der Mitarbeiter*innen im Gestaltungsprozess bei der New Work Transformation so wichtig. Früher hatte Corporate Learning einen rein regulatorischen Charakter. Jetzt sind viele Graswurzelbewegungen in Organisationen entstanden und das kann helfen diese Transformation aus der Mitarbeiterschaft heraus zu generieren."

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Kann sich Deutschland seine derzeitige KI-Skepsis leisten?

Künstliche Intelligenz (KI) wird in Deutschland häufig skeptisch betrachtet, allerdings oftmals zu Unrecht. Im Interview mit Kristian Schalter sprechen wir darüber, wie Zukunftstechnologien wie die KI unsere Arbeitswelt verändern werden und weshalb sich Deutschland seine derzeitige KI-Skepsis langfristig nicht leisten kann.

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Digitale Games und Weiterbildung

Kompetenzvermittlung dank digitaler Games? Das geht! Im Interview mit Çiğdem Uzunoğlu klären wir, wie Computerspiele und Weiterbildung zusammen passen und wie sie effektiv eingesetzt werden können.

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Ich bin seit 2021 Teil des imc Newsroom Teams. Als Journalistin schlägt mein Herz für Content und Storytelling.  

Ich finde es spannend zu beobachten, wie sich E-Learning und Digitalisierung auf die Arbeitswelt auswirken. 

Mein Ziel ist es keinen Trend zu verpassen und Inhalte zu kreieren, über die man spricht.  

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Nina Wamsbach
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Künstliche Intelligenz in der Arbeitswelt

Kann sich Deutschland seine derzeitige KI-Skepsis leisten?

Das Interview mit Kristian Schalter, Director Strategy and Digital Transformation, BDA

„Der Diskurs um die Künstliche Intelligenz (KI) ist in Deutschland von Skepsis geprägt. Das stört mich“

Kristian Schalter ist Director Strategy and Digital Transformation bei der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). Auf dem von ihm mit herausgegebenen Blog Futurework.online schreibt der studierte Politik- und Volkswirtschaftswissenschaftler darüber, wie Zukunftstechnologien wie die Künstliche Intelligenz (KI) unsere Arbeitswelt verändern. Im Interview verrät er, weshalb sich Deutschland seine derzeitige KI-Skepsis langfristig nicht leisten kann.

Photo of Kristian Schalter, Director Strategy and Digital Transformation, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA)
Kristian Schalter, Director Strategy and Digital Transformation, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA)
Future of Work fist bump

Hallo Herr Schalter. Toll, dass Sie Zeit für unser Interview gefunden haben. Auf Ihrem Blog sprechen Sie sich für weniger Skepsis gegenüber Künstlicher Intelligenz aus. Warum halten Sie das Misstrauen der Deutschen gegenüber KI für ungerechtfertigt?

Kristian Schalter:  Künstliche Intelligenz hat enormes Potenzial, unser Leben besser und unsere Arbeit einfacher zu machen. Dennoch führen wir in Deutschland überwiegend eine Risikodebatte. Das stört mich. Prinzipiell habe ich nichts gegen eine gesunde Portion Skepsis, aber es wird viel übertrieben – vor allem, wenn es um die Zukunft der Arbeit geht. Da hört man viel vom Ende der menschlichen Arbeit, breiter Automatisierung und über massenhafte Jobverluste. Das hat bei technologischem Fortschritt in Deutschland fast schon Tradition. Das größte Risiko, das ich sehe, ist, dass wir in der Entwicklung Künstlicher Intelligenz international den Anschluss verlieren und die Arbeitsplätze der Zukunft nicht in Deutschland und Europa entstehen. Das wäre tatsächlich ein Horrorszenario.

Woher rührt das Misstrauen der Bürgerinnen und Bürger Ihrer Einschätzung nach?

Kristian Schalter: Wenn Sie Berichte über Algorithmen mit einem diskriminierenden Bias oder von Totalüberwachung in China lesen, dann löst das verständlicherweise Misstrauen aus. Negatives bleibt uns eher im Gedächtnis als Positives. Der Begriff Künstliche Intelligenz hilft auch nicht wirklich. Besser wäre – auch wenn das eine spezielle Unterform von KI ist – den Begriff Maschinelles Lernen zu verwenden, denn das passiert tatsächlich. Per se ist KI nichts Positives oder Negatives, sondern ein Mittel zum Zweck. Und den Zweck legen wir Menschen immer noch selbst fest. Gerade deshalb brauchen wir einen klaren Fokus auf das Potential von KI und eine echte Chancendebatte, um zu wissen, wo wir überhaupt in der Entwicklung hinmöchten. Denken wir allein an Bereiche wie Gesundheit oder Mobilität – da steckt so viel Potential drin, von dem wir alle persönlich profitieren können. Was wir nicht wollen, ist doch völlig klar. Gerade deshalb müssen wir in der Weltspitze mitspielen. Nur aus einer Spitzenreiterrolle heraus können wir internationale Standards setzen – auch ethische Standards.

Future of Work Robot

Welchen Rat würden Sie denen mit auf den Weg geben, die sich besser über KI informieren und mit den neusten KI-Technologien in Berührung kommen möchten?

Kristian Schalter: Für Letzteres genügt es, das eigene Smartphone in die Hand zu nehmen. Darin stecken viele KI-Anwendungen, die wir täglich nutzen. In der Navigation, im E-Mail-Postfach, im Webbrowser, im Newsfeed, im Sprachassistenten bis hin zu Filmempfehlungen. Beruflich setze ich mich vor allem mit der Zukunft der Arbeit auseinander. Künstliche Intelligenz unterstützt heute schon Menschen im Beruf auf vielfältige Weise. Beeindruckt bin ich unter anderem von den Industrieprojekten bei Fraunhofer. Diese Projekte sind stets am Puls der Zeit und spiegeln die Unternehmensrealität ausgesprochen gut wider.

Können Sie anhand eines Berufes erklären, wie sich dieser Beruf durch KI verändern wird?

Kristian Schalter: Das prominenteste Beispiel, das häufig genannt wird, ist der Beruf des Radiologen: Eine Künstliche Intelligenz ist in vielen Fällen bei der Analyse von Röntgenaufnahmen und Patientendaten schneller und oft auch präziser als ein Mensch. Der Radiologe wird deshalb aber nicht arbeitslos, er konzentriert sich vielmehr auf andere Aspekte seiner Arbeit – beispielsweise auf das Gespräch mit den Patienten. Mustererkennung lässt sich aber auch sinnvoll in anderen Bereichen einsetzen. Denken wir an die Produktion: In der Qualitätssicherung ist die Erkennung wiederkehrender Muster beispielsweise ein riesiges Thema.

Future of work picture of CT scan

"Eine Künstliche Intelligenz ist in vielen Fällen bei der Analyse von Röntgenaufnahmen und Patientendaten schneller und oft auch präziser als ein Mensch."

Wie wirkt sich die Veränderung der Berufsbilder auf die Notwendigkeit aus, neue Kompetenzen zu erwerben?

Kristian Schalter: Bildung ist das zentrale Thema im digitalen Wandel der Arbeitswelt. Die Vorstellung, dass ich mir mit einer abgeschlossenen Ausbildung oder einem Studium die notwendigen Kompetenzen angeeignet habe, um meinen Beruf bis zur Rente auszuüben, ist unrealistisch. Flexibilität und Anpassungsfähigkeit sind das A und O in der modernen Arbeitswelt, da sich die Anforderungen an meinen Beruf ständig verändern. Der Begriff „lebenslanges Lernen“ umschreibt trotz seines für meinen Geschmack etwas inflationären Gebrauchs im Grunde perfekt, was notwendig ist: Mitarbeiter müssen in jeder Phase ihrer beruflichen Laufbahn bereit sein, sich neues Wissen anzueignen. Hier tun sich viele noch schwer.

Jetzt andersherum gefragt: Kann KI Berufstätige beim Kompetenzerwerb unterstützen und wenn ja wie?

Kristian Schalter: Absolut. Der Vorteil intelligenter Algorithmen liegt ja darin, dass sie mir basierend auf meiner individuellen Qualifikation passgenaue Vorschläge liefern können. Das kann zum Beispiel helfen, individualisierte Weiterbildungsangebote zu erstellen. Auf der anderen Seite unterstützt KI auch on the job. Smart Glasses können Mitarbeiter durch Augmented Reality, also der Projektion digitaler Bilder in ihrem Sichtfeld, bei der Durchführung von Tätigkeiten unterstützen. Da gibt es zahlreiche Möglichkeiten.

Auf welche Weise könnten aus Ihrer Sicht der menschliche Dozent und eine KI bzw. ein „Roboterlehrer“ optimal zusammenarbeiten, um Lerninhalte zu vermitteln?

Future of Work Robot

Kristian Schalter: Der Mensch hat einzigartige Fähigkeiten, die kein Roboter der Welt ersetzen kann. Ein guter Lehrer zeichnet sich neben fachlichem Wissen ja gerade durch Empathie und soziale Kompetenzen aus. Wir alle hatten diesen Lehrer, der zwar fachlich ein Genie gewesen sein mag, aber im Umgang mit jungen Menschen nicht die beste Figur gemacht hat. Und wir alle hatten diese Lehrerin, die Begeisterung für ein Fach auslösen konnte und möglicherweise prägend für unsere weitere Entwicklung war. Ein Lob eines Computers wird nie dasselbe in uns auslösen wie das Lob eines Menschen. Gleichzeitig können Computer besser Daten verarbeiten und zum Beispiel das optimale Lerntempo oder den Nachholbedarf eines Schülers oder einer Schülerin erkennen und so maßgeschneiderte Lerninhalte vorschlagen. Da ist also viel Potential, auch wenn es darum geht, Lehrerinnen und Lehrer zu entlasten. Wir müssen aber auch lernen, wie man solche Methoden sinnvoll im Unterricht einsetzen kann. Hier stehen wir meiner Ansicht nach noch ganz am Anfang.

Die meisten Menschen beruhigt es, zu wissen, dass KI sie nicht in allem ersetzen kann. Was sind aus Ihrer Sicht Kompetenzen, die den Menschen einzigartig und damit unersetzbar machen?

Kristian Schalter: Wir sollten nicht versuchen, besser zu sein als die Maschinen. Das wird nicht funktionieren. Wir müssen sie als Unterstützung sehen. Und wir sollten uns auf unsere Stärken konzentrieren: Kreativität und emotionale Kompetenzen – also das, was den Menschen von der Maschine unterscheidet.

Sie haben das perfekte Schlusswort gefunden, Herr Schalter! Vielen Dank für dieses spannende Interview.

Ein Besuch auf Futurework.online lohnt sich.

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Befürchtungen um das Thema Künstliche Intelligenz (KI) gibt es viele. Aber gerade im Corporate Learning kann KI eine große Hilfe sein. Wir greifen einige Fragen rund um das Thema KI auf und gehen näher auf diese ein.

Pictur of Wolfram Jost whos talking about KI Learning

KI Learning – „Ihr Roboterlein kommet…“

Gemeinsam mit Wolfram Jost, Vorstand für Produktentwicklung und -strategie bei imc, diskutieren wir ganz ohne Fiktion , was Künstliche Intelligenz bereits kann, was sie (noch) nicht kann und wie sie Lernern hilft, Entscheidungen zu treffen.

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Future of Work ist eine Artikel- und Talkreihe für alle, die den Wandel der Arbeitswelt mitgestalten wollen.

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Ansprechpartner

Ich bin seit 2021 Teil des imc Newsroom Teams. Als Journalistin schlägt mein Herz für Content und Storytelling.
Ich finde es spannend zu beobachten, wie sich E-Learning und Digitalisierung auf die Arbeitswelt auswirken.
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Digitale Games in der Weiterbildung

Computerspiele in der Weiterbildung

Im Interview mit Çiğdem Uzunoğlu, Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Spielekultur

„Games haben die Entwicklung von KI-Anwendungen mitgeprägt“

Çiğdem Uzunoğlu ist seit Februar 2018 Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Spielekultur. Im Interview wollten wir von der Games Expertin wissen, wie Computerspiele und Weiterbildung zueinander passen und welche Kompetenzen sich mithilfe digitaler Games am besten vermitteln lassen. Außerdem haben wir Frau Uzunoğlu gefragt, auf welche Veränderungen sich Spielefans aufgrund des massiven technologischen Fortschritts im Bereich künstliche Intelligenz künftig einstellen können.

Çiğdem Uzunoğlu
Çiğdem Uzunoğlu, Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Spielekultur
future of work robot with gamepad

Hallo Frau Uzunoğlu. Schön, dass Sie Zeit für unser Interview zum Thema (Serious) Games gefunden haben. Auf die Antwort auf unsere erste Frage sind wir besonders gespannt. Haben Sie ein Lieblingscomputerspiel?

Çiğdem Uzunoğlu: Ein absolutes Lieblingscomputerspiel habe Ich nicht. Zurzeit spiele ich unter anderem sehr gerne das Spiel Supertype. Es ist ein simples und gleichzeitig faszinierendes Spiel. Darin können die Spieler vor allem ihre Kompetenzen im Bereich Physik und ihr Abstraktionsvermögen trainieren, indem sie kleine Rätsel lösen.

Das klingt kurzweilig und gleichzeitig anspruchsvoll. Ziel der Stiftung, die Sie leiten, ist es, wirtschaftliche, technologische, kulturelle und gesellschaftliche Potenziale eben solcher anspruchsvollen digitalen Spiele aufzuzeigen. Das klingt ziemlich umfassend und auch recht ambitioniert. Was steckt konkret hinter dieser Mission?

Çiğdem Uzunoğlu: Hinter Games stehen Inhalte, Design-Ansätze und Technologien, die wegweisend für das digitale Zeitalter sind. Für die Anwendung außerhalb der Games-Branche sind diese Komponenten von Games aber bisher kaum erschlossen. Unsere Stiftung möchte das ändern. Wir glauben an eine Gesellschaft, die mithilfe von Games die Digitalisierung gestaltet, dank Gamification neue Wege des Problemlösens beschreitet und digitale Spiele als Bereicherung ihrer kulturellen Identität begreift. In diesem Sinne sehen wir uns als Brückenbauerin zwischen Games-Branche, Gesellschaft und anderen Wirtschaftsbereichen. Wir zeigen Möglichkeiten der Zusammenarbeit auf und schaffen neue Verbindungen zwischen Akteuren aus unterschiedlichen Feldern. Deshalb sprechen wir in Bezug auf unsere Arbeit auch von einem Crossover-Ansatz.

Was macht aus Ihrer Sicht ein wertvolles Computerspiel aus?

Çiğdem Uzunoğlu: Games sind Kulturgüter. Grundsätzlich liegt jedem Spiel ein bestimmter Wert zugrunde, denn es handelt sich ja immer um ein kulturelles Erzeugnis, das unter bestimmten Umständen von bestimmten Menschen erschaffen wird. Bei kommerziellen Produktionen geht es in erster Linie darum, dass die Spiele Spaß machen, faszinieren und fesseln ̶ genau wie bei besonders erfolgreichen Büchern oder Filmen. Natürlich gibt es Spiele, die auf relevante Themen aufmerksam machen oder es sich zum Ziel gesetzt haben, einen bestimmten Inhalt zu vermitteln. Das trifft auf die Spiele zu, die wir als Serious Games bezeichnen. Aber auch ein abstraktes Spiel ohne eindeutige Aussage kann künstlerischen Wert haben.

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"Bei kommerziellen Produktionen geht es in erster Linie darum, dass die Spiele Spaß machen, faszinieren und fesseln ̶ genau wie bei besonders erfolgreichen Büchern oder Filmen."

Gibt es Kompetenzen, von denen Sie sagen würden, dass sie sich nirgends so gut erlernen lassen wie in Games?

Çiğdem Uzunoğlu: Einerseits lehren uns Games generell den Umgang mit Frust und dem Scheitern, da in vielen Spielen langfristig nur Erfolg hat, wer in der Lage ist, aus den eigenen Fehlern zu lernen. Da den meisten Games irgendein System zugrunde liegt, eigenen sie sich auch besonders gut, um Zusammenhänge zu vermitteln: Was bewirkt mein Handeln? Oder: Welche Auswirkungen haben einzelne Änderungen auf einen größeren Prozess? Laut einer aktuellen Studie von PwC setzen Personalverantwortliche, die bereits mit Serious Games arbeiten, die Spiele vor allem beim Training von Soft und Hard Skills sowie der kognitiven Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter ein. Digitale Spiele finden heute zudem verstärkt in der Aus- und Weiterbildung Anwendung. Ihre Interaktivität hilft, komplexe Lernstoffe zu vermitteln sowie Wissen zu festigen.

Welche Einsatzmöglichkeiten und Chancen sehen Sie für Unternehmen, wenn es darum geht, Kompetenzen spielebasiert zu vermitteln?

Çiğdem Uzunoğlu: Games sind für viele Menschen heute der Türöffner zur digitalen Welt. Wenn es um digitale Themen geht, kann man Menschen mit Gamification und Serious Games genau dort abholen, wo für sie der Alltag beginnt. Laut PwC misst über die Hälfte aller Personalverantwortlichen, die bereits Serious Games einsetzen, diesen Spielen einen deutlichen Mehrwert bei. Dasselbe gilt für ihre Kollegen und Vorgesetzten: Der Spaß am Spiel helfe dabei, Arbeitsabläufe besser zu verstehen und zu bewerkstelligen. Zudem könne jeder in seinem Tempo vorgehen und müsse keine Angst vor echten Konsequenzen haben. Gleichzeitig seien die Ergebnisse gut auswertbar und vergleichbar. Das größte Potenzial für Serious Games sehen Personaler deswegen im Ausbildungsprozess.

Sind Computerspiele in der Lage, sich selbst infrage zu stellen? Anders gefragt: Können Computerspiele für eine maßvolle Nutzung digitaler Games sensibilisieren?

Çiğdem Uzunoğlu:  Spiele, die sich selbst auf inhaltlicher Ebene hinterfragen, gibt es schon länger. Der deutsche Titel „Spec Ops: The Line“ dekonstruiert beispielsweise das Bild des heroischen Soldaten und des gerechten Krieges. Im Klassiker „Metal Gear Solid 2“ wird der Protagonist am Ende hingegen mit der Tatsache konfrontiert, dass seine Realität nur eine Simulation ist und er lieber mal „die Konsole abschalten“ sollte. Unabhängig von solchen inhaltlichen Auseinandersetzungen gibt es auch konkrete Mechanismen, die darauf hinweisen, dass eventuell zu lange gespielt wird – zum Beispiel ermüdende Spielfiguren oder entsprechende Texteinblendungen.

Kommen wir nun zum Thema des diesjährigen Wissenschaftsjahres: Künstliche Intelligenz. KI hat einen starken Einfluss auf digitale Formate und Lösungen. Welche Veränderungen bringt die Technologie aus Ihrer Sicht für den Gaming Bereich mit sich und wie schätzen Sie diese ganz grundsätzlich ein?

Çiğdem Uzunoğlu: Künstliche Intelligenz hat in Games schon immer eine entscheidende Rolle gespielt, schließlich treten wir in Spielen gegen den Computer an – sofern es keine menschlichen Mitspieler gibt. Die Games-Branche hat somit die Entwicklung von KI mitgeprägt. Insbesondere bei aufwendigen Produktionen mit großen, lebendigen Spielewelten arbeiten im Hintergrund komplexe KI-Systeme, die auf unsere Interaktionen reagieren. In manchen Spielen können wir auch Beziehungen zu Figuren aufbauen, die vom Computer gesteuert werden. Je nachdem, wie wir im Spiel handeln, verändern sich diese Beziehungen. Auch hier wirken KI-Systeme im Hintergrund.

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Welche KI-basierten Serious Games kennen Sie und wo werden diese bereits erfolgreich eingesetzt?

Çiğdem Uzunoğlu: KI ist bei den meisten Games ein fester Bestandteil des Gesamtwerks genauso wie Grafik- oder Audiodesign. Das ist natürlich bei Serious Games nicht anders. Digitale Spiele reagieren durch Algorithmen auf unser Handeln beziehungsweise unsere Eingaben. Dabei handelt es sich um zumindest schwache KI-Systeme. Innovationen werden hier aktuell vor allem im Bereich großer Unterhaltungsspiele vorangetrieben. Vor einiger Zeit sorgte zum Beispiel der „Herr der Ringe“-Titel „Mittelerde: Mordors Schatten“ für viel Aufsehen. In dem Spiel lernen die KI-Gegner aus jedem Kampf und passen sich dem Verhalten der Spieler an. Sie „erinnern“ sich praktisch an vergangene Begegnungen.

Wo zeichnen sich aus Ihrer Sicht künftige Trends im Bereich KI-basierte Games ab?

Çiğdem Uzunoğlu: Es gibt besonders bei den großen internationalen Spieleproduktionen den Trend, noch realistischere Welten zu schaffen, die von nahezu lebensechten Figuren bevölkert werden. Damit eine Spielfigur möglichst echt wirkt und scheinbar intuitiv auf das Verhalten des Spielers reagiert, braucht es natürlich immer aufwendigere KI-Systeme. Letztendlich geht es also darum, mit Hilfe von KI virtuelle Menschen glaubhaft auf uns reagieren zu lassen.

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"Letztendlich geht es also darum, mit Hilfe von KI virtuelle Menschen glaubhaft auf uns reagieren zu lassen."

Gibt es aus Ihrer Sicht Grenzen beim Einsatz von KI in Computerspielen? Wo sehen Sie diese Grenzen?

Çiğdem Uzunoğlu: Wo die Grenzen verlaufen, wird in der Regel durch die aktuellen technologischen Möglichkeiten – und natürlich das Budget bestimmt. Gerade, was den zuletzt erwähnten Aspekt angeht, ist für die deutsche Games-Branche deshalb auch die Etablierung einer fortwährenden Games-Förderung auf Bundesebene so wichtig. Nur mit entsprechenden Mitteln können deutsche Entwicklerstudios sowohl im KI-Bereich als auch generell bei der Spieleproduktion mit internationalen Standorten mithalten.

Wir sind neugierig auf die anstehenden Projekte Ihrer Stiftung. Welchem fiebern Sie am meisten entgegen?

Çiğdem Uzunoğlu: Zunächst haben wir dieses Jahr mit dem von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien unterstützten Quartett der Spielekultur eine neue Veranstaltungsreihe über die kulturellen Aspekte von Games ins Leben gerufen. Daneben haben wir gemeinsam mit Bildung & Begabung das bundesweite Förderprogramm GamesTalente für Jugendliche gestartet. Im Sinne unserer Rolle als Brückenbauerin werden wir dieses Jahr außerdem auf der gamescom Vertreter*innen diverser Stiftungen sowie eine Gruppe Pädagog*innen über die Messe führen und ihnen die Besonderheiten der Branche näherbringen. Des Weiteren befinden sich bei uns aktuell gleich mehrere, zum Teil bundesweite Projekte mit renommierten Partnern wie der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" in der Antragsphase. Selbstverständlich warte ich hier gespannt auf die Rückmeldungen und Reaktionen.

Vielen Dank für das spannende Interview, Frau Uzunoğlu. Wir werden die Neuigkeiten rund um Ihre geplanten Projekte gespannt mitverfolgen und wünschen Ihnen viel Erfolg bei allem, was Sie sich vorgenommen haben!

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In der „Future of Work“-Reihe beschäftigen wir uns mit zukunftsweisenden Technologien und Ideen auf dem Arbeitsmarkt und in der Weiterbildung. Wir wollen den Wandel mitgestalten und heute schon über die Themen von morgen sprechen. Dabei liefern wir euch Impulse, die zum Nachdenken anregen und geben darüber hinaus auch Einblicke in Fallstudien und Erfolgsmodelle, die den Business Outcome in Zukunft positiv beeinflussen.

 

Alle 3 Monate wollen wir zudem mit Vorreitern und Visionären im „Future of Work“-Talk über die Herausforderungen, aber auch über neue und spannende Möglichkeiten diskutieren, die der Wandel der Arbeitswelt mit sich bringen.

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“The future
depends on what you do today.”
― Mahatma Gandhi

Die Arbeitswelt ändert sich und damit auch die Anforderungen an Unternehmen, Organisationen und deren Mitarbeitende. Künstliche Intelligenz, Data Analytics oder Robotics werden in Zukunft eine immer größere Rolle spielen. Wir müssen uns weiterentwickeln und so wird „lebenslanges Lernen“ zum zentralen Bestandteil von New Work.

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Future of Work: Lernkultur ist der Nährboden für Learning Ecosystems

„Heute keine Termine, ich lerne“, kann ich das schreiben, ohne komische Blicke zu ernten? Das zu schaffen, ist eine zentrale Aufgabe moderner Unternehmen. Lernen und Weiterbildung müssen raus aus der Schublade „notwendiges Übel“ oder „Seminar als Benefit“ und als zentraler Bestandteil in der Firmenkultur verankert werden.

Future of Work Paneltalk Wie New Work nach einer neuen Lernkultur ruft

Im "Future of Work"- Talk diskutieren wir mit Vorreitern und Visionären über die Herausforderungen und neue, spannende Möglichkeiten, die der Wandel der Arbeitswelt mit sich bringen. Dieses Mal zu Gast: Jan Krellner von T-Systems, Manuel Schmidt von Festo SE, Susanne Müller von der BDA (Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände) und Sven R. Becker von der imc.

imc future of work

Kann sich Deutschland seine derzeitige KI-Skepsis leisten?

Künstliche Intelligenz (KI) wird in Deutschland häufig skeptisch betrachtet, allerdings oftmals zu Unrecht. Im Interview mit Kristian Schalter sprechen wir darüber, wie Zukunftstechnologien wie die KI unsere Arbeitswelt verändern werden und weshalb sich Deutschland seine derzeitige KI-Skepsis langfristig nicht leisten kann.

imc future of work

Digitale Games und Weiterbildung

Kompetenzvermittlung dank digitaler Games? Das geht! Im Interview mit Çiğdem Uzunoğlu klären wir, wie Computerspiele und Weiterbildung zusammen passen und wie sie effektiv eingesetzt werden können.

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Ansprechpartner

Ich bin seit 2021 Teil des imc Newsroom Teams. Als Journalistin schlägt mein Herz für Content und Storytelling.  

Ich finde es spannend zu beobachten, wie sich E-Learning und Digitalisierung auf die Arbeitswelt auswirken. 

Mein Ziel ist es keinen Trend zu verpassen und Inhalte zu kreieren, über die man spricht.  

Privat liebe ich es zu reisen und Tapas zu essen.  

 

Themen: E-Learning Trends, Corporate Social Responsibility, Press and Influencer Relations, New Work 

Nina Wamsbach
Communications Manager
E-Learning Inc. Summer Edition Vol.2
Die Lieblingsfolgen der Redaktion

Weiterbildung macht keine Sommerpause – vier erfrischende Podcast Highlights

Erfrischung gefällig? Die Sonne scheint, das Thermometer klettert nach oben und wir sehnen uns an heißen Tagen nach Abkühlung. Also schnappt euch einen Eistee und ab in den Schatten mit den Podcast Highlights auf den Ohren.

 

Unser Podcast, macht zwar Sommerpause, aber wir nicht! Die Redaktion hat für euch die coolsten Podcasts ausgesucht, die man jetzt – on the rocks – genießen kann.

 

In die zweite Runde der Summer Edition geht’s mit: Einblicken rund ums Corporate Learning bei Microsoft, Infos zur Automatisierung im L&D Bereich, Tipps für selbstorganisiertes Lernen und der Frage wie wir Informationen in der digitalen Welt aufnehmen.

 

Lehnt euch auf der Liege zurück und Podcast ab!

Summer Edition Vol.2

Corporate Learning bei Microsoft

Mohanna Azarmandi, Microsoft

Mohanna Azarmandi investiert jeden Tag mindestens 30 Minuten in ihre persönliche Weiterbildung. Sie ist die erste Chief Learning Officer bei Microsoft Deutschland. Sie verrät den „E-Learning Inc.“-Hörern nicht nur, welche Informationskanäle sie dafür nutzt und wie es gelingt, Zeit zum Lernen zu finden, sondern auch, was sie als CLO bei Microsoft für die Weiterentwicklung der Mitarbeiter*innen, Kunden, Partner und Gesellschaft tut.

Podcast Vol. 18 | Dauer: 46:41 min.
Corporate Learning bei Microsoft | Gast: Mohanna Azarmandi

Automatisierung im Bereich L&D

Dr. Wolfram Jost, imc AG & Nico Bitzer, Bots and People

Laut einer aktuellen Studie zum Thema „Future of Work“ wollen 53% der deutschen Unternehmen in nächster Zeit Robotic Prozess Automatisation (RPA) einführen. Diese Podcast-Folge gibt Einblicke in das weite Themenfeld der Prozessautomatisierung und erläutert konkrete Use Cases für L&D Abteilungen. Zu Gast sind gleich zwei RPA-Experten: Dr. Wolfram Jost, Produktvorstand der imc, und Nico Bitzer von Bots and People.

Podcast Vol. 16 | Dauer: 30:43 min.
Automatisierung im Bereich L&D | Gäste: Nico Bitzer, Dr. Wolfram Jost

Selbstorganisiertes Lernen

Benjamin Jaksch

Die agile, moderne Arbeitswelt verlangt nach selbstorganisiertem Lernen. Gastgeberin Vanessa spricht daher in dieser Podcast-Folge mit dem Trainer & Speaker Benjamin Jaksch darüber, wie wir uns selbst motivieren können und wie es uns gelingt, unseren Lernprozess effizient und nachhaltig zu gestalten.

Podcast Vol. 6 | Dauer: 26:47 min.
Selbstorganisiertes Lernen | Gast: Benjamin Jaksch

Informationsaufnahme in der digitalen Welt

Dwayne Winnikes, LnD Pro Blog

In dieser Podcast-Folge geht es darum, wie Informationen heutzutage aufbereitet werden sollten, um (von Lernern) wahrgenommen und verarbeitet zu werden. Dafür hat Host Vanessa mit Dwayne Winnikes vom LnD Pro Blog gesprochen. Sie hat ihn auf der LEARNTEC 2020 in Karlsruhe getroffen, wo sie den Podcast gemeinsam aufgezeichnet haben.

Podcast Vol. 11 | Dauer: 23:22 min.
Informationsaufnahme in der digitalen Welt | Gast: Dwayne Winnikes

Inspiration und neue Ideen getankt? Perfekt!

 

Im Juli geht’s weiter mit der Podcast Summer Edition Vol.3. Dann haben wir euch die besten Podcasts zum Schulstart, denn auch diese Sommerferien gehen irgendwann zu Ende…

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Gamification bringt Corporate Learning auf ein neues Level

Dass Game Based Learning als Motivationsbooster für e-learnings funktioniert, liegt schon in der Kindheit verankert. Wir haben für euch die gängigsten Spieletypen und praktische Beispiele für Einsatzmöglichkeiten zusammengefasst.

 

E-Learning Punk Hero

Exploratives Lernen in 3D

Wir stellen euch den Weiterbildungstrend 3D Learning vor. Wir erläutern Vorteile und gehen auf mögliche Einsatzszenarien ein.

E-Learning Inc. – We talk learning

Noch nicht genug gehört? Dann geht's hier zu allen weiteren Podcast-Folgen!

KONTAKT

Kontakt

Ich bin seit 2021 Teil des imc Newsroom Teams. Als Journalistin schlägt mein Herz für Content und Storytelling.

 

Ich finde es spannend zu beobachten, wie sich E-Learning und Digitalisierung auf die Arbeitswelt auswirken. Mein Ziel ist es keinen Trend zu verpassen und Inhalte zu kreieren, über die man spricht.

 

Privat liebe ich es zu reisen und Tapas zu essen.

 

Themen: E-Learning Trends, Corporate Social Responsibility, Press and Influencer Relations

Nina Wamsbach
Communications Manager
#futurework21
#futurework21
Corporate Learning im Mittelstand

Corporate Learning im Mittelstand: imc macht KMUs fit auf der #futurework21

Am 9. Juni 2021 fand bereits zum dritten Mal das deutschlandweit größte Festival zur Zukunft der Arbeit statt. Gastgeber waren in diesem Jahr Microsoft und die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA). Auf drei Bühnen diskutierten hochkarätig besetzte Panel Teilnehmer*innen über die Arbeitswelt von morgen. Mit dabei auch imc Vorstand Sven R. Becker, der gemeinsam mit Jenny Beutnagel, Director Corporate Development, Interlake Learning GmbH und Edip Saliba, Enterprise Skills Manager Microsoft Germany in der Ideenwerkstatt den Workshop „Qualifizierung im Mittelstand: Vom Warum zum Wie“ gestaltete.

 

Für alle, die nicht dabei sein konnten, haben wir einen Auszug der Fragen aus dem Panel zusammengestellt.

imc Vorstand Sven R. Becker

In Zeiten von Corona ist virtuelles Lernen in aller Munde. Welche Vorteile bietet dieses Format im Vergleich zu Präsenzangeboten?

Sven: Der direkt sichtbare und bisher (vor COVID) proklamierte Vorteil war die Zeit- und Ortsunabhängigkeit. Mit neuen Möglichkeiten wie z.B. künstlicher Intelligenz entwickelt sich aber erst die interessanteste Komponente für dezentrales, digitales Training: Personalisierung, Adaptivität, Individualisierung. Wichtig ist, das Lernen am Lerner auszurichten und nicht den Lerner am Lernstoff. Daher ist es gerade im Corporate Learning von großer Bedeutung, den Lerner vorab zu analysieren, sein Vorwissen zu kennen und sich mit den persönlichen Lerngewohnheiten auseinander zu setzen. Im Corporate Learning steht nämlich nicht die Lernzeit im Fokus, sondern immer der Outcome des Gelernten.

 

Eine aktuelle Studie von KfW hat leider offenbart, dass die Hälfte aller Mittelständler während der Corona-Pandemie ihre Weiterbildungsangebote deutlich reduziert oder ganz eingestellt hat. Dabei gab es laut KfW schon vor der Krise bei rund einem Drittel der Unternehmen Engpässe bei Digitalkompetenzen. Welche Tipps kannst du Unternehmen geben, die genau in diese Gruppe fallen, damit sie nicht weiter den Anschluss verpassen?

Sven: Wir müssen hier unterscheiden: Es wurden Kosten reduziert. Das ist in einer Pandemie nur sinnvoll und logisch, um Arbeitsplätze zu sichern. Aber Weiterbildungsangebote sind noch zu sehr an formelle Konstrukte gebunden. Weiterbildung passiert in den Unternehmen sehr viel – nur zählen wir das nicht. Wir müssen uns lösen von kostenpflichtigen externen Weiterbildungen. Da sind wir wieder beim Raum für Lernen schaffen. Job Shadowing z.B. ist im Bereich der Karriere- und Führungskräfteentwicklung ein sehr gutes Lernformat. Barcamps liegen bei Mitarbeiter*innen nach wie vor im Trend und eignen sich nicht nur zum Lernen, sondern sind auch ein ideales Format für Networking und Teambuilding.

Kleinere und mittlere Unternehmen haben meistens niemanden der ausschließlich für das Thema Weiterbildung zuständig ist. Wer ist aus eurer Erfahrung heraus dafür im KMU verantwortlich? Woher kommt der Antrieb, sich weiter qualifizieren zu wollen?

Sven: Unternehmen stellen heute fest, dass Lernen Teil des Geschäftserfolgs ist. Daher dezentralisiert sich Lernen. Es ist also gar nicht mehr zwingend eine Instanz wie z.B. eine/n Mitarbeiter*in der HR-Abteilung dafür notwendig. Lernen ist ubiquitär, also immer um uns herum. Die Organisation muss in Zukunft nur noch den Rahmen sowie mögliche Formate schaffen, ist aber nicht mehr für die Inhalte verantwortlich. Hier darf man gerne kreativ werden und auch Teams und Mitarbeiter*innen dazu ermutigen, aktiv zu werden. Da liegt in Organisationen noch sehr viel Potenzial verborgen.

 

Bei der imc sorgen bspw. unterschiedliche Programme aus der Unternehmenskommunikation für einen solchen Rahmen. Und auch unsere Markenbotschafter gestalten die Lernreise proaktiv mit.
Kleine Learning Nuggets wie Espresso Webinare oder auch Impulse Sessions, unser Diversity & Inclusion Programm und auch Barcamps sorgen bei der imc u.a. für den nötigen Wissenstransfer.

 

Betrachten wir unsere Kundenprojekte können wir ebenfalls bestätigen, dass Projekte mehr und mehr direkt aus den Fachabteilungen wie z.B. Marketing und Sales nachgefragt werden.

imc Mitarbeiter am Whiteboard

Ziel sollte es also sein, eine dauerhafte Lernkultur in den Unternehmen zu etablieren. Wie gestaltet sich der Prozess und wie begleitet die imc Unternehmen auf diesem Weg?

Sven: Um eine dauerhafte Lernkultur zu etablieren, braucht es immer wieder neue Impulse. In vielen Unternehmen entstehen diese über eine Art Graswurzel-Bewegung. Wenn man zu hoch in der Organisation ansetzt, wirkt es aus meiner Erfahrung heraus zu aufgesetzt. Vorleben soll es die Organisationsspitze schon, aber erst in der Dezentralisierung entsteht eine Kultur. Und hier ist wichtig zu verstehen: Wir reden bei Kultur nicht von einer diktatorischen Richtung, nach der alle Streben müssen. Eine Lernkultur muss als offenes Eco-System verstanden werden, in dem Lernen ermöglicht wird. Das ist auch bei unseren Kundenprojekten wichtig. Neben der technologischen Komponente ist es wichtig, neue Formate auch an die bestehende Unternehmenskultur und die Unternehmenswerte anzupassen.

 

Ein weiterer Tipp: Mitarbeitende als Role-Models einsetzen. Wenn Lernen & Weiterbildung im Alltag von Kolleg*innen erfolgreich vorgelebt und (Lern-) Erfolge transparent werden kann dies einen großen Multiplikatoreffekt haben.

Auf welchen Gebieten und Themen wollen mittelständische Unternehmen ihre Belegschaft am meisten weiterbilden? Gibt es Bereiche, die gerade besonders gefragt sind?

Sven: Fast schon klassisch für den Start von digitalem Training sind alle möglichen regulatorischen Trainings, wie IT-Security. Wir haben aber gerade in der COVID- Zeit festgestellt, dass Weiterbildungen im Bereich der Entwicklung von Mitarbeitenden oder auch Profiländerungen der Angestellten an Bedeutung gewinnen – man spricht hier auch von Reskilling. Es entstehen neue Jobmodelle, Märkte verändern sich radikal (bspw. E-Mobility Disruption) und Mitarbeitende müssen darauf vorbereitet werden. Weiterbildung allgemein gewinnt hier an Bedeutung, da Angestellte/ das eigene Personal für die zukünftige Existenz eines Unternehmens eine wichtige Rolle spielen.

Die besten Learning-Angebote helfen nichts, wenn sie nicht wahrgenommen werden. Wie motiviert man als Arbeitgeber*in seine Mitarbeitenden zum Lernen? Welche Learning-Formate bringen nach eurer Erfahrung den meisten Spaß bei den Lernenden?

Sven: Gute Frage: Digitales Lernen lebt sehr stark von Motivation. Grundsätzlich gilt daher: Je personalisierter Lernformate sind und je besser sie auf den Lerner abgestimmt sind, desto größer ist der Mehrwert für Mitarbeiter*in und die Organisation. Lernen sollte jedoch kein Selbstzweck sein, sondern auf den Bedarf der Organisation abgestimmt werden. Viele Unternehmen arbeiten mit Ziel- und Leistungsmodellen (wir bei imc z.B. mit OKRs). Es macht Sinn, Themen wie Aus- und Weiterbildung bereits dort zu verankern und mit den Mitarbeiter*innen im Rahmen von Feedback- oder Feedforward Gesprächen gemeinsam zu besprechen.

Insbesondere im Feedforward Gespräch vermitteln wir nebenbei und im täglichen Tun die Vision unseres Unternehmens. Wir führen unseren Team-Mitgliedern regelmäßig die Vision, Mission und Ziele des Unternehmens vor Augen und verknüpfen diese mit dem täglichen Arbeitsverhalten. Erkennen Mitarbeitende den Sinn ihrer Arbeit und wissen, wie sie ihre Ziele erreichen können ist das sicherlich schon ein guter Anreiz zur Aus-und Weiterbildung.

 

Für den nötigen Spaßfaktor sorgen beispielsweise immersive Inhalte. Storytelling ist hier ein wichtiges Instrument, um Nutzer in Trainings einzubinden. Wir haben etwa für einen großen deutschen Automobilhersteller ein Training im Bereich After Sales für ein Pricing Tool entwickelt – ein Spiel im Mission Impossible Style. Die Aufgabe besteht darin, die “License to price” zu erlangen. Wurde die Mission erfolgreich absolviert, kann das man die Lizenz gegen einen Code eintauschen.

 

Abschließend deine Tipps zum Thema „Corporate Learning Strategie“. Wie sollte ein Unternehmen starten?

Sven: Um eine Strategie erfolgreich zum implementieren sollte man unbedingt die Bereiche Werkezeuge/Systeme, Mensch und Inhalte betrachten. Und wie bei jeder Strategie sollten Analyse und die Formulierung der Projektziele nicht vergessen werden. Als Ergebnis erhält man i.d.R. eine Roadmap mit Timeline, aber auch mit sehr konkreten Handlungsempfehlungen.

Das klingt erst mal komplex. Das kann es mitunter auch sein, insb. bei großen, globalen Projekten. Daher sollte man auch immer nach Quick-Wins Ausschau halten, die es wirklich in jeder Organisation gibt. Bereits das Umdenken von Prozessen oder das Testen von neuern Formaten sorgten nicht nur für schnelle Ergebnisse sondern auch für Schwung und Motivation bei Management, Mitarbeiter*innen und Projektleitung.

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Informal Learning, der heimliche Held des Arbeitslebens

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Events und Termine

Die besten Events sorgen für ein maximales Update! Besuchen Sie unsere Online-Webinare und treffen Sie die imc Experten vor Ort.

Kontakt

Seit Februar 2019 gehöre ich zur imc Crew. Durch meine facettenreichen Aufgaben bin ich immer in Bewegung. Neben meinen Tätigkeiten rund um Corporate Brand, Marketing- und Kommunikationsstrategien sowie Employer Branding bin ich gerne auch noch operativ unterwegs. Meine Leidenschaft sind Netzwerke und Communities.

 

In der Redaktion vertrete ich daher auch insbesondere unser Markenbotschafterprogramm. Darüber hinaus engagiere ich mich im Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT. Privat sind Reisen, Disney und Interior Design meine große Leidenschaft.

 

Meine Themen: imc Ambassador Programm, Brand and Marketing Services, Future of Work, Employer Branding

 

Photo of Kerstin Steffen
Kerstin Steffen
Director Brand Strategy
E-Learning Inc. Summer Edition Vol.1
Sommer, Sonne und New Work

New Work und Corporate Learning – 5 heiße Tipps für den Start in den Sommer

Die Sonne scheint, die Temperaturen steigen und Podcast Maskottchen Schlaufuchs wird es langsam zu warm unterm Pelz. Wir verabschieden unseren Podcast daher im Mai in eine kurzedreimonatige Sommerpause.  

 

Doch keine Sorge! Für alle E-Learning Inc. und Digitalisierungsfans haben wir tief in die Archivkiste gegriffen und für euch die beliebtesten Folgen in der Summer Edition zusammengestellt.  

 

Also nix wie los – Liegestuhl schnappen, dazu ein kühles Getränk und Podcast auf die Ohren. Wir starten mit fünf heißen Tipps rund um das Thema New Work – natürlich Corona-konform. 

Summer Edition Vol.1

Virtuelle Teamarbeit

Malte Beinhauer, HTW das Saarlandes

Macht die Kamera an! Nehmt euch Zeit für Kontext! Gebt Feedback! Diese Tipps gabs bereits vor Corona im Mai 2019 von Malte Beinhauer, Professor für Organisation und Unternehmensführung an der HTW des Saarlandes.Diese Tipps für eine bessere Zusammenarbeit in virtuellen Teams sind nach wie vor gültig und sorgen nicht nur für bessere Vibes, sondern auch für mehr Produktivität.

Podcast Vol. 4 | Dauer: 19:41 min.
Virtuelle Teamarbeit | Gast: Malte Beinhauer

Social Learning

Oliver Lorenz, Ernst & Young

In Zeiten von Corona, Homeoffice und Remote Work ist das Lernen im Austausch, unterstützt durch soziale Medien, aktueller denn je. Oliver Lorenz, Senior Strategist Digital Learning bei Ernst & Young erklärt, wie Social Learning funktioniert, wie Unternehmen es fördern können und welche Tools sie dafür benötigen. Allen, die momentan zum schnellen Handeln gezwungen sind, liefert er zudem nützliche Quick Tipps zu Social Learning und Social Collaboration.

Podcast Vol. 12 | Dauer: 32:42 min.
Social Learning | Gast: Oliver Lorenz

Learning Out Loud

Martin Marx, Die Lernfuturisten

Es wird laut! Learning Out Loud (LOL) ist eine kollaborative Lernmethode, die die individuellen Ziele der Lernenden mit den Lernzielen des Unternehmens verbindet. LOL Erfinder Martin Marx gibt wertvolle Insights zu dieser Methodeaber auch zu den Themen User-generated Content und Learner Upskilling.

Podcast Vol. 23 | Dauer: 47:59 min.
Learning Out Loud | Gast: Martin Marx

Ein Besuch im New Work Fitnessstudio

Nadine Krauss & Jens Springmann, Creaffective

Nicht nur die Jahreswende ging vielerorts mit allerlei guten Vorsätzen einher. Auch zu Corona-Zeiten steht der Wunsch nach mehr Sport auf der Wunschliste. Aber nicht nur Menschen sollten Sport treiben um gesund zu bleiben. Auch Unternehmen müssen trainieren um zukunftsfit zu bleiben. Wer also die eigene Figur sommertauglich bekommen möchte UND Inspirationen sucht, dem empfehlen wir die nächste Sporteinheit mit dieser Folge zu verbinden.

Podcast Vol. 21 | Dauer: 44:16 min.
Ein New Work Fitnessstudio-Besuch | Gäste: Nadine Krauss & Jens Springmann

Sharing is caring – wie Markenbotschafter zum Lernerfolg beitragen

Philipp Schindera, Deutsche Telekom

Von der Theorie in die Praxis. Wer jetzt noch nicht genug hat, dem können wir das Interview mit Philipp Schindera (Leiter der Unternehmenskommunikation, Deutsche Telekom) empfehlen. Wie können Markenbotschafter Wissensweitergabe und Lernerfolg im New Work beeinflussen? Und braucht Social Learning überhaupt Regeln? Philipp teilt seine konkreten Tipps fürs Lernen nach der Prämisse „Sharing isCaring.

Podcast Vol. 19 | Dauer: 37:24 min.
Wie Markenbotschafter zum Lernerfolg beitragen | Gast: Philipp Schindera

Inspiration und neue Ideen getankt? Perfekt! 

Im Juni geht’s weiter mit unserer nächsten Podcast Summer Edition. Egal ob unterwegs oder daheim auf Balkonien, wir stellen in der nächsten Ausgabe unsere Podcast Lieblinge für den Urlaub vor. Also nicht verpassen.

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Mit dem richtigen Format-Mix ans Ziel: Wir geben euch sechs Tipps für die perfekte Digital Learning Journey

 

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Seit Februar 2019 gehöre ich zur imc Crew. Durch meine facettenreichen Aufgaben bin ich immer in Bewegung. Neben meinen Tätigkeiten rund um Corporate Brand, Marketing- und Kommunikationsstrategien sowie Employer Branding bin ich gerne auch noch operativ unterwegs. Meine Leidenschaft sind Netzwerke und Communities.

 

In der Redaktion vertrete ich daher auch insbesondere unser Markenbotschafterprogramm. Darüber hinaus engagiere ich mich im Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT. Privat sind Reisen, Disney und Interior Design meine große Leidenschaft.

 

Meine Themen: imc Ambassador Program, Brand and Marketing Services, Future of Work, Employer Branding 

 

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Kerstin Steffen
Director Brand Strategy