Standard vs Custom Content
Zwei Kategorien – ein Ziel
Individuelle Trainings oder E-Learning von der Stange?

„Standard-Content ist längst nicht mehr der Kompromiss mit Bauchschmerzen“

Wann lohnt sich individueller E-Learning Inhalt und wann ist Training von der Stange sinnvoll?

Digitale Trainingslösungen sind weiter auf dem Vormarsch. Längst sind nicht mehr nur Zeit- oder Kostenfaktoren ausschlaggebend, wenn es darum geht, den Lerner mit echten Learning Experiences zu begeistern und in den Mittelpunkt zu stellen.

 

Aber um individuelle Lernpfade zu gestalten, braucht man nicht zwangsläufig auch individuelle Inhalte. Wir haben mit zwei Lernexperten gesprochen, die uns erklären, wo die Unterschiede zwischen individuellen und standardisierten Lerninhalten liegen und warum per se nicht das eine besser oder schlechter ist als das andere.

Individual- vs. Standardcontent – die Unterschiede

Bei der Erstellung von Individualcontent, also E-Learning Inhalten, die speziell und ausschließlich für ein Unternehmen erstellt werden, beginnt man in der Regel bei 0. Am Anfang steht ein konkreter Bedarf oder eine Aufgabenstellung. Hierfür wird dann eine spezielle Lösung konzipiert, wodurch ein ganz neues Training entsteht.

 

Solche Lösungen eignen sich etwa für Firmen mit speziellen Themen, die beispielsweise eigene Produktionsbereiche haben und davon ausgehen müssen, dass es keine standardisierte Lösung für ihren Bedarf gibt.

Meister Academy

Individual-Content: Jägermeister Meister Academy

Im Unterschied dazu bezeichnet Standard- (oder „Off The Shelf“) Content ein Training oder einen Lerninhalt, der unabhängig von einer konkreten Kundenanfrage erstellt wurde und der generisch für unterschiedliche Unternehmen einsetzbar ist. Dieser bietet also die Lösung für eine allgemeingültige Aufgabenstellung und kein individuelles Problem.

 

Typische Themen, die fast jedes Unternehmen betreffen, sind zum Beispiel Informationssicherheit oder Datenschutz. Diese lassen sich ideal über standardisierte Trainings abdecken, da sie Regularien oder Gesetze abbilden, die allgemeine Gültigkeit besitzen und nicht spezifisch für ein Unternehmen sind.

 

Auch Compliance Trainings werden bevorzugt von der Stange gekauft, da sich die grundsätzlichen Regelungen auf Gesetze zurückführen lassen. Wenn ein Unternehmen aber in einem Training die detaillierten Unternehmensleitlinien vermitteln möchte, wird es schwierig, erklärt Stephan Härle, Instructional Designer bei imc: „Ein standardisiertes Training klärt allgemein auf: Sie müssen bei Geschenken aufpassen und sich gegebenenfalls an ihre Compliance Abteilung wenden. Im Individual Content kann ich hingegen ins Detail gehen: Geschenke ab einem Wert von Summe X sind in unserem Unternehmen mit der Compliance Abteilung zu klären. Das lässt sich eben nicht Off The Shelf abbilden, weil jede Organisation eigene Richtlinien hat.“

imc standard content

Standard-Content: Cyber Crime Time

„Aus Kundenperspektive sollte man sich diese Frage zuerst stellen, wenn man vor der Entscheidung steht entweder einen Off The Shelf-Inhalt, oder einen Individual Content konzipieren zu lassen,“ erklärt Philipp Schossau, ebenfalls Instructional Designer bei imc. „Ist der Trainingsbedarf oder das Problem, das ich habe, sehr spezifisch? Oder geht es um etwas, das viele verschiedene Personen in unterschiedlichen Branchen trainieren müssen?“

Wie speziell ist also Individualcontent?

„Zu Beginn machen wir eine große Bedarfsanalyse mit dem Kunden,“ so Stephan Härle. „Wenn man in dieser Phase die richtigen Schlüsse zieht, kann man das Training so konzipieren, dass es für die Zielgruppe perfekt passt. Das können wir nur im Individualcontent machen: Die Zielgruppe so spitz definieren, dass wir den richtigen Weg finden, möglichst viele Lernende für das Training zu begeistern und die Abschlussquote zu erhöhen. Individual heißt somit auf den speziellen Bedarf und die Bedürfnisse der Lernenden angepasst.“

 

„Das ist ein bisschen wie beim Klamotten kaufen,“ erläutert Philipp Schossau weiter: „Fürs Gala Dinner wird es schwierig einen Smoking von der Stange zu finden, der wie angegossen sitzt. Habe ich aber keinen speziellen Anlass, also keine Gala, sondern „nur“ ein nettes Abendessen, dann kann ich die Klamotten, die mir gefallen und die ich gerne trage, von der Stange kaufen.“

Allerdings wird selbst der beste Anzug von der Stange – oder eben E-Learning Content– für spezielle Zielgruppen nie so gut passen wie ein maßgeschneiderter.  „Ich weiß, wovon ich rede. Ich habe sehr kurze Arme und mir passt einfach nicht alles von der Stange,“ scherzt Schossau.

Wir heben Standard-Content auf das nächste Level

Standard-Content kam in der Vergangenheit teils etwas altbacken daher. Das ändert sich gerade. Auch die imc hat im vergangenen Jahr den Standard-Content Bereich weiter ausgebaut. Hierfür recherchiert die Fachabteilung selbst nach relevanten Themen im Markt. Die Lösungen sollen dann möglichst für alle Kunden passen und international funktionieren. Die neusten „Off The Shelf“-Trainings sollen sich aber vor allem gut anfühlen und modern sowie motivierend sein.

 

 

Standard vs Custom Content

INFO

  • Standard-Content erfüllt bei uns die gleichen hohen Anforderungen in Sachen Design und User Experience wie Individualcontent.
  • Der neuentwickelte Standard-Content der imc ist full-responsive, also auch auf mobilen Endgeräten trainierbar
  • Beide Kategorien lassen sich in ein Learning Management System (LMS) integrieren oder können ohne LMS verwendet werden

Stephan Härle: „Wir wollen Standard-Content von seinem schlechten Image befreien. Denn es gibt zwar viele Gründe für Individualcontent, aber das heißt nicht, dass ein Standard-Content der Kompromiss mit Bauchschmerzen sein muss. Im Gegenteil, es kann eine absolut angemessene und sinnvolle Lösung sein, die auch noch Spaß macht.“

 

Kunden müssen beispielsweise für die Erstellung deutlich weniger Ressourcen aufwenden, da für die inhaltliche Ausgestaltung kein Input mehr gefragt ist. Darüber hinaus ist ein vorgefertigter Lerninhalt viel schneller verfügbar als eine individuelle Lösung, die erst konzipiert werden muss. Auch der Kostenfaktor kann bei der Entscheidung eine Rolle spielen, denn Standard-Content ist in den meisten Fällen auch günstiger.

Auch ein Zusammenspiel beider Kategorien ist möglich, so Härle weiter: „Dem Ganzen sind keine Grenzen gesetzt! Innerhalb einer individuellen Learning Journey können zum Beispiel auch Standardtrainings als Learning Nuggets enthalten sein. Unser Ziel ist es Standard-Content zu kreieren, der sich nicht nach Standard anfühlt. Cyber Crime Time, the Journey ist dafür ein gutes Beipspiel.“

Cyber Crime Time

Das mehrfach ausgezeichnete Serious Game Cyber Crime Time war in diesem Jahr auch für den Grimme Online Award nominiert. Mit der Cyber Crime Time Learning Journey reagieren die Macher auf die aktuelle Lage und bieten Erweiterungen, wie z.B. den Phishing Detection Booster an.

 

Cyber Crime Time ist als Standard-Content für Unternehmen erhältlich. Ausprobieren kann es aber jeder und in die Rolle eines Hackers schlüpfen.

Diese Fragen sollten Unternehmen sich stellen, wenn sie nicht wissen, ob ein Standard-Training für sie in Frage kommt:

infografik Standard vs Custom Content
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Ich finde es spannend zu beobachten, wie sich E-Learning und Digitalisierung auf die Arbeitswelt auswirken. Mein Ziel ist es keinen Trend zu verpassen und Inhalte zu kreieren, über die man spricht.

Privat liebe ich es zu reisen und Tapas zu essen.

 

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Nina Wamsbach
Communications Manager
E-Learning Inc. Summer Edition Vol.3
Die Podcast Highlights für den Schulstart

Fit for Future: Digitalisierung an Schulen neu denken

Der Urlaub ist zwar vorbei, aber das heißt nicht, dass ihr euch nicht nochmal zurücklehnen könnt. Denn die Vorbereitung auf den Schulstart nach den Ferien, läuft auf der Tonspur.

 

Corona war ein Booster für die Digitalisierung der Schulen und Universitäten. Auch wenn wir uns alle wieder auf Präsenzunterricht für die Schüler*innen und Student*innen freuen, sollten wir diesen Aufschwung nicht ungenutzt lassen.

 

In der letzten Runde unserer Summer Edition, geht es deshalb um digitale Bildung an Schulen und Universitäten und den Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Aus- und Weiterbildung.

 

Also genießt die letzten Ferientage mit unseren Podcast Highlights im Juli:

Summer Edition Vol.3

Digitalisierung der Schulen

Stephan Urbanski, Medienpädagogik Experte

Die Corona-Pandemie gilt allerorts als Digitalisierungstreiber. Daher stellt sich die Frage: Wie geht digitaler Unterricht richtig? Gemeinsam mit dem Medienpädagogik-Experten Stephan Urbanski sucht Podcast-Gastgeberin Vanessa nach Tipps und Tricks für die digitale Unterrichtsgestaltung – für Lehrkräfte, aber auch für Eltern, die vor der Herausforderung Homeschooling stehen.

Podcast Vol. 20 | Dauer: 36:33 min.
Digitalisierung der Schulen | Gast: Stephan Urbanski

Digitale Universitäten

Prof. Dr. Oliver Ruf und Doreen Hartmann

Lange hieß es: Die Universitäten hinken der Digitalisierung hinterher. Seit Beginn der Corona Krise hat sich aber einiges geändert. Wie sieht der momentane digitale Unterricht aus? Ein Professor und eine Studentin lassen die Hörer an ihren Erfahrungen teilhaben. Doreen studiert BWL im Master und wünscht sich ein persönlicheres Verhältnis an der Uni. Prof. Ruf lehrt Kommunikationswissenschaften und sieht gerade im digitalen Unterricht einen Weg raus aus der Massenlehre.

Podcast Vol. 17 | Dauer: 37:45 min.
Digitale Universitäten | Gäste: Prof. Dr. Ruf, Doreen Hartmann

KI in der Aus- und Weiterbildung

Prof. Dr. Wolfgang Wahlster

Prof. Dr. Wolfgang Wahlster beschäftigt sich schon seit den siebziger Jahren mit dem Thema Künstliche Intelligenz (KI). Er begreift KI als Dienstleister für den Menschen. So wird E-Learning beispielsweise dank KI zum intelligenten Privatlehrer. Aber auch die Ausbildung der Führungskräfte lässt sich dank KI intelligenter gestalten. In dieser Podcast-Folge geht der deutsche Informatiker und Hochschullehrer auf die Potenziale und konkrete Einsatzbeispiele von KI ein.

Podcast Vol. 24 | Dauer: 39:33 min.
KI in der Aus- und Weiterbildung | Gast: Prof. Dr. Wahlster

Schule im KI-Zeitalter

Kirsten Wessendorf, Bildungsexpertin

Was hat künstliche Intelligenz in der Bildung verloren? Gastgeberin Vanessa diskutiert mit der Expertin Kirsten Wessendorf über den Digitalpakt, Smart Schools und die Bildung der Zukunft.

Podcast Vol. 11 | Dauer: 16:28 min.
Schule im KI Zeitalter | Gast: Kirsten Wessendorf

Fit für den Bildungsstart nach den Ferien? Perfekt!

 

Im August gibt’s wieder eine brandneue Folge unseres Podcasts E-Learning Inc. mit eurer Gastgeberin Vanessa.

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E-Learning Inc. Summer Edition Vol.2
Die Lieblingsfolgen der Redaktion

Weiterbildung macht keine Sommerpause – vier erfrischende Podcast Highlights

Erfrischung gefällig? Die Sonne scheint, das Thermometer klettert nach oben und wir sehnen uns an heißen Tagen nach Abkühlung. Also schnappt euch einen Eistee und ab in den Schatten mit den Podcast Highlights auf den Ohren.

 

Unser Podcast, macht zwar Sommerpause, aber wir nicht! Die Redaktion hat für euch die coolsten Podcasts ausgesucht, die man jetzt – on the rocks – genießen kann.

 

In die zweite Runde der Summer Edition geht’s mit: Einblicken rund ums Corporate Learning bei Microsoft, Infos zur Automatisierung im L&D Bereich, Tipps für selbstorganisiertes Lernen und der Frage wie wir Informationen in der digitalen Welt aufnehmen.

 

Lehnt euch auf der Liege zurück und Podcast ab!

Summer Edition Vol.2

Corporate Learning bei Microsoft

Mohanna Azarmandi, Microsoft

Mohanna Azarmandi investiert jeden Tag mindestens 30 Minuten in ihre persönliche Weiterbildung. Sie ist die erste Chief Learning Officer bei Microsoft Deutschland. Sie verrät den „E-Learning Inc.“-Hörern nicht nur, welche Informationskanäle sie dafür nutzt und wie es gelingt, Zeit zum Lernen zu finden, sondern auch, was sie als CLO bei Microsoft für die Weiterentwicklung der Mitarbeiter*innen, Kunden, Partner und Gesellschaft tut.

Podcast Vol. 18 | Dauer: 46:41 min.
Corporate Learning bei Microsoft | Gast: Mohanna Azarmandi

Automatisierung im Bereich L&D

Dr. Wolfram Jost, imc AG & Nico Bitzer, Bots and People

Laut einer aktuellen Studie zum Thema „Future of Work“ wollen 53% der deutschen Unternehmen in nächster Zeit Robotic Prozess Automatisation (RPA) einführen. Diese Podcast-Folge gibt Einblicke in das weite Themenfeld der Prozessautomatisierung und erläutert konkrete Use Cases für L&D Abteilungen. Zu Gast sind gleich zwei RPA-Experten: Dr. Wolfram Jost, Produktvorstand der imc, und Nico Bitzer von Bots and People.

Podcast Vol. 16 | Dauer: 30:43 min.
Automatisierung im Bereich L&D | Gäste: Nico Bitzer, Dr. Wolfram Jost

Selbstorganisiertes Lernen

Benjamin Jaksch

Die agile, moderne Arbeitswelt verlangt nach selbstorganisiertem Lernen. Gastgeberin Vanessa spricht daher in dieser Podcast-Folge mit dem Trainer & Speaker Benjamin Jaksch darüber, wie wir uns selbst motivieren können und wie es uns gelingt, unseren Lernprozess effizient und nachhaltig zu gestalten.

Podcast Vol. 6 | Dauer: 26:47 min.
Selbstorganisiertes Lernen | Gast: Benjamin Jaksch

Informationsaufnahme in der digitalen Welt

Dwayne Winnikes, LnD Pro Blog

In dieser Podcast-Folge geht es darum, wie Informationen heutzutage aufbereitet werden sollten, um (von Lernern) wahrgenommen und verarbeitet zu werden. Dafür hat Host Vanessa mit Dwayne Winnikes vom LnD Pro Blog gesprochen. Sie hat ihn auf der LEARNTEC 2020 in Karlsruhe getroffen, wo sie den Podcast gemeinsam aufgezeichnet haben.

Podcast Vol. 11 | Dauer: 23:22 min.
Informationsaufnahme in der digitalen Welt | Gast: Dwayne Winnikes

Inspiration und neue Ideen getankt? Perfekt!

 

Im Juli geht’s weiter mit der Podcast Summer Edition Vol.3. Dann haben wir euch die besten Podcasts zum Schulstart, denn auch diese Sommerferien gehen irgendwann zu Ende…

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Dass Game Based Learning als Motivationsbooster für e-learnings funktioniert, liegt schon in der Kindheit verankert. Wir haben für euch die gängigsten Spieletypen und praktische Beispiele für Einsatzmöglichkeiten zusammengefasst.

 

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Exploratives Lernen in 3D

Wir stellen euch den Weiterbildungstrend 3D Learning vor. Wir erläutern Vorteile und gehen auf mögliche Einsatzszenarien ein.

E-Learning Inc. – We talk learning

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#futurework21
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Corporate Learning im Mittelstand

Corporate Learning im Mittelstand: imc macht KMUs fit auf der #futurework21

Am 9. Juni 2021 fand bereits zum dritten Mal das deutschlandweit größte Festival zur Zukunft der Arbeit statt. Gastgeber waren in diesem Jahr Microsoft und die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA). Auf drei Bühnen diskutierten hochkarätig besetzte Panel Teilnehmer*innen über die Arbeitswelt von morgen. Mit dabei auch imc Vorstand Sven R. Becker, der gemeinsam mit Jenny Beutnagel, Director Corporate Development, Interlake Learning GmbH und Edip Saliba, Enterprise Skills Manager Microsoft Germany in der Ideenwerkstatt den Workshop „Qualifizierung im Mittelstand: Vom Warum zum Wie“ gestaltete.

 

Für alle, die nicht dabei sein konnten, haben wir einen Auszug der Fragen aus dem Panel zusammengestellt.

imc Vorstand Sven R. Becker

In Zeiten von Corona ist virtuelles Lernen in aller Munde. Welche Vorteile bietet dieses Format im Vergleich zu Präsenzangeboten?

Sven: Der direkt sichtbare und bisher (vor COVID) proklamierte Vorteil war die Zeit- und Ortsunabhängigkeit. Mit neuen Möglichkeiten wie z.B. künstlicher Intelligenz entwickelt sich aber erst die interessanteste Komponente für dezentrales, digitales Training: Personalisierung, Adaptivität, Individualisierung. Wichtig ist, das Lernen am Lerner auszurichten und nicht den Lerner am Lernstoff. Daher ist es gerade im Corporate Learning von großer Bedeutung, den Lerner vorab zu analysieren, sein Vorwissen zu kennen und sich mit den persönlichen Lerngewohnheiten auseinander zu setzen. Im Corporate Learning steht nämlich nicht die Lernzeit im Fokus, sondern immer der Outcome des Gelernten.

 

Eine aktuelle Studie von KfW hat leider offenbart, dass die Hälfte aller Mittelständler während der Corona-Pandemie ihre Weiterbildungsangebote deutlich reduziert oder ganz eingestellt hat. Dabei gab es laut KfW schon vor der Krise bei rund einem Drittel der Unternehmen Engpässe bei Digitalkompetenzen. Welche Tipps kannst du Unternehmen geben, die genau in diese Gruppe fallen, damit sie nicht weiter den Anschluss verpassen?

Sven: Wir müssen hier unterscheiden: Es wurden Kosten reduziert. Das ist in einer Pandemie nur sinnvoll und logisch, um Arbeitsplätze zu sichern. Aber Weiterbildungsangebote sind noch zu sehr an formelle Konstrukte gebunden. Weiterbildung passiert in den Unternehmen sehr viel – nur zählen wir das nicht. Wir müssen uns lösen von kostenpflichtigen externen Weiterbildungen. Da sind wir wieder beim Raum für Lernen schaffen. Job Shadowing z.B. ist im Bereich der Karriere- und Führungskräfteentwicklung ein sehr gutes Lernformat. Barcamps liegen bei Mitarbeiter*innen nach wie vor im Trend und eignen sich nicht nur zum Lernen, sondern sind auch ein ideales Format für Networking und Teambuilding.

Kleinere und mittlere Unternehmen haben meistens niemanden der ausschließlich für das Thema Weiterbildung zuständig ist. Wer ist aus eurer Erfahrung heraus dafür im KMU verantwortlich? Woher kommt der Antrieb, sich weiter qualifizieren zu wollen?

Sven: Unternehmen stellen heute fest, dass Lernen Teil des Geschäftserfolgs ist. Daher dezentralisiert sich Lernen. Es ist also gar nicht mehr zwingend eine Instanz wie z.B. eine/n Mitarbeiter*in der HR-Abteilung dafür notwendig. Lernen ist ubiquitär, also immer um uns herum. Die Organisation muss in Zukunft nur noch den Rahmen sowie mögliche Formate schaffen, ist aber nicht mehr für die Inhalte verantwortlich. Hier darf man gerne kreativ werden und auch Teams und Mitarbeiter*innen dazu ermutigen, aktiv zu werden. Da liegt in Organisationen noch sehr viel Potenzial verborgen.

 

Bei der imc sorgen bspw. unterschiedliche Programme aus der Unternehmenskommunikation für einen solchen Rahmen. Und auch unsere Markenbotschafter gestalten die Lernreise proaktiv mit.
Kleine Learning Nuggets wie Espresso Webinare oder auch Impulse Sessions, unser Diversity & Inclusion Programm und auch Barcamps sorgen bei der imc u.a. für den nötigen Wissenstransfer.

 

Betrachten wir unsere Kundenprojekte können wir ebenfalls bestätigen, dass Projekte mehr und mehr direkt aus den Fachabteilungen wie z.B. Marketing und Sales nachgefragt werden.

imc Mitarbeiter am Whiteboard

Ziel sollte es also sein, eine dauerhafte Lernkultur in den Unternehmen zu etablieren. Wie gestaltet sich der Prozess und wie begleitet die imc Unternehmen auf diesem Weg?

Sven: Um eine dauerhafte Lernkultur zu etablieren, braucht es immer wieder neue Impulse. In vielen Unternehmen entstehen diese über eine Art Graswurzel-Bewegung. Wenn man zu hoch in der Organisation ansetzt, wirkt es aus meiner Erfahrung heraus zu aufgesetzt. Vorleben soll es die Organisationsspitze schon, aber erst in der Dezentralisierung entsteht eine Kultur. Und hier ist wichtig zu verstehen: Wir reden bei Kultur nicht von einer diktatorischen Richtung, nach der alle Streben müssen. Eine Lernkultur muss als offenes Eco-System verstanden werden, in dem Lernen ermöglicht wird. Das ist auch bei unseren Kundenprojekten wichtig. Neben der technologischen Komponente ist es wichtig, neue Formate auch an die bestehende Unternehmenskultur und die Unternehmenswerte anzupassen.

 

Ein weiterer Tipp: Mitarbeitende als Role-Models einsetzen. Wenn Lernen & Weiterbildung im Alltag von Kolleg*innen erfolgreich vorgelebt und (Lern-) Erfolge transparent werden kann dies einen großen Multiplikatoreffekt haben.

Auf welchen Gebieten und Themen wollen mittelständische Unternehmen ihre Belegschaft am meisten weiterbilden? Gibt es Bereiche, die gerade besonders gefragt sind?

Sven: Fast schon klassisch für den Start von digitalem Training sind alle möglichen regulatorischen Trainings, wie IT-Security. Wir haben aber gerade in der COVID- Zeit festgestellt, dass Weiterbildungen im Bereich der Entwicklung von Mitarbeitenden oder auch Profiländerungen der Angestellten an Bedeutung gewinnen – man spricht hier auch von Reskilling. Es entstehen neue Jobmodelle, Märkte verändern sich radikal (bspw. E-Mobility Disruption) und Mitarbeitende müssen darauf vorbereitet werden. Weiterbildung allgemein gewinnt hier an Bedeutung, da Angestellte/ das eigene Personal für die zukünftige Existenz eines Unternehmens eine wichtige Rolle spielen.

Die besten Learning-Angebote helfen nichts, wenn sie nicht wahrgenommen werden. Wie motiviert man als Arbeitgeber*in seine Mitarbeitenden zum Lernen? Welche Learning-Formate bringen nach eurer Erfahrung den meisten Spaß bei den Lernenden?

Sven: Gute Frage: Digitales Lernen lebt sehr stark von Motivation. Grundsätzlich gilt daher: Je personalisierter Lernformate sind und je besser sie auf den Lerner abgestimmt sind, desto größer ist der Mehrwert für Mitarbeiter*in und die Organisation. Lernen sollte jedoch kein Selbstzweck sein, sondern auf den Bedarf der Organisation abgestimmt werden. Viele Unternehmen arbeiten mit Ziel- und Leistungsmodellen (wir bei imc z.B. mit OKRs). Es macht Sinn, Themen wie Aus- und Weiterbildung bereits dort zu verankern und mit den Mitarbeiter*innen im Rahmen von Feedback- oder Feedforward Gesprächen gemeinsam zu besprechen.

Insbesondere im Feedforward Gespräch vermitteln wir nebenbei und im täglichen Tun die Vision unseres Unternehmens. Wir führen unseren Team-Mitgliedern regelmäßig die Vision, Mission und Ziele des Unternehmens vor Augen und verknüpfen diese mit dem täglichen Arbeitsverhalten. Erkennen Mitarbeitende den Sinn ihrer Arbeit und wissen, wie sie ihre Ziele erreichen können ist das sicherlich schon ein guter Anreiz zur Aus-und Weiterbildung.

 

Für den nötigen Spaßfaktor sorgen beispielsweise immersive Inhalte. Storytelling ist hier ein wichtiges Instrument, um Nutzer in Trainings einzubinden. Wir haben etwa für einen großen deutschen Automobilhersteller ein Training im Bereich After Sales für ein Pricing Tool entwickelt – ein Spiel im Mission Impossible Style. Die Aufgabe besteht darin, die “License to price” zu erlangen. Wurde die Mission erfolgreich absolviert, kann das man die Lizenz gegen einen Code eintauschen.

 

Abschließend deine Tipps zum Thema „Corporate Learning Strategie“. Wie sollte ein Unternehmen starten?

Sven: Um eine Strategie erfolgreich zum implementieren sollte man unbedingt die Bereiche Werkezeuge/Systeme, Mensch und Inhalte betrachten. Und wie bei jeder Strategie sollten Analyse und die Formulierung der Projektziele nicht vergessen werden. Als Ergebnis erhält man i.d.R. eine Roadmap mit Timeline, aber auch mit sehr konkreten Handlungsempfehlungen.

Das klingt erst mal komplex. Das kann es mitunter auch sein, insb. bei großen, globalen Projekten. Daher sollte man auch immer nach Quick-Wins Ausschau halten, die es wirklich in jeder Organisation gibt. Bereits das Umdenken von Prozessen oder das Testen von neuern Formaten sorgten nicht nur für schnelle Ergebnisse sondern auch für Schwung und Motivation bei Management, Mitarbeiter*innen und Projektleitung.

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Seit Februar 2019 gehöre ich zur imc Crew. Durch meine facettenreichen Aufgaben bin ich immer in Bewegung. Neben meinen Tätigkeiten rund um Corporate Brand, Marketing- und Kommunikationsstrategien sowie Employer Branding bin ich gerne auch noch operativ unterwegs. Meine Leidenschaft sind Netzwerke und Communities.

 

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Doch keine Sorge! Für alle E-Learning Inc. und Digitalisierungsfans haben wir tief in die Archivkiste gegriffen und für euch die beliebtesten Folgen in der Summer Edition zusammengestellt.  

 

Also nix wie los – Liegestuhl schnappen, dazu ein kühles Getränk und Podcast auf die Ohren. Wir starten mit fünf heißen Tipps rund um das Thema New Work – natürlich Corona-konform. 

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E-Learning Inc. Podcast
Highlights 2020

Unser Podcast rund um e-Learning und Digitalisierung feiert Jubiläum

Anlässlich der 20. Folge des „E-Learning Inc.“ Podcasts wurden einmal die Seiten getauscht. Die Moderatorin Vanessa Klein, die sonst die Fragen stellt, wurde in einem Switched-Talk befragt. E-Learning Inc. wurde Anfang 2019 ins Leben gerufen und erscheint jeden vierten Montag im Monat. Hier werden Themen rund um den Bereich Digitalisierung und Weiterbildungstrends hinterfragt. Vanessa blickt auf ihre schönsten Momente zurück und verrät, was sie für 2021 geplant hat.

Vanessa, du hast in diesem Jahr deine 20. Podcast Folge herausgebracht. Ein kleines Jubiläum - herzlichen Glückwunsch! Wie fühlst du dich nach diesem Meilenstein?

Es ist wirklich verrückt, wie schnell die Zeit vergeht. Ich war selbst etwas überrascht, als ich die Nummer 20 vor der Folge gesehen habe. Aber es freut mich total, wie der Podcast sich entwickelt hat, seine regelmäßige Hörerschaft gefunden hat und nicht zuletzt, dass ich schon so viele wirklich spannende Gäste interviewen durfte.

Dieses Jahr war richtig turbulent. Welche drei Hashtags repräsentieren dein Podcast Jahr?

Auf jeden Fall #OnlineRecordings. Und noch #TolleGäste und #TolleCommunity.

Du hattest wirklich viele spannende Gäste und Themen in diesem Jahr. Magst du uns ein paar deiner persönlichen Highlights nennen?

Ohje, da fällt es mir aber schwer, mich zu entscheiden, weil jeder Gast ganz besonders ist und die Themen so vielfältig waren. Natürlich sind wir um das aktuelle Geschehen – Corona, Homeoffice und Remote Work – nicht herumgekommen und so habe ich mit den unterschiedlichen Gästen immer wieder darüber gesprochen, wie die Krise uns beeinflusst; sei es beim Thema Social Learning, der Digitalisierung von Schulen und Universitäten oder New Work generell.

 

Ein kleines Highlight war auf jeden Fall, meinen Kollegen Kenny zu interviewen, der mit “E-Learning Brunch” dieses Jahr unseren ersten englischsprachigen Podcast gelauncht hat. Es ist toll mitzuverfolgen, wie auch der Podcast sich entwickelt und wie Kenny seinen Charakter und seine ganz persönliche Note einfließen lässt.

Gab es ein Statement, das dich besonders beeindruckt hat? Und wenn ja, warum?

E-Learning Experte Stephan Urbanski hat in der Folge zum Thema Digitalisierung von Schulen gesagt: „Macht es euch nicht zu schwer. Jeder kleine Schritt ist besser, als nichts zu machen.“ Das finde ich, trifft es sehr gut. Und genau dafür ist “E-Learning Inc.” ja auch da: Der Podcast soll Einblicke in verschiedene Themen rund um Digitalisierung und Weiterbildung geben und die Angst davor nehmen, einfach loszulegen – indem unsere Gäste ihre Erfahrungen teilen und konkrete Tipps mit auf den Weg geben.

Dieses Jahr war natürlich geprägt von Corona. Nach zahlreichen Talks mit deinen Gästen: wie ist deine persönliche Einschätzung? War die Pandemie eher ein Treiber oder ein Verhinderer?

Ich denke auf jeden Fall ein Treiber für Digitalisierung generell und Social Collaboration im Speziellen. Wir sind trotz der physischen Distanz digital alle ein bisschen näher zusammengerückt sozusagen. Auch wenn sich die meisten natürlich schon freuen, endlich wieder Hände zu schütteln und von Angesicht zu Angesicht miteinander zu sprechen, so hat sich doch gezeigt, dass vieles auch virtuell geht – wenn man kreativ denkt und die reale Welt nicht eins zu eins auf die virtuelle Welt überträgt. Mohanna hat etwa in Folge 18 sehr viele schöne Beispiele für tolle neue, virtuelle Formate bei Microsoft genannt.

Deine Gäste hatten außerdem viele Tipps und Tricks zum Thema e-Learning, digitale Bildung und Digitalisierung im Gepäck. Was hast du mitgenommen? Was sind deine Top 5 Empfehlungen wie Unternehmen und Organisationen digitales Lernen im Jahre 2021 neudenken sollten.

Also Tipp Nummer 1 ist auf jeden Fall loslegen. Zudem kommen noch die folgenden Empfehlungen auf meine Tippliste:

  • Kreativ denken und einfach mal neue digitale Formate testen.
  • Sich zu überlegen, was online anderes ist als offline und wie man dem begegnen kann.
  • Seine Zielgruppe und ihre Bedürfnisse niemals aus dem Blick verlieren. “One size fits” all funktioniert nicht.

Und zwar als letzten Punkt, aber auf keinen Fall zuletzt: sich mit dem Thema Lernkultur zu beschäftigen und wie man ein Bewusstsein und Zeit fürs lebenslange Lernen im Unternehmen schafft.

Am Ende deines Podcasts bittest du deine Gäste immer um Empfehlungen. Heute bist du an der Reihe 😊 Welchen persönlichen Tipp hast du zum Thema Weiterbildung? Welchen besonderen Gast würdest du 2021 gerne interviewen?

Zum Thema Weiterbildung denke ich ist es hilfreich, zunächst einmal für sich persönlich zu definieren, zu welchen Themen man denn mehr erfahren möchte. Im nächsten Schritt sollte man sich überlegen, was für ein Lerntyp man ist – ob man zum Beispiel lieber visuell oder auditiv lernt. Und sich dann entsprechend ein bis zwei spannende Podcasts, Blogs oder Bücher zu den Themen rauszusuchen und eine feste Zeit im Kalender dafür blocken.

 

Mein Traum-Interviewgast wäre auf jeden Fall Michelle Obama. Aber auch erfolgreiche Gründergeschichten finde ich immer total inspirierend, zum Beispiel von Lea-Sophie Cramer oder Delia Fischer.

 

Apropos 2021 - kannst du deinen Hörern zum Abschluss noch einen kleinen Ausblick ins nächste Jahr geben? Auf was darf sich die Schlaufuchs Community freuen?

Auf jeden Fall auf neue Gäste und Themen. Einige stehen schon, einige sind aber auch noch komplett offen. Hier freue ich mich immer sehr über Ideen und Vorschläge, gerne zum Beispiel via LinkedIn. Letzten Endes will ich ja schließlich genau über die Themen sprechen, die die Hörer gerade beschäftigen.

 

 

Liebe Vanessa, vielen Dank für das Interview und die vielen tollen Podcast Folgen, wir freuen uns auf nächstes Jahr!

E-Learning Inc. – We talk learning

Der Podcast „E-Learning Inc.“ richtet sich an all jene, die keinen Lerntrend verpassen möchten und sich für moderne Technologien interessieren. Jeden 4. Montag im Monat spricht Gastgeberin Vanessa mit wechselnden Gästen über verschiedene Weiterbildungstrends.

Ihr Ansprechpartner

Kontakt

Seit Februar 2019 gehöre ich zur imc Crew. Durch meine facettenreichen Aufgaben bin ich immer in Bewegung. Neben meinen Tätigkeiten rund um Corporate Brand, Marketing- und Kommunikationsstrategien sowie Employer Branding bin ich gerne auch noch operativ unterwegs.

 

Meine Leidenschaft sind Netzwerke und Communities. In der Redaktion vertrete ich daher auch insbesondere unser Markenbotschafterprogramm Darüber hinaus engagiere ich mich im Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT. Privat sind Reisen, Disney und Interior Design meine große Leidenschaft.

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Kerstin Steffen
Director Brand Strategy
imc Learning Connect event
#LearningConnect

imc rückt E-Learning Trends und Vernetzung in den Fokus

Resümee und Highlights vom ersten virtuellen Kundenevent

Seit COVID-19 gehören virtuelle Events zu unserem Alltag dazu. Sicherlich haben die meisten von uns in den letzten Monaten mehr Zeit in Video Calls und Webinaren als beim Afterwork in einer Bar verbracht. Zoom, Teams, YouTube und Co. sind unsere treuen Begleiter geworden – aber ein vollständig virtueller Kundenevent? Eine Veranstaltung, die normalerweise einen gesamten Tag – inklusive Lunch und Networking Drinks – füllt? Hier musste alles neu gedacht und detailliert geplant werden. Wir lassen den digitalen Tag Revue passieren, wollen getreu dem Motto „Sharing is Caring“ inhaltliche ebenso wie organisatorische Highlights teilen.

Im September war es so weit – die imc lud ihre deutschsprachigen Kunden erstmalig zum vollständig virtuellen Learning Connect Event ein. Wie der Eventname schon sagt, ging es bei der Veranstaltung um das Thema Lernen ebenso wie um das „sich verbinden und austauschen“. Auf dem Programm standen unter anderem Vorträge sowie virtuelle Workshops zu Produkten und gegenwärtigen Trendthemen.
Ein Highlight war sicherlich die Keynote von imc Technologievorstand Dr. Wolfram Jost. In 20 Minuten fasste er die wichtigsten Trendthemen im Bereich Aus- und Weiterbildung für die Zuhörer zusammen. Einem Trend schenkte er dabei besondere Aufmerksamkeit: dem Messen des Einflusses von Learning Investitionen auf Business Outcome. Schließlich sind alle Entscheidungen im Unternehmen letztlich darauf ausgelegt, die Unternehmensperformance zu steigern.

Weiterbildung ist kein Selbstzweck

Schon John Stelecky rechnete in „The Big Five for Live” eindrucksvoll vor, wie sich die Produktivität und Fluktuation auf den Unternehmensgewinn auswirken. Ebenso wie die Mitarbeiterzufriedenheit und damit verbunden eine sinkende Fluktuationsrate ist auch Weiterbildung im Unternehmen kein Selbstzweck, sondern hat einen direkten Einfluss auf die Unternehmensperformance. Die Hauptaufgabe der Weiterbildungsverantworlichen besteht nun darin, diesen Zusammenhang aufzuzeigen und somit eine Entscheidungsgrundlage für das Management zu liefern. Dafür braucht es Learning Analytics. Wie ein Learning Management System mit integrierter Learning Analytics Komponente die HR-Manager unterstützen kann, den Erfolg von Learning Investitionen sichtbar zu machen, zeigte Wolfram am Ende seines Vortrags auf.

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Weitere Veranstaltungshighlights: Workshops und Networking

Neben der aus dem imc Studio im Headquater via GoToWebinar gestreamten Keynote standen vor allem die interaktiven Workshops im Fokus. In den drei parallelen Workshops – angelehnt an die drei imc Produktsäulen LMS & Strategy, Content und Authoring – konnten die Eventteilnehmer gemeinsam mit den Experten beispielsweise ein Fünf Schritte Vorgehen zur Blended Learning Architektur erarbeiten. Die Workshops wurden von einer Sketchnotes-Künstlerin dokumentiert, um den Besuchern eine anschauliche Zusammenfassung bereitstellen zu können.

 

Veranstaltungsort für die Workshops war das führende Interaktionstool MS Teams. Hier gab es nicht nur die drei Workshopräume, sondern auch eine Coffee Lounge, die ganz dem Austausch und Networking gewidmet war. Bereits wenige Tage vor dem offiziellen Event konnten die Teilnehmer sich in der Coffee Lounge vorstellen und unterhalten. In der Pause sorgte ein DJ für musikalische Unterhaltung zu Kaffee und Snacks – beides gab es per Home Lieferungen in kleinen Learning Connect Boxen für die Event-Teilnehmer als Überraschung.

Blick hinter die Kulissen

Wir möchten an dieser Stelle nochmal allen danken, die diesen Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben und freuen uns schon auf das Kundenevent 2021 – offline und/oder online.

Events, Webinare und Termine

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KONTAKT

Seit 2014 bin ich Teil des Marketing & Communication-Teams bei der imc. Mein Herz schlägt für kreative Kampagnen, spannenden Content und einmalige Events.

 

Mein Ziel ist es, die Themen E-Learning und Digitalisierung erlebbar zu machen – verständlich und einfach auf den Punkt. Seit 2019 bin ich Host von E-Learning Inc., dem Podcast mit dem #Schlaufuchs.

 

 

Meine Themen: Content Services, Event Communication, Podcasting, CSR & Diversity

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Vanessa Klein
Senior Event and Communication Manager
Digitale Lernhilfen zum Schnäppchenpreis

E-Learning vom Discounter – taugt das was?

"Lernvideos, interaktive Übungen und Chats mit Lehrern: Aldi Süd will das Angebot einer großen E-Learning-Plattform für Schüler verkaufen",  titelte bereits letzte Woche die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Zu Zeiten von Corona und Homeschooling für viele sicherlich ein attraktives Angebot. Doch taugen solche „Lösungen von der Stange“ etwas?

 

imc Experte Stephan Urbanski durfte am 20. August 2020 im Sat1 Frühstücksfernsehen Stellung beziehen. imc Vorstandssprecher Christian Wachter teilte seine Einschätzung, dass gute Trainingsinhalte einiges an Konzeption erfordern und zur Zielgruppe passen müssen. In einem persönlichen Statement hat er die Schnäppchenangebote vom Discounter unter die Lupe genommen. Tipps zur Auswahl von Standardinhalten gibt's dazu on top.

EIN STATEMEMT VON CHRISTIAN WACHTER
Der Vorstand der imc AG

Grundsätzlich ist gegen Standard-Lernangebote, sogenannte Off-the-Shelf (OTS) Inhalte nichts einzuwenden, wenn sie in ihrer Methodik und Didaktik gut aufbereitet sind und den Lerninhalt in einer für die Zielgruppe adäquaten Art verständlich wiedergeben. Viele Basisthemen, wie IT-Grundlagenschulungen oder Zeitmanagement, eignen sich durchaus für solche OTS-Angebote, die dann, wie der der Name schon impliziert, auch aus dem (Discounter-) Regal stammen können.

Je weiter eine Individualisierung notwendig wird, desto mehr steigen auch die Anforderungen an das E-Learning. Nehmen wir das Beispiel Schule: Hier wird Mathematik in einer bestimmten Klassenstufe an einer Gemeinschaftsschule anders unterrichtet als an einem Gymnasium und auch innerhalb einer Schulform kommt es vor, dass dasselbe Fach auf verschiedenen Anspruchsniveaus unterrichtet wird.  Auf solche Spezifika muss auch ein digitales Angebot eingehen können.

 

Selbstverständlich dürfen digitale Lernangebote, egal über welchen Anbieter sie vertrieben werden, aber keine Lockangebote sein, sondern eine nachhaltig ausgerichtete Lösung bieten, insbesondere, wenn wir uns im Bereich der Primar- und Sekundarstufe unserer Schulen bewegen. Das Thema Digitalisierung der Bildung bietet sehr viele Chancen und zeigt gerade in der aktuellen Zeit, mit welchen Möglichkeiten Aus- und Weiterbildung auch ohne Präsenz möglich ist. Diese Chance dürfen wir nicht verspielen, indem durch nicht passgenaue Billigangebote dieses wichtige Thema ins Negative drehen.

 

Bei der Auswahl digitaler Lernangebote empfehle ich insbesondere auf folgende Merkmale zu achten:

  1. Passt der Inhalt vom Anspruchsniveau zu meinen Erwartungen?
  2. Entspricht die Form der Multimedialität meinem Lernverhalten?
  3. Wie weit reagiert das Lernprogramm auf meine individuellen Bedarfe, meine Lernerfolge und meine Lerngeschwindigkeit?
  4. Welche ergänzenden Angebote wie beispielsweise eine Social Community oder ein Coaching gibt es und wie kann ich mein neu erworbenes Wissen gewinnbringend in diese Gruppen einbringen.
imc engagiert sich für die digitale Schule

Erfahren Sie mehr über das Bündnis "Innovative Digitalpartnerschaft der Unternehmen der Scheer Group mit der Lernwelt Saar".

KONTAKT

Seit Februar 2019 gehöre ich zur imc Crew. Durch meine facettenreichen Aufgaben bin ich immer in Bewegung. Neben meinen Tätigkeiten rund um Corporate Brand, Marketing- und Kommunikationsstrategien sowie Employer Branding bin ich gerne auch noch operativ unterwegs. Meine Leidenschaft sind Netzwerke und Communities.

 

In der Redaktion vertrete ich daher auch insbesondere unser Markenbotschafterprogramm. Darüber hinaus engagiere ich mich im Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT. Privat sind Reisen, Disney und Interior Design meine große Leidenschaft.

 

Meine Themen: imc Ambassador Program, Brand and Marketing Services, Future of Work, Employer Branding 

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Kerstin Steffen
Director Brand Strategy
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Forschung

E-Learning in der Medizin: Fehler vermeiden und Patienten schonen mit Mixed Reality

Die Ausbildung von Ärzten und Physiotherapeuten in Manueller Medizin und Therapie soll durch digitales Training auf ein neues Level gehoben werden: In dem vom BMBF geförderten Verbundprojekt „SmartHands“, forscht unter anderem das Team des Innovation Lab der imc AG daran, wie die Aus- und Weiterbildung von Physiotherapeuten und Ärzten durch den innovativen Einsatz digitaler Medien und Werkzeuge unterstützt werden kann.

Hierbei helfen sollen beispielsweise AR- oder Mixed-Reality Brillen, die Trainingseinheiten ohne echte Patienten simulieren.

03.06.2020

Physiotherapeuten und auch Ärzte brauchen ihre Hände täglich: Sie untersuchen Patienten und müssen den Körper erfühlen, um Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen zu lindern oder gar Operationen zu vermeiden. Bei der Aus- und Weiterbildung in der sogenannten „Manuellen Therapie“, heißt es neben viel Theorie auch üben, üben, üben – und zwar am realen Patienten.

Doch gerade bei Einsteigern kann es, wie überall sonst, auch hier zu Fehlern kommen. Aber nicht nur Fehler sind ein Problem, auch seltene Krankheitsbilder, fehlende Probanden oder Kontrollen stellen angehende Manualtherapeuten vor Herausforderungen. Hinzu kommt, dass haptische Fähigkeiten und therapeutische Techniken regelmäßig und individuell trainiert und verbessert werden müssen.

Ausbildung mit LMS und Blended Learning

Abhilfe schaffen soll das vom BMBF geförderte Verbundprojekt „SmartHands“, das am 1. Mai 2020 offiziell gestartet ist. Die imc unterstützt hierbei mit der technischen Umsetzung und stellt mit der imc Learning Suite eine Lehr- und Lernplattform bereit, mit der Ausbilder virtuelle Trainingseinheiten vorbereiten und in einem Blended Learning Szenario für die Lerner bereitstellen können.

Uta Schwertel, Projektverantwortliche bei imc, erklärt: „Das besondere bei unserem LMS ist, dass es uns ermöglicht, Daten über Lernaktivitäten und Interaktionen, die auch außerhalb des Systems stattfinden, zu formalisieren und über Schnittstellen an das LMS zu übertragen. Dies ist insbesondere für die Integration von innovativen Lernformaten wie Mixed-Reality Anwendungen relevant und geschieht durch speziell entwickelte Standards, wie zum Beispiel die Experience API (xAPI).“

Mixed Reality simuliert echte Patienten

Ziel des Projektes ist es, virtuelle Trainingsanwendungen zu entwickeln, mit denen Ärzte oder Physiotherapeuten in der manualmedizinischen Ausbildung Diagnoseschritte oder bestimmte Techniken zunächst auch ohne echte Patienten üben können. Mit den Trainingsanwendungen können dabei sensomotorisch-haptische und visuelle Interaktionen des Lerners simuliert werden.

 

Eine mögliche Anwendung könnte etwa so aussehen: Dem Lerner wird mittels Mixed Reality Brille ein interaktives, dreidimensionales Lernszenario als Hologramm in seine Umgebung projiziert. Die Brille erkennt die Hände des Anwenders und ermöglicht dadurch eine natürliche Interaktion mit der Projektion. So kann der Lerner im geschützten Raum und ohne echte Patienten korrekte Diagnose- und Behandlungstechniken virtuell trainieren. Die notwendigen Schritte werden visuell dargestellt, sodass sichergestellt ist, dass das Vorgehen medizinisch korrekt und interaktiv erlernt wird.

 

Ist die Anwendung in der manuellen Medizin und Therapie erfolgreich, sollen ähnliche Trainingsszenarien nach Projektende auch auf angrenzende Domänen der Gesundheitsberufe erweitert werden. Vorstellbar sind beispielsweise Anwendungen bei Ergo- oder Sporttherapeuten.

Federführend im Projekt ist das Universitätsklinikum Halle/Saale. Technische Partner sind neben imc das AWSi-Institut für digitale Produkte und das Haptik-Forschungslabor der Universität Leipzig. Den Bereich Medizin und Forschung vertreten die Partner Alice Salomon Hochschule Berlin und das Center for Cognitive Science der TU Kaiserslautern.

WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN

Mehr Informationen zum Thema Immersives Lernen oder Blended Learning finden Sie in der Artikelreihe “E-Learning Punk”.

Weitere Informationen über die imc Learning Suite und praktische Anwendungsbeispiele finden Sie in der Artikelreihe “LMS Hot Topics”.

Mehr zu SmartHands

Das Projekt trägt den Titel: SmartHands - Lehrplattform für smart-device basierte Digitale Medien in der manuellen Medizin und Therapie. Gefördert wird das Projekt vom BMBF im Rahmen der Richtlinie “Digitale Medien in der beruflichen Bildung in den Gesundheitsberufen (DigiMed)“. Das Projektvolumen beträgt 2,6 Millionen Euro; das Projekt hat eine dreijährige Laufzeit, die 2023 endet.

Das diesem Beitrag zugrunde liegende Vorhaben wurde mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 01PG20006E gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt bei der Autorin / beim Autor.

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Nadine Kreutz
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