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Zwischen Genie und Wahnsinn: Aus dem Leben eines IT-Systemadministrators

Zwischen Genie und Wahnsinn: Aus dem Leben eines IT-Systemadministrators

Was passiert, wenn man Technik Know-how, Geduld und Hilfsbereitschaft kombiniert? Man erhält einen IT System-Administrator wie aus dem Bilderbuch. Raffael Willems, Head of Internal IT bei imc, ist so ein Kandidat. Aber leider läuft es in der IT eben nicht immer wie im Märchen…

Ein bisschen verrückt muss man schon sein, um diesen Job zu machen. Denn die Arbeit der internen IT umfasst weitaus mehr als „hast du mal versucht den Laptop aus- und wieder einzuschalten?“.

Raffael Willems ist seit rund einem Jahr Head of Internal IT bei imc und erklärt im Interview, wie sein Arbeitsalltag als System-Administrator aussieht und wieso neben Neugier auch Geduld, Kommunikation und Empathie für seinen Beruf unerlässlich sind.

Raffael Willems

Raffael Willems

Job | Head of Internal IT

Arbeitet in | Saarbrücken, Deutschland

Bei imc seit | 2021

Superkraft | Geduld & Hilfsbereitschaft

Lieblingsessen | alles, Hauptsache gut

 

Job Slot job Arbeitsalltag

Hallo Raffael, danke für deine Zeit! Du bist Chef der internen IT bei imc – wie erklärst du deiner 3- jährigen Tochter was du beruflich machst?

Lustigerweise „hilft“ meine Tochter mir tatsächlich sehr gerne bei der Arbeit und will, wenn ich im Homeoffice bin, an einer meiner zahlreichen Tastaturen mit tippen. Sie weiß, dass ich irgendwas mit Computern mache und Leuten helfe. Ich erkläre es ihr so, dass ich für alles zuständig bin das blinkt, piepst, Ärger macht und die Leute bei der Arbeit stört.

Das heißt, du als System Administrator sorgst dafür, dass jede*r bei imc arbeiten kann?

Richtig. Mein Job ist dafür zu sorgen, dass jede*r seine Arbeit erledigen kann. Und spätestens, wenn die Leute von irgendetwas technischem genervt sind, melden sie sich.

Wie kann ich mir das im Arbeitsalltag vorstellen? Wartest du jeden Tag darauf, dass jemand bei dir anruft?

Nein, sicher nicht.  Bei meinem ersten Kaffee lese ich morgens  meine Mails und Teams-Messages, schaue ins Ticketsystem und checke über unser Monitoring, ob alles ok ist, oder ob irgendetwas sehr dringendes ansteht. Dann arbeite ich meine To-Do-Liste für den Tag ab, wozu aber natürlich nicht nur ad-hoc Aufgaben gehören.

Ich habe viele längerfristige Projekte, die einiges an Planung erfordern. Denn Änderungen, die ich anstoße, betreffen alle Mitarbeitenden. Das heißt wenn ich etwas vermassele, können unter Umständen 350 Leute nicht mehr arbeiten. Deshalb sind gute Planung und Kommunikation mit verschiedenen Abteilungen unabdingbar.

Was gefällt dir an deiner Arbeit besonders?

Das mag im ersten Moment merkwürdig klingen, aber ich mag vor allem die Kreativität. Denn wie schon erwähnt muss ich versuchen Lösungen zu finden, die möglichst alle zufrieden stellen, aber auch unseren strengen Sicherheits- und Datenschutzbestimmungen gerecht werden. Das ist oft schwierig unter einen Hut zu bekommen. Aber bestimmte Dinge, wie etwa Hardware-Ausstattung oder Security Updates, müssen zentral vorgegeben werden, um professionelles Arbeiten zu gewährleisten.

 

Ich arbeite sehr gerne mit Menschen zusammen und je unterschiedlicher die Leute sind, desto spannender. Denn es ist schon etwas anderes, ob du einen Anruf von einem Entwickler bekommst oder aus dem Marketing. Die Menschen sprechen eine völlig andere Sprache und das meine ich nicht nur im wortwörtlichen Sinn. Was hier bei imc hinzu kommt sind die zahlreichen unterschiedlichen Nationalitäten und Kulturen. Das kannte ich von meinem alten Arbeitgeber nicht, aber ich genieße es sehr.

 

Ich schätze bei meiner Arbeit hier besonders, dass meine Ideen immer auf fruchtbaren Boden fallen. Es gibt kein Denkverbot und jede Idee wird erst mal positiv aufgenommen und nicht von vorneherein geblockt. Man kann sich immer austauschen und versuchen kreative Lösungen zu finden, die für möglichst viele passen.

Welche Eigenschaften braucht man als System Administrator?

Zuallererst Geduld. Als System-Admin hast du immer mit Menschen zu tun und musst sehr viel kommunizieren, erklären oder auch mal die Wogen glätten. Man muss sich klar machen, dass für die meisten Menschen, ganz egal in welcher Firma, IT-Projekte und Prozesse ein notwendiges Übel sind. Die Leute wollen einfach, dass alles funktioniert und ihren Job machen. Das ist auch völlig in Ordnung, aber die Technik ändert sich so rasant, dass auch die IT sich immer wieder anpassen muss.

 

Aber du kannst den Leuten nicht einfach ein neues System vor die Füße werfen und erwarten, dass sie das freudig annehmen und damit arbeiten. Du musst die einzelnen Abteilungen früh ins Boot holen, mit einbeziehen, Geduld haben und verstehen, was sie brauchen, wie sie arbeiten. Ein System, dass im Sales super ankommt, muss im Content noch lange nicht für Begeisterungsstürme sorgen und umgekehrt.

Geduld

Daher finde ich neben Geduld und Kommunikation auch Empathie sehr wichtig. Ich muss mich in die Leute hineinversetzen und verstehen, wo der Schuh drückt und wie ich unterstützen kann. Wenn die Emotionen doch mal hochkochen, muss ich die Leute wieder einfangen und beruhigen.

Das geht im Daily Business damit los, dass du zwischen den Zeilen lesen musst, wie jemand schreibt. Wenn ich schon am Schreibstil erkenne, dass jemand sehr genervt ist, kann ich direkt versuchen zu beruhigen, sodass die Situation nicht völlig eskaliert. Aber das braucht Erfahrung und Fingerspitzengefühl.

 

Eine weitere nützliche Eigenschaft für Sys-Admins ist, sich sehr schnell in neue Themen einarbeiten zu können. Manchmal gibt es Situationen, die schnelle Entscheidungen erfordern und dann muss man in der Lage sein, die entsprechenden Informationen zügig zusammenzusuchen und zu bewerten.

Genauso kann es vorkommen, dass mir Leute wegen eines Problems schreiben, von dem ich noch nie gehört habe. Dann muss ich trotzdem möglichst schnell eine valide Antwort liefern. Generell sollte man immer Lust darauf haben neue Dinge zu lernen; gerade in der IT ändert sich die Technik rasant.

Jobslot Ausbildung

Auf einer Skala von 1-10, wie gut hat dich deine Ausbildung auf deine aktuelle Stelle vorbereitet?

Eine sieben. Ich hatte Glück, weil ich während meiner Ausbildung als IT-System Elektroniker einen Ausbilder hatte, der an mich geglaubt hat. Er hat immer gesagt, dass ich auf einem schmalen Grat zwischen Genie und Wahnsinn wandle. Aber er hat es verstanden, mir die Dinge, auf die es wirklich ankommt, beizubringen - und zwar nicht nur auf einer fachlichen, sondern auch der persönlichen Ebene.

Durch ihn habe ich einen gewissen Ehrgeiz entwickelt und gelernt an Dingen dranzubleiben, meine Aufgaben zuverlässig zu erledigen und, wenn nötig, in Konflikte zu gehen, aber eben ruhig zu bleiben. Grüße gehen raus an Volker Laufer!

Was hat dich am Beruf des System Administrators gereizt, wie bist du dazu gekommen?

Mein Vater war Grundschullehrer und hat sich schon sehr früh für Computer interessiert. Schon in den 1980ern hat er mit Atari und Commodore eine eigene Lernsoftware geschrieben, auch für meine selbständige Mutter, die Musik unterrichtet hat, hat er ein Notenlernprogramm in Omikron Basic geschrieben. Dabei habe ich meinem Papa immer über die Schulter geschaut - und als ich meinen ersten PC mit Windows hatte, habe ich angefangen Dinge auszuprobieren und mir dadurch viel selbst beigebracht. Da lag es später nahe, einen Beruf mit Computern zu ergreifen.

Dass ich jetzt bei einem E-Learning Anbieter angestellt bin, freut meine Eltern sehr, weil ich sozusagen an ihre Berufe anknüpfe. Ich sehe das genauso und kann mich mit den Werten und dem Produkt der imc sehr gut identifizieren. Back to the roots!

Was unterscheidet imc denn am meisten von deinen vorherigen Arbeitgebern?

Zum einen die Unternehmensgröße, aber vor allem die Art der Kommunikation. Wenn ich hier etwas Neues einführe, hat das spätestens nach zwei Wochen auch der letzte in Australien mitbekommen. Bei meinem vorherigen Arbeitgeber, obwohl es dort nur Standorte in Deutschland gab, hat das ewig gedauert. Hier reden die Leute miteinander, tauschen sich aus und lesen auch meine Updates, die ich zum Beispiel im Blog zur Verfügung stelle.

 

Aber der größte Unterschied ist tatsächlich das Mindset. Bei imc steht man Veränderungen eher positiv als negativ gegenüber, hier muss ich niemandem erklären, dass sich IT nun mal ändert und man nicht mehr so arbeiten kann, wie noch vor 15 Jahren. Vielleicht liegt das auch an der viel größeren Diversität und am Altersdurchschnitt, der glaube ich etwa bei 38 Jahren liegt. Die Leute sind aber auch untereinander entspannt, es gibt keine steife Business Etikette und man hilft sich gegenseitig. Und wenn jemand privaten Stress hat, ist das auch ok, man kann darüber reden und bekommt Unterstützung.

 

Ein Beispiel, das ich für den Umgang und auch die Fehlerkultur hier sehr bezeichnend finde: Ich habe neulich etwas nicht zu Ende durchdacht und wie immer, wenn der Admin selbst Mist baut, betrifft das die ganze Firma. Es war nichts Kritisches, aber ärgerlich. Daraufhin stand ein Kollege völlig aufgelöst in meinem Büro, hat sich tierisch aufgeregt und es wurde kurz laut. Aber abends haben wir nochmal gesprochen, ein Bier getrunken, geredet und alles war ok.

Wo gearbeitet wird, passieren Fehler und das akzeptiert man hier. Die Sache trägt mir auch niemand nach, weil die Leute wissen, dass es keine böse Absicht war und ich direkt dazu gestanden und mich entschuldigt habe. Und man weiß, dass ich sonst einen guten Job mache und immer helfen will.

Aufregung Job Slot

Du bist jetzt seit ziemlich genau einem Jahr bei uns – wie fällt dein Resümee aus?

Obwohl ich erst ein Jahr dabei bin, fühlt es sich an wie zehn, aber das meine ich absolut positiv! Ich habe das Gefühl schon ewig hier zu sein, weil ich schon so viele Leute kenne, an so vielen Projekten und Systemen gearbeitet habe und einfach das Gefühl habe, gebraucht zu werden. Klar ist immer noch viel zu tun und die Prozesse sind noch nicht da, wo ich sie gerne hätte, aber es wird.

Meine Arbeit wird wertgeschätzt, die Leute bedanken sich bei mir und es gibt eine, wie ich finde, sehr gesunde Streit- und Fehlerkultur. Man diskutiert hier mit Argumenten und es gibt nicht diese pauschale Ablehnung neuen Ideen gegenüber, sondern man lebt den Change auch hin zu neuen Technologien. Denn Change hat nicht nur etwas mit der Art und Weise zu tun, wie man arbeitet, sondern auch wie dein Arbeitsplatz ausgestattet ist, und welche Systeme dahinterstecken.

Was wäre dein Wunsch für die Zukunft?

Ich finde wir könnten uns noch besser verkaufen. Ich wusste zum Beispiel, als ich mich beworben habe, fast nichts über imc. Aber der gesamte Bewerbungsprozess hat mich absolut überzeugt und dabei blieb es ja nicht. Auch die Welcome Days, die die Personalabteilung organisiert, fand ich klasse und generell die Art wie ich aufgenommen wurde. Diese Erfahrungen würde ich gerne noch weitertragen und mehr Leute für uns – und auch mein Team – begeistern.

 

 

Das kriegen wir doch bestimmt hin. Vielen Dank für die spannenden Einblicke und weiterhin viel Spaß bei deiner Arbeit!

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Kontakt

Ich bin seit März 2019 Teil des Kommunikations-Teams der imc.

Kommunikation, kreative Inhalte zu erstellen und Social Media sind meine Passion.

 

"Man kann nicht nicht kommunizieren" - Paul Watzlawik.

Ich mag es, komplexe Zusammenhänge verständlich zu erklären und die Themen des E-Learnings allgemein verständlich zu beschreiben.

 

Privat liebe ich es zu reisen, lese viel und spiele Skat und Poker.

Über Feedback oder Anregungen freue ich mich jederzeit!

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Nadine Kreutz
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Diversity & Inklusion bei imc

Diversity und Inklusion bei imc: wie wir unseren Worten weiter Taten folgen lassen

Vom Cultural Diversity Roundtable bis hin zum Tandem Programm – unsere Sommer Highlights 2022

Diversity und Inklusion sind fester Bestandteil unserer Unternehmenskultur geworden. Natürlich haben wir im Job-Alltag genug zu tun, aber trotzdem nehmen wir uns die Zeit dieses Thema voranzutreiben und immer wieder Aufmerksamkeit für unsere Initiativen zu schaffen.

 

Wir, das ist das Diversity Team der imc. Aktuell bestehend aus 22 Mitarbeitenden. Damit jede*r das richtige Angebot findet, ist das Programm in drei Säulen gegliedert: „EmpowHER“, ein Programm, um Frauen bei der imc zu vernetzen und zu stärken, das „Cultutal Diversity“ Programm und „Diversity of Interests“, die jüngste Initiative.

 

Um unser Diversity Programm auch wirklich allen Mitarbeitenden an allen Standorten zugänglich zu machen, planen wir die meisten Sessions und Aktivitäten hybrid oder online.

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Die drei Säulen der D&I Bewegung bei imc

Runde zwei des EmpowHER Tandem Programms ‚InspireHER‘

Vor gut einem Jahr fiel der Startschuss für dieses Herzensprojekt des EmpowHER Teams. Beim imc InspireHER Tandem Programm trafen sich bereits vergangenes Jahr 20 Frauen der imc acht Wochen lang in 2er Gruppen, um Erfahrungen, Ideen und Tipps auszutauschen, Feedback zu erhalten, zu reflektieren und gemeinsam zu wachsen.

 

Auch in diesem Jahr fand das InspireHER Tandem Programm statt. Wieder trafen sich 20 Frauen regelmäßig zu einem intimen Austausch zu zweit. Was dort besprochen wurde ist vertraulich. So wird ein sicherer Rahmen geschaffen, in dem man sich austauschen kann, egal ob über berufliches oder privates.

InspireHER, das Tandem-Programm für Frauen bei imc

„Die Abschlussveranstaltung in diesem Jahr war nicht nur emotional, sondern auch lustig, weil viele von uns auch witzige Geschichten erzählen konnten,“ erklärt Nadine Kreutz, Communication Manager bei imc. „So haben wir alle gemerkt, dass die Teilnehmerinnen sich auch auf freundschaftlicher Ebene gefunden haben, wodurch diese intimen und fröhlichen Momente entstanden sind.“ Nadine und ihre Tandempartnerin hatten sich immer Freitag nachmittags getroffen: „Für uns war das immer ein super schöner Wochenabschluss, bei dem wir viel über uns und auch unsere neuentdeckten Gemeinsamkeiten lachen konnten.“

Wie lernen wir kulturelle Vielfalt im Unternehmen kennen und verstehen?

Diese Frage stellte sich zu Beginn des Jahres das Cultural Diversity Team. Im Vordergrund soll dieses Jahr vor allem unser Umgang miteinander im Arbeitsalltag stehen. Aber was hält uns davon ab unbefangen mit unseren Kolleg*innen aus anderen Kulturkreisen zu kommunizieren? In den Diskussionsrunden und den vorangegangenen Sessions zu diesen Themen wurde eine Sache immer wieder angesprochen: Vorurteile.

Kulturelle Vielfalt - gegen Vorurteile

Die Cultural Diversity Crew hat sich daher überlegt, wie wir innerhalb der imc mit einigen Vorurteilen aufräumen können und hat an den einzelnen Standorten Sessions geplant, die sich genau damit beschäftigen werden. So steht im Oktober noch ein interaktiver Termin zum Thema „Typisch Deutsch“ an.

 

Den Anfang machte Australien mit ‚Get to know more about... Australia!‘. Samantha Mathews, Business Development Manager bei imc in Melbourne, führte mit sehr viel Charme und einer guten Portion Selbstironie durch die Session.

 

Schnell war uns allen klar, dass wir mit der australischen Lockerheit in der Geschäftswelt gerade als Deutsche oft überfordert sind. Die Tatsache, dass in Australien ein Meeting oft mit einem informellen Plausch beginnt, hat die Zuhörenden überrascht. "Wir halten es für normal und sogar für höflich, die Leute nach ihren Wochenendplänen zu fragen", erklärt Samantha. "Es ist nicht ungewöhnlich, dass ich weiß, was meine Kunden in ihrer Freizeit machen oder ob sie verheiratet sind und Kinder haben."

Schreibtisch Familienfoto

Da mussten die meisten deutschen Kolleg*innen schon schmunzeln. Denn bei uns beginnt ein Meeting meistens pünktlich mit der Agenda und dann geht’s direkt ans Eingemachte. Oder? Mal sehen, ob sich dieses „Vorurteil“ in der Session über den deutschen Standort bestätigt.

Weihnachten im Schuhkarton

Die jüngste Initiative wurde in diesem Jahr erst vorgestellt. Mit „Diversity of Interests“ wollen wir die unterschiedlichen Eigenschaften, Kenntnisse, Interessen und Talente unserer imc Kolleg*innen in den Vordergrund stellen. Darunter sollen auch Herzensangelegenheiten fallen, wie zum Beispiel ehrenamtliche Arbeit, soziales Engagement, Vereinsmitgliedschaften oder außergewöhnliche Hobbys.

 

So wird in diesem Jahr Julia Heib, internal Communications- und Eventmanagerin bei der imc, ein Herzensprojekt in die imc tragen, welches sie privat schon seit Jahren unterstützt. „Mit ‚Weihnachten im Schuhkarton‘ hat jeder die Möglichkeit einem bedürftigen Kind an Weihnachten etwas zu schenken,“ erklärt Julia. „Für mich ist diese Aktion seit Jahren Teil unserer Weihnachtstradition daheim. Ich beziehe meine eigenen Kinder mit ein und wir packen gemeinsam die Geschenkboxen. Ich möchte das Projekt nun der gesamten imc vorstellen und viele Mitmachende gewinnen. Unsere Diversity of Interests Initiative ist hierfür der perfekte Rahmen.“

Kind bekommt Geschenk

In den nächsten Jahren soll durch die Initiative die Basis geschaffen werden, um sich auszutauschen und Mitmachende, Gleichgesinnte oder Unterstützer für Projekte, die über den Joballtag hinaus gehen, zu finden. Daraus sollen wiederum Initiativen oder Talentpools entstehen, die auch im Arbeitsalltag oder bei konkreten Projekten der imc weiterhelfen. Eine win-win Situation für alle also.

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Diversity und Inklusion auch über Diversity Week und Pride Month hinaus

Der internationale “Diversity and Inclusion Day” fiel dieses Jahr auf Samstag, den 21. Mai 2022. Da wir wussten, dass es samstags schwierig sein würde unsere Kolleg*innen zu erreichen, haben wir einfach die gesamte Woche bis dahin unter das Zeichen von Diversity und Inklusion bei imc gestellt.

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Diversität in E-Learning Inhalten

Diversität im E-Learning wird immer wichtiger. Daher haben wir die wichtigsten Empfehlungen für Unternehmen, die Diversität in ihre Learning Experiences bringen wollen, in diesem Artikel zusammengefasst.

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Ich bin seit 2021 Teil des imc Newsroom Teams. Als Journalistin schlägt mein Herz für Content und Storytelling.

 

Ich finde es spannend zu beobachten, wie sich E-Learning und Digitalisierung auf die Arbeitswelt auswirken. Mein Ziel ist es keinen Trend zu verpassen und Inhalte zu kreieren, über die man spricht.

 

Privat liebe ich es zu reisen und Tapas zu essen.

 

Themen: E-Learning Trends, Corporate Social Responsibility, Press and Influencer Relations

Nina Wamsbach
Communications Manager
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Trotz ‚Schalk im Nacken‘ von der eigenen Garagenfirma zum Geschäftsführer

Trotz ‚Schalk im Nacken‘ von der eigenen Garagenfirma zum Geschäftsführer

Nein, kein Hollywood Drehbuch für eine neue Vince Vaughn Komödie, sondern die Geschichte eines Managing Directors der imc Österreich. Er verrät, was seine wichtigste Aufgabe ist und was work-life Balance heute für ihn bedeutet.

‚Den Schalk im Nacken haben‘. Eine wunderschöne Redewendung, oder? Daran musste ich spontan denken, als ich das erste Mal mit Oliver Nussbaum gesprochen habe. Wenn dieser Ausspruch je auf einen Menschen zugetroffen hat, dann auf ihn. Sie werden noch verstehen wieso.

 

Olli ist Geschäftsführer, oder auch „Managing Director” der imc Österreich. Schon während seines abgebrochenen Studiums in den späten 1990ern und zu einer Zeit, als der Begriff E-Learning noch niemandem geläufig war, hat er eine E-Learning Firma gegründet. Als diese 2008 von der imc AG aufgekauft wurde, blieb er dem Unternehmen erhalten und übernahm 2012 die Geschäftsleitung der imc Österreich, die er sich mittlerweile mit seinem Kollegen Marc Müller aufteilt.

 

Im Interview erzählt er, wie sich sein Verständnis von work-life Balance und beruflichem Erfolg im Laufe der Jahre geändert hat, was er als seine wichtigste Aufgabe ansieht und was ihn richtig auf die Palme bringen kann.

Oliver Nussbaum, imc AG

Oliver Nussbaum

Job | Geschäftsführer imc Österreich

Arbeitet in | Graz, Österreich

Bei imc seit | 2008

Superkraft | Begeisterungsfähigkeit

Lieblingsessen | Piccata Milanese

 

Job Slot job Arbeitsalltag

Hi Olli, danke für deine Zeit! Geschäftsführer oder Managing Director, was kann ich mir darunter in einem Satz vorstellen?

Ein Satz? Ok: Ich weiß von allem etwas, aber nichts in der Tiefe.

Respekt, das war kurz und knapp! Und was bedeutet das konkret?

Meine Aufgabe ist es dafür zu sorgen, dass der Laden läuft. Ich bin im Grunde dafür verantwortlich, dass unsere Mitarbeitenden einen Arbeitsplatz vorfinden, der nicht nur alles bietet, was sie brauchen, sondern dafür sorgt, dass sie zufrieden sind und gerne zur Arbeit kommen.

Ich räume den Mitarbeitenden möglichst alle Steine aus dem Weg, damit sie sich auf ihre Arbeit konzentrieren können. Denn Menschen suchen Jobs, die ihnen vier Kriterien ermöglichen: ein gutes Arbeitsklima, interessante Aufgaben, flexible Arbeitszeiten und angemessene Bezahlung.

Das hat sich in den letzten Jahren gedreht und heute ist den Menschen Geld nicht mehr so wichtig. Natürlich muss die Bezahlung stimmen, aber wenn es kein gutes Arbeitsklima, keine Flexibilität und nur eintönige Aufgaben gibt, bleibt heute kaum noch jemand.

Stichwort Flexibilität, wir haben bei imc ein flexibles Arbeitszeitmodell eingeführt, dass besagt: „100 % flexibel, aber nicht 100 % remote.“ Wie setzt ihr das in Österreich um?

Wir sind insgesamt 27 Personen und die meisten sind mindestens 1-2-mal in der Woche im Büro. Montags halten wir alle nötigen Team-Meetings ab, da sind alle vor Ort. Die restlichen 4 Tage sind flexibel, manche kommen fast täglich ins Büro, andere wirklich nur montags.

 

Nach Corona weiterhin flexibel zu bleiben war für uns keine Frage, zumal die Produktivität, als alle ins Homeoffice mussten, sogar um fast 30 % gestiegen ist. Ich achte darauf, dass möglichst keine Überstunden entstehen, und mein Ziel ist es, die Fluktuation quasi bei null zu halten. Denn eine Person, die seit 5, 10 oder auch 15 Jahren im Unternehmen ist, hat einen so großen Wissensschatz, das ist fast nicht zu ersetzen. Deshalb möchte ich erreichen, dass unsere Mitarbeitenden, egal wie lange sie dabei sind, sagen: Ich arbeite gerne hier!

team working together

Klingt, als ginge es bei euch sehr entspannt zu. Da könnte mancher Traditionalist auf die Idee kommen, ihr arbeitet nichts…

Auf die Idee kann man eigentlich nicht kommen, wenn man den Output sieht. Aber ich schenke meinen Mitarbeitenden sehr viel Vertrauen und stelle den Menschen in den Mittelpunkt.

Bei aller Flexibilität setze ich jedoch voraus, dass die Unternehmensziele gewahrt werden. Dabei erwarte ich absolute Ehrlichkeit, Teamgeist und die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen. Wir verstehen uns als Team und wenn ein Glied in dieser Kette die anderen belastet, ziehe ich eher früher als später die Reißleine.

Wer dem Kollektiv schadet, keine Verantwortung für seine Arbeit übernimmt oder eigene Aufgaben bei anderen ablädt, hat bei uns keine Zukunft. Das kommuniziere ich auch von Anfang an sehr klar, damit alle wissen, woran sie sind.

Was genau meinst du mit dem Begriff Ehrlichkeit?

Ehrlichkeit ist mir wirklich ein Anliegen. Ich selbst bin mir und anderen gegenüber immer absolut ehrlich. Ich vertrete auch gelegentlich Meinungen, die alles andere als populär sind. Das gefällt nicht immer jedem. Ich habe aber kein Problem damit, wenn jemand mir umgekehrt unverblümt die Meinung sagt. Das muss ich als Geschäftsführer auch aushalten, das ist Teil des Jobs und besser jemand lässt seinen Frust an mir aus als an meinem Team.

Wir haben sehr flache Hierarchien, die offene Tür ist bei uns nicht nur ein Modewort, sondern jeder weiß, dass er egal womit immer zu mir kommen kann. Und das tun die Leute auch.

 

Ehrlichkeit, um auf die eigentliche Frage zurückzukommen, beginnt aber schon bei der Einstellung neuer Mitarbeitenden. Ich kommuniziere auch die erwähnten flachen Hierarchien von Anfang an sehr deutlich, um keine falschen Vorstellungen beispielsweise hinsichtlich Beförderungsmöglichkeiten aufkommen zu lassen. Da sind wir auf Grund unserer Struktur nun mal limitiert. Wo es aber nie ein Limit gibt, sind die stetigen neuen und spannenden Kundenprojekte oder auch neue Produkte, wie das Autorentool imc Express, was wir in Österreich entwickelt haben.

 

Auch unseren Kunden gegenüber erwarte ich Offenheit und Ehrlichkeit, aber auch einen Umgang auf Augenhöhe. Ich kann nichts versprechen oder verkaufen, was unsere Kunden nicht brauchen können. So einfach ist das.

Jobslot Beruf

Kommen wir zu ein paar Fragen zu dir und deiner Karriere. Wie sah deine Ausbildung, dein beruflicher Werdegang aus?

Nach der Matura – für Deutsche: dem Abitur – habe ich Betriebswirtschaft studiert und das nach einigen Jahren sehr erfolgreich abgebrochen. Trotzdem habe ich aus dieser Zeit sehr viel mitgenommen. Zum Beispiel war ich für ein Auslandssemester in den USA in Colorado, wo ich mich mit Computerdesign beschäftigt habe. Das war Mitte der 1990er, also zu einer Zeit, als man Computer in Europa noch vergeblich gesucht hat.

 

Dort habe ich viel über Grafikdesign gelernt und mich mit Intermediate und Small Film Produktionen beschäftigt. Das hat mich auf die Idee gebracht, selbst Lernvideos zu erstellen und so habe ich mit meinem damaligen Partner ein E-Learning Unternehmen gegründet. Der Begriff E-Learning war damals im deutschsprachigen Raum allerdings noch nicht etabliert und kein Mensch hat verstanden, was wir da machen wollen. Das war eine total aufregende und lustige Zeit. Wir hatten so eine richtige Garagenfirma mit einem Raum direkt über dem Mitarbeitershop der Siemens Niederlassung. Man konnte also im selben Gebäude Waschmaschinen und Computer based Trainings kaufen.

 

Als diese Firma immer größer wurde, habe ich verschiedene Aufgaben übernommen und war zum Beispiel für den Vertrieb zuständig.  Da hat das Studium irgendwann nicht mehr reingepasst, sodass ich das gelassen und mich voll auf die Firma fokussiert habe. Wir hatten dann irgendwann 25 Mitarbeitende im DACH Raum und haben schließlich 2008 an die imc verkauft. Für mich persönlich war das ein großer Wendepunkt. Ich war nun nicht mehr Unternehmer, sondern Angestellter – obwohl ich heute mehr denn je wie ein Unternehmer denke.

Job Slot imc, Startup

Welche Eigenschaften sollte deiner Meinung nach ein Geschäftsführer mitbringen?

Man braucht vor allem soziale Kompetenz, ein Gespür und Verständnis für andere Personen. Aber auch den Blick fürs Wesentliche. Auf keinen Fall sollte man sich im Mikromanagement verzetteln, sondern Dinge delegieren. Ein guter Geschäftsführer muss ohne Angst in der Lage sein, Menschen einzustellen, die Dinge besser können als er selbst. Das finde ich absolut zentral.

 

Es braucht aber auch Erfahrung in dem Business und dem Umfeld, man braucht einen breiten Horizont und sollte von allem ein bisschen Ahnung haben. Eben genug, um einschätzen zu können, wie wichtig oder dringend Themen sind, wie der Markt und die Kunden ticken.

 

Zusammenfassend sind es drei Dinge, dich ich maßgeblich finde: Das erste ist soziale Kompetenz, was die Fähigkeit beinhaltet, die richtigen Leute einzustellen. Das zweite ist ein gutes Delegationsverhalten und drittens einen guten Gesamtüberblick zu haben und dabei den Fokus nicht zu verlieren.

Was bedeutet beruflicher Erfolg für dich?

Das hat sich im Laufe der Zeit immer wieder geändert. Beruflicher Erfolg hatte und hat in unterschiedlichen Lebensphasen eine andere Bedeutung für mich. Anfangs wollte ich immer mehr: mehr Kunden, mehr Umsatz, mehr Mitarbeitende. Ich wollte die Firma auf der großen Bühne sehen. Dazu hat der Verkauf an die imc perfekt gepasst.

 

Heute bedeutet Erfolg aus meiner Sicht vor allem eins, nämlich zufriedene Mitarbeitende und glückliche Kunden. Ich muss nicht mehr im Mittelpunkt stehen, sondern überlasse die Lorbeeren gerne anderen. Statussymbole oder finanzielle Aspekte sind für mich persönlich etwas in den Hintergrund gerückt. Work-life Balance ist ja so ein Schlagwort und ich bin jetzt etwas mehr auf der Seite ‚life‘. Früher war ich fast ausschließlich bei ‚work‘, aber ich bin entspannter geworden und arbeite am 24.12. schon seit einigen Jahren nicht mehr ;-).

 

Ich glaube Erfolg bedeutet auch, nicht alles persönlich zu nehmen, sondern eine gewisse Abgeklärtheit zu entwickeln, ohne abzustumpfen. Sich Pausen zu nehmen, immer zu versuchen das Positive zu sehen und vieles mit einem Lächeln zu nehmen. Der Dalai Lama hat sinngemäß gesagt: “Ich liebe es, wenn Menschen lachen, denn dabei entstehen neue Ideen.”

Mein Ziel ist es, mein restliches Arbeitsleben so zu verbringen, dass ich zwar in Pension gehen könnte, aber es gar nicht muss, weil mir meine Arbeit einfach Freude macht.

Jobslot Über mich

Von Freud zu Leid: Womit kann man dich so richtig auf die Palme bringen?

Bewusste Inkompetenz ist mir zuwider. Wir haben vorhin schon das Thema Verantwortung angerissen. Was mich wirklich wahnsinnig macht und was ich als inkompetent erachte sind Leute, die absichtlich mit Scheuklappen an Dinge herangehen. Die nicht nach rechts oder links schauen und sagen: „das war nicht mein Auftrag,“ oder auch: „das stand aber so nicht im Fachkonzept“, die sollten ihre Einstellung überdenken.

Wenn du für ein Projekt zuständig bist, dann übernimm auch Verantwortung und sorge dafür, dass es läuft.  Natürlich kann und soll man sich Unterstützung oder Fachexpertise dazu holen, aber die Verantwortung liegt bei einem selbst. Und die kann man nicht abschieben.

 

Was mich sonst noch sehr stört sind grundlose Anschuldigungen. Ich habe wie gesagt kein Problem damit, wenn mir jemand klipp und klar seine Meinung sagt, aber dann muss es auch Hand und Fuß haben. Ich bringe die Leute aber ehrlicherweise auch hin und wieder auf die Palme. Zum Beispiel damit, dass ich zu Besprechungen unpünktlich bin oder zu viel rede. Also weiter im Text.

Hättest du zum Abschluss noch eine lustige Anekdote, die dir aus deiner imc-Zeit einfällt?

Oh, da gibt es einige! Es gab zum Beispiel mal eine Kundin, die wir gebeten hatten, einen Screenshot von einer Fehlermeldung zu schicken, weil wir das Problem nicht nachvollziehen konnten. Die Dame hat dann extrem kompliziert ein Bild eines Screenshots in den Editor gepackt, das wiederum abfotografiert und uns das Foto geschickt. Und auf dem Foto war an der Wand hinter dem PC das Bild eines nackten Mannes zu sehen. Das hat bei uns natürlich für einige Lacher gesorgt.

Die anderen Geschichten, die ich noch auf Lager hätte, erzähle ich aber lieber mal bei einem Bier und off-the records…

 

 

Vielleicht besser so. Herzlichen Dank für dieses spannende, aber auch sehr amüsante Interview, Olli!

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Suwhathi hat schon als Kind an Computern geschraubt und wusste früh, dass sie in die IT möchte. Sie berichtet von ihrem Alltag im Hosting und erzählt, was sie von vermeintlichen Männderdomänen hält.

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Ich bin seit März 2019 Teil des Kommunikations-Teams der imc.

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"Man kann nicht nicht kommunizieren" - Paul Watzlawik.

Ich mag es, komplexe Zusammenhänge verständlich zu erklären und die Themen des E-Learnings allgemein verständlich zu beschreiben.

 

Privat liebe ich es zu reisen, lese viel und spiele Skat und Poker.

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Nadine Kreutz
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In jedem Unternehmen gibt es Menschen, die irgendwie jeder kennt. Die überall sichtbar sind, bei denen man sich aber trotzdem manchmal fragt: Was machen die eigentlich? Und es gibt das genaue Gegenteil. Leute, die lieber im Hintergrund bleiben und hinter den Kulissen aktiv sind, die aber trotzdem jeder kennt und weiß: Ohne diese Person läuft es nicht!

 

Genau so jemand ist Gajarajan Shanmugalingam, kurz Gajan genannt. Gajan arbeitet seit elf Jahren bei imc und ist eine der tragenden Säulen, wenn es um die Integration des Learning Management Systems (LMS) geht. Im Interview erzählt er, was er als Head of Technical Consulting genau tut, welche Fähigkeiten man als technischer Berater mitbringen muss und wieso Teamwork ist das A und O ist.

Gajarajan Shanmugalingam

Gajarajan Shanmugalingam

Job | Head of Technical Consulting

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Hallo Gajan, danke für deine Zeit! Wie würdest du deinen Job, Technical Consultant, also technischer Berater, einem Kind erklären?

Hi Nadine, sehr gerne. Stell dir vor du gehst in einen Spielzeugladen. Da gibt es unzählige Sachen und als Kind – oder auch Erwachsener – bist du erst mal förmlich erschlagen. Mein Job wäre es dann, herauszufinden was du möchtest und was zu dir passt. Ich muss verstehen, was deine Bedürfnisse sind und dir dazu passend ein Spielzeug empfehlen.

Genauso ist es mit unserer Software. Der Kunde hat eine bestimmte Anforderung oder möchte ein konkretes Problem lösen und mein Team und ich schauen, wie wir ihm dabei helfen können.

Klingt logisch. Wenn man den Begriff Consultant oder Berater hört, denkt man vielleicht eher an Business Consultants. Was ist der Unterschied zu einem technischen Berater wie dir? Arbeitet ihr eng zusammen?

Technical Consultants (TCs) und Business Consultants (BCs) arbeiten, zumindest bei imc, sehr eng zusammen. Meistens kommen wir als TCs aber etwas später in die Projekte, denn die BCs beraten die Kunden bei allen fachlichen Themen rund um unser Learning Management System (LMS), die imc Learning Suite. Sie erklären ihnen etwa, welche Prozesse wie abgebildet werden können und was man konfigurieren kann.

 

Wir sind für die tiefergehenden technischen Details zuständig. Von Datenbankservern über Betriebssysteme bis hin zu Themen wie Single-Sign On beraten, installieren und unterstützen wir. Außerdem unterstützen wir beim reibungslosen Rollout des LMS beim Kunden und übernehmen kundenspezifische Anpassungen im Projekt und im Produktivbetrieb. Teilweise kommt es auch vor, dass wir schon früher in Projekten zu Rate gezogen werden, beispielsweise um eine Machbarkeitsanalyse durchzuführen.

Technical Consultant bei der arbeit am Laptop

Das heißt auch ihr seid immer im Kontakt mit den Kunden?

Richtig. Das kann schon vor Beginn des eigentlichen Projektes losgehen, von der Installation bis nach dem Go-Live des Systems unterstützen wir weiter. Wir sind entweder mit der IT des Kunden im Austausch oder auch mit den direkten Projektverantwortlichen. Intern sind wir in ständigem Kontakt mit den BCs, Support, unserem Hosting, aber auch dem Sales, wenn es etwa um Rückfragen zum Angebot geht.

Wie groß ist euer Team und von wo arbeitet ihr?

Im gesamten Technical Service sind wir 16 Leute, aufgeteilt in zwei Teams, von denen ich eines leite und mein Kollege Patrick Penkala das zweite. Andreas Schweitzer ist Director des Technical Service und betreut Kollegen in Australien und UK. Wir sitzen aber nicht alle in Saarbrücken, manche sind auch dauerhaft im Homeoffice in ganz Deutschland verteilt. Wir stellen übrigens auch gerade in unseren Standorten oder im Homeoffice ein.

Das heißt Homeoffice ist bei euch kein Problem?

Nein, absolut nicht. Wir sind da ja auch grundsätzlich bei imc extrem flexibel. In nahezu allen Abteilungen ist es möglich, größtenteils im Homeoffice zu arbeiten oder ins Büro zu kommen. Trotzdem möchten wir nicht 100 % remote arbeiten und treffen uns regelmäßig mit dem gesamten Team im Büro, gehen dann auch gemeinsam Essen und halten beispielsweise Workshops ab oder längere Meetings. Ich persönlich komme mindestens einmal die Woche ins Büro, einfach um den persönlichen Kontakt zu meinem Team, aber auch den anderen Kollegen zu halten.

 

Man muss ehrlich sagen, dass Corona uns als Unternehmen hier eigentlich gutgetan hat. Dieses Umdenken hin zu mehr Flexibilität wäre, glaube ich, sonst nicht so schnell gekommen. Aber man hat gemerkt, dass die Leute im Homeoffice nicht weniger produktiv sind, sondern eher sogar mehr arbeiten. Daher gibt es keine Notwendigkeit alle zurück ins Büro zu zwingen oder einheitliche, feste Bürotage zu etablieren, das kann jedes Team für sich entscheiden, wie es bei ihnen am besten funktioniert.

Jobslot Beruf

Welche Voraussetzungen oder Ausbildung braucht ein Technical Consultant?

Auch wenn die meisten von uns noch ein klassisches Informatikstudium absolviert haben, ist das absolut kein Muss. Leute, die eine Ausbildung in der IT absolviert haben oder Quereinsteiger, die das nötige technische Verständnis oder Berufserfahrung mitbringen sind genauso willkommen.

Denn was zählt ist eine ganzheitliche, analytische Denkweise: Du musst in der Lage sein, dass große Ganze zu sehen und kreativ nach Lösungen für Probleme zu suchen. Unsere Core Programmiersprache ist Java. Wir setzen auch JS Frameworks für Frontend ein und setzen auf unterschiedliche relationale Datenbanken.

Welche Fähigkeiten sollte man noch mitbringen?

An erster Stelle steht die Kundenorientierung. Man muss sich in die Lage des Kunden versetzen können, dessen Problem verstehen und nach Lösungen suchen. Ich finde es sehr wichtig, dass man immer bereit ist, Dinge auszuprobieren und den Willen hat, ständig etwas Neues zu lernen, zu testen, einfach neugierig bleibt.

Dabei ist man ja auch nicht alleine, wir als Team sind eine echte Einheit und haben zum Beispiel während der Lockdowns sehr stark aufeinander aufgepasst. Da wurde sich auch mal gegenseitig gerüffelt, wenn jemand noch sehr spät abends gearbeitet hat. Wir verstehen uns als Einheit und sind füreinander verantwortlich. Nur wenn wir gemeinsam funktionieren, erreichen wir für den Kunden das beste Ergebnis, und das ist unser Ziel.

 

Aber nochmal zurück zu deiner Frage, etwas sehr Wichtiges was man nicht unterschätzen sollte sind Kommunikations-Skills. Das erwartet man vielleicht bei uns „Techis“ weniger, aber wir arbeiten eng mit verschiedenen Stakeholdern zusammen, sowohl intern als auch extern. Wenn du da nicht klar kommunizierst, geht es schief.

Genau diese Vielseitigkeit gefällt mir persönlich sehr gut. Wer darauf Lust hat, ist bei uns jederzeit willkommen, wir sind immer auf der Suche nach neuen, motivierten Kollegen!

Teamwork bei Technical Consultants

Wie sieht bei euch ein typischer Arbeitstag aus?

Ich schaue mir erst mal an, welche Mails es so gibt, sortiere Tickets, schaue wie der Kalender aussieht, welche Kundenanfragen und Termine anstehen. Ich kümmere mich zusätzlich noch um mein Team und sorge dafür, dass alle auf dem gleichen Stand sind.

Was ich während Corona übrigens auch gelernt habe ist, dass ich eine gewisse Trennung zwischen Arbeit und Privatleben brauche. Ich mache dann auch nach der Arbeit wirklich den Laptop aus, gehe spazieren oder treffe mich mit Freunden, denn ich brauche einen Abschluss.

Was magst du an deinem Job am meisten, worauf freust du dich jeden Tag?

Am meisten freue ich mich auf mein Team, wir haben wie schon gesagt ein wirklich gutes Verhältnis zueinander. Es gibt keine Konkurrenz oder dass man ungeliebte Aufgaben auf andere abwälzt.

Die Möglichkeit jeden Tag etwas Neues zu lernen, schätze ich auch sehr. Es wird nie langweilig, weil jeder Kunde anders ist. Außerdem bekommen wir meistens direktes Kundenfeedback und das freut einen dann natürlich, wenn der Kunde zufrieden ist.

Jobslot Über mich

Du bist ja schon eine Weile bei der imc. Gibt es eine besonders lustige oder kuriose Geschichte, die dir im Gedächtnis geblieben ist?

Da kommt mir direkt eine Story in den Sinn, die noch in meine Anfangszeit fällt. Ich war damals mit Andreas Pohl, der heute Director Research and Development ist, bei einem großen Kunden. Wir sollten eine System-Migration durchführen und mussten das, damit der Betrieb nicht gestört wird, am Wochenende machen. So weit, so gut, alles ging glatt und Montagmorgens sollte das System live gehen.

 

Es war dann Sonntagabend und wir waren bereits auf dem Rückweg, als bei einem letzten Test, den der Kunde gemacht hat, ein bis dato unbekanntes Problem aufgetreten ist. Irgendeine spezielle Anzeige, die nicht richtig funktioniert hatte, war es glaube ich. Dann standen wir vor der Entscheidung: Was nun? Go-Live verschieben oder trotzdem machen? Also hat Andreas, der gefahren ist, mir ein paar Dinge gesagt und ich habe im Auto, während der Fahrt, das Problem in der Software behoben. Es hat funktioniert, der Go-Live konnte wie geplant stattfinden und der Kunde war happy. Aber dieses Auto-Office ist mir im Gedächtnis geblieben und bringt mich immer noch zum Schmunzeln.

imc Job Slot Auto-Office

Was wolltest du als Kind werden?

Ich hatte keinen konkreten Berufswunsch, aber mir war immer klar, dass es etwas mit Technik zu tun haben wird. Ich habe schon sehr früh angefangen selbst zu programmieren und habe sozusagen mein Hobby zum Beruf gemacht.

Du kommst ursprünglich aus Sri Lanka. Seit wann lebst du in Deutschland?

Meine Familie ist hergekommen als ich zwölf war, weil mein Vater hier Arbeit gefunden hatte. Das war anfangs schon sehr hart, weil ich kein Wort Deutsch gesprochen habe und Tamil, meine Muttersprache, natürlich auch niemand konnte. Aber so habe ich recht schnell Deutsch gelernt und meine Eltern waren dann auch sehr stolz, als ich mit dem Studium begonnen habe.

Letzte Frage: In welches Office der imc möchtest du mal unbedingt noch reisen?

Melbourne natürlich!

 

 

Absolut verständlich, dann vielen Dank für deine Zeit und weiterhin alles Gute, Gajan!

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Traumjob Hosting Ingenieurin

Suwhathi hat schon als Kind an Computern geschraubt und wusste früh, dass sie in die IT möchte. Sie berichtet von ihrem Alltag im Hosting und erzählt, was sie von vermeintlichen Männderdomänen hält.

featured image job slot Eric Andre

Was Vier gewinnt und Software-Architektur gemeinsam haben

Ein Software Architekt erklärt, was seine Arbeit mit Hausbau oder Vier gewinnt zu tun hat und wie man eigentlich Software-Architekt wird.

IMC KARRIERE

Möchtest du mehr über imc als Arbeitgeber erfahren? Dann schaut doch in unserem Karrierebereich vorbei, vielleicht ist ja die passende Stelle für dich dabei. Auch über Initiativbewerbungen freuen wir uns immer!

imc Job Slot: Unique people. Random questions.

Zufällige Fragen, regelmäßig neue Gesichter und Berufe – das ist der Job-Slot der imc.

Jobslot Logo

Kontakt

Ich bin seit März 2019 Teil des Kommunikations-Teams der imc.

Kommunikation, kreative Inhalte zu erstellen und Social Media sind meine Passion.

 

"Man kann nicht nicht kommunizieren" - Paul Watzlawik.

Ich mag es, komplexe Zusammenhänge verständlich zu erklären und die Themen des E-Learnings allgemein verständlich zu beschreiben.

 

Privat liebe ich es zu reisen, lese viel und spiele Skat und Poker.

Über Feedback oder Anregungen freue ich mich jederzeit!

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Nadine Kreutz
Communications Manager
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Job Slot
Im Interview mit einem Software-Architekten

Was Vier gewinnt und Software-Architektur gemeinsam haben

Ich habe schon einige Interviews geführt, in denen mir Kolleg*innen bei der imc AG erklärt haben, was sie in ihrem Job eigentlich genau machen. Dabei habe ich mich in die Lage von Software-Entwicklerinnen versetzt, hinter die Kulissen des Produktmanagements geblickt oder meinen Kollegen aus dem Marketing interviewt.

 

Doch kein Thema und keinen Job fand ich so komplex wie diesen. Eric Andre ist als Software-Architekt für das Learning Management System (LMS) der imc zuständig. Er hat mir erklärt, was Vier gewinnt und sein Job gemeinsam haben, wie die Ausbildung zum Software-Architekten aussieht und was der Unterschied zwischen Spaß und Freude für ihn mit seiner Arbeit zu tun haben.

Eric Andre, Software-Architekt, imc AG

Eric Andre

Job | Software-Architekt

Arbeitet in | Saarbrücken

Bei imc seit | 2021

Superkraft | Transferfähigkeit

Lieblingsessen | Pizza

Job Slot job Arbeitsalltag

Hallo Eric und schön, dass du dir die Zeit genommen hast! Deine Jobbezeichnung sagt den meisten Leuten vermutlich wenig. Wie erklärst du deinen Großeltern was du tust?

Hi Nadine, sehr gerne. Meinen Großeltern sage ich einfach: Ich bekomme von meinem Chef ganz viele bunte Legosteine und setze die zu etwas zusammen, was aussieht wie ein Haus.

Das klingt erst mal recht einfach. Was bedeutet das genau?

Um zu verstehen was ein Software-Architekt macht, muss man zum einen verstehen, welche Funktion die Architektur einer Software hat. Die Architektur ist die fundamentale Organisation eines ganzen Systems, das Grundgerüst. Sie gibt vor, welche einzelnen Komponenten es innerhalb des Systems gibt und in welchem Verhältnis bzw. welcher Abhängigkeit diese zueinander stehen.

 

Man kann das gut mit dem Hausbau vergleichen. Wenn du ein Haus planst, musst du gewisse Dinge vorgeben. Du kannst zwar Raum lassen für Erweiterungen, aber wenn du zum Beispiel irgendwann planst ein weiteres Stockwerk zu bauen, musst du das schon bei der Planung des Fundamentes bedenken.

So ähnlich ist es bei der Software, sie darf nicht statisch sein, sondern muss in sich offen sein, um flexible Erweiterungen zu erlauben. Trotzdem müssen gewisse Grenzen und Eigenschaften im System gewahrt werden. Du kannst Software-Architektur auch mit Vier gewinnt vergleichen:

 

Die Architektur ist wie der blaue Rahmen außen. Sie gibt eine Struktur vor und innerhalb dessen können die einzelnen Bausteine flexibel angeordnet und verändert werden. Aber das funktioniert nur, wenn der Rahmen auch so geplant ist, dass er das aushält.

Job Slot Andre, vier gewinnt

Anders gesagt heißt das, du musst etwas planen, was es noch gar nicht gibt?

Zum einen das, zum anderen muss ich sehr früh darüber entscheiden was später mal wichtig sein könnte. Das ist immer ein bisschen wie ein Blick in die Glaskugel. Aber mit Software-Architektur ist es wie bei besagtem Haus: Wenn alles funktioniert, merkst du nichts weiter. Wenn es gut geplant ist, gibt es erst mal keine Probleme.

 

Aber du musst dich immer darum kümmern. Das kostet Zeit und Geld und man „sieht“ erst mal nichts davon. Tust du das aber nicht und baust einfach immer weiter, kann es irgendwann richtig teuer werden. Es gibt ein Zitat von Brian Foote, das es auf den Punkt bringt: If you think good architecture is expensive, try bad architecture!

Klingt nach ziemlich viel Denkarbeit. Wie kann ich mir deinen Arbeitstag vorstellen?

Meistens steh ich sehr früh auf, so zwischen sechs und sieben auf und gehe erst mal eine Stunde joggen. Danach trinke ich Kaffee, und zwar am liebsten im Garten. Dabei fange ich an mir Gedanken über den Tag zu machen. Ich habe eine not-to-do Liste und schreibe mir jeden Tag auf, was ich erreichen will und wie ich dahinkomme. Dabei habe ich unsere Roadmap immer im Blick.

 

Morgens haben wir dann meistens unser Team-Meeting, wobei ich oft hin- und herlaufe. Ich arbeite sowieso im Stehen und bewege mich während der Arbeit ständig, gerade weil ich viele Sachen durchdenken muss. Bewegung hilft mir dabei.

 

Am späten Nachmittag gehe ich dann häufig wieder eine Stunde spazieren oder arbeite im Garten und gehe danach nochmal an den (Steh-) Schreibtisch zurück. Feierabend ist dann, wenn ich alles erledigt habe, was ich mir für den Tag vorgenommen habe. Diese Flexibilität und der Wechsel zwischen Spannung und Entspannung sind mir sehr wichtig.

Ein Großteil deiner Arbeit besteht also aus Planung. Woher weißt du, wann ein Plan fertig ist und die Architektur umgesetzt werden kann? Und wie geht es dann weiter?

In eine gute Architektur fließt unheimlich viel Zeit und Aufwand ein und manchmal musst du dir auch eingestehen: Ok, so funktioniert es nicht, wir müssen von vorne anfangen. Erst wenn ich eine Sache regelrecht „zerdacht“ und wieder und wieder von allen Seiten beleuchtet habe, weiß ich, dass ich mir genug Gedanken dazu gemacht habe.

 

Dann geht’s ans Eingemachte und ich beginne Prozesse und Abläufe zu definieren, dokumentiere was benötigt wird und tausche mich mit meinem Team, den Entwicklern und anderen Teams aus. Das klingt jetzt vielleicht einfacher als es ist, aber hier sind sehr viele Leute und Abteilungen involviert. Auch der Vorstand muss ein OK geben, weil die Architektur Einfluss auf das gesamte System hat.

Jobslot Beruf

Wie wird man eigentlich Software-Architekt?

Es gibt keine klassische Ausbildung oder ein spezielles Studium, dass dich zum Software-Architekten macht. Es gibt wie heute üblich Zertifikate und Module, meistens kommt man, so auch bei mir, ursprünglich aus der Software-Entwicklung und dann irgendwann in diese Rolle. Es gibt verschiedene Stationen eines Software-Entwicklers vom Junior hin zu einem Senior. Ab diesem Punkt scheiden sich meist die Wege; man spricht ab hier von Individual Contributor.

 

Möchte man in der technischen Sparte weiterwachsen, kann man es bis zu einem Fellow Engineer bringen. Will man eher ins Management, bildet man Fähigkeiten als Engineering Manager bis hin zum CTO aus. Oder man wählt die Software-Architektur. Das ist wohl von Unternehmen zu Unternehmen und Branche unterschiedlich. Letztendlich ist es eine Reise vom Software-Entwickler hin zu einem Architekten, der lernen muss, auch etwas von seiner Entwickler-Identität abzugeben.

Grundsätzlich haben sich mittlerweile verschiedene Ausprägungen von Software-Architekten entwickelt, die alle einen anderen Fokus haben. Es gibt zum Beispiel Enterprise Architects, welche die IT-Strategie mit der Mission der Organisation abstimmen und überprüfen. Es ist ihre Aufgabe, sowohl die Geschäftseigenschaften als auch die externe Umgebung zu analysieren und alle Geschäftsanforderungen zu definieren.

 

Dann gibt es die Solution Architects, die alle Geschäftsanforderungen bewerten und Lösungen in Form von Produkten oder Dienstleistungen entwickeln. Sie bilden die Schnittstelle zwischen Business Analysten und den IT-Experten.

 

Zuletzt sind da die Domain oder Technical Architects, die meist Teil eines Teams sind und die sich in der Regel auf eine Technologie spezialisieren. Sie können auch als technische Projektmanager fungieren. Diese IT-Architekten arbeiten zusammen, um die Flexibilität, Skalierbarkeit und Sicherheit des Gesamtsystems, hinsichtlich der Geschäftsanforderungen sicherzustellen.

Job Slot verschiedene Wege

Und was ist dein Spezialgebiet?

Ich sehe mich als Solution Architect, der zu weil noch Teile eines Domain Architects übernimmt. Diese Grenze ist wohl fließend, was der Organisationstruktur zu Grunde liegt. Mein Spezialgebiet ist die Plattform-Architektur, ich verteile Systeme und deren Interoperabilität. Meine Leidenschaft innerhalb einer verteilten und reaktiven service-orientierten Architektur ist die Orchestrierung und Choreographie.

Welche Fähigkeiten sind für deinen Job besonders wichtig?

Adaptions- und Transferfähigkeit, sowie analytische Fähigkeiten. Ich muss mich in Themen und Probleme schnell einarbeiten können und das Wissen transferieren. Ich bin zum Beispiel bei weitem nicht der beste Entwickler, aber ich kenne mich gut genug aus, um Probleme verstehen zu können und mich schnell in die verschiedenen Thematiken einzuarbeiten. Kommunikationsfähigkeit ist übrigens auch sehr wichtig, da ich mit verschiedensten Stakeholdern zu tun habe.

Was unterscheidet die imc deiner Meinung nach von anderen Arbeitgebern?

Vorher habe ich bei einem US-Konzern gearbeitet, das war doch in manchen Dingen sehr anders. Die Entscheidungswege sind kürzer, es wird eher etwas ausprobiert. In Deutschland redet und plant man meistens länger, bevor man etwas umsetzt.

 

Bei der imc gefällt mir das Gesamtpaket sehr gut. Man ist hier sehr offen und ehrlich. Das ging schon beim Vorstellungsgespräch los, übers Onboarding, aber ich mag auch die Kommunikation untereinander oder die internen Events und die Formate zum Wissenstransfer. Auch unser Design gefällt mir sehr, das ist alles in sich stimmig. Mir gefällt die Liebe zum Detail und dass man sieht, dass man sich Mühe gibt.

Es ist nicht alles todernst und seriös, sondern hat etwas verspieltes, ohne kindisch zu wirken. Ein bisschen wie in einem Start-Up, aber strukturierter.

 

In meiner Rolle habe ich zudem ganz unterschiedliche Einflüsse und Informationen, mit denen ich arbeiten kann, wobei mich die imc wirklich sehr gut unterstützt.

Jobslot Über mich

Kommen wir noch zu ein paar zufälligen, persönlichen Fragen. Würdest du dich heute nochmal für deinen Beruf entscheiden?

Ja, jederzeit. Ich mag die Herausforderungen und ich glaube, solange man etwas mit Freude macht, ist man auch glücklich. Im Englischen gibt es die Unterscheidung in Joy and Happiness. Wenn du etwas mit Freude, also joy machst, bist du automatisch glücklich (happy).

Vervollständige bitte: Digitalisierung bedeutet für mich…

Das was als analoger Prozess schon schlecht war, wird als digitaler Prozess nicht besser.

Was glaubst du, schätzen deine Kollegen besonders an dir?

Meine Hilfsbereitschaft, Offenheit aber auch meine direkte Art. Hoffe ich zumindest!

Hast du ein berufliches oder persönliches Vorbild?

Beruflich mehrere, menschlich fällt mir direkt der Schauspieler Kenau Reeves ein. Er ist trotz seines Erfolges auf dem Boden geblieben, fährt mit der Bahn und steht für andere auf. Das finde ich sehr bemerkenswert. Bei all diesen schnellen Veränderungen heutzutage, zeigt dies, dass es noch immerwährende Prinzipien und Werte gibt, die wir alle teilen oder (wieder) sollten.

 

 

Das ist doch ein perfekter Abschluss. Vielen Dank Eric und weiterhin viel Freude bei der Arbeit!

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thumbnail Suwhathi

Traumjob Hosting Ingenieurin

Suwhathi hat schon als Kind an Computern geschraubt und wusste früh, dass sie in die IT möchte. Sie berichtet von ihrem Alltag im Hosting und erzählt, was sie von vermeintlichen Männderdomänen hält.

Conductor

Dirigenten der Software

Die Dirigenten der Software und Helden hinter den Kulissen: Das sind Produktmanager eigentlich. So wie Lia Ghita aus Sibiu, die als Produktmanagerin für das Hauptprodukt der imc, die imc Learning Suite mitverantwortlich ist.

IMC KARRIERE

Möchtest du mehr über imc als Arbeitgeber erfahren? Dann schaut doch in unserem Karrierebereich vorbei, vielleicht ist ja die passende Stelle für dich dabei. Auch über Initiativbewerbungen freuen wir uns immer!

imc Job Slot: Unique people. Random questions.

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Kontakt

Ich bin seit März 2019 Teil des Kommunikations-Teams der imc.

Kommunikation, kreative Inhalte zu erstellen und Social Media sind meine Passion.

 

"Man kann nicht nicht kommunizieren" - Paul Watzlawik.

Ich mag es, komplexe Zusammenhänge verständlich zu erklären und die Themen des E-Learnings allgemein verständlich zu beschreiben.

 

Privat liebe ich es zu reisen, lese viel und spiele Skat und Poker.

Über Feedback oder Anregungen freue ich mich jederzeit!

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Nadine Kreutz
Communications Manager
diversity at imc
Diversity & Inklusion bei imc

Diversity & Inklusion auch über Diversity Week und Pride Month hinaus

Diversity ist gekommen um zu bleiben – imc baut D&I Programm weiter aus

Der internationale “Diversity and Inclusion Day” fiel dieses Jahr auf Samstag, den 21. Mai 2022. Da wir wussten, dass es samstags schwierig sein würde unsere Kolleg*innen zu erreichen, haben wir einfach die gesamte Woche bis dahin unter das Zeichen von D&I bei imc gestellt.

 

Hierzu hatte unsere Diversity Crew im Vorfeld viele coole Sessions und Initiativen geplant, um unser Programm nochmal allen Mitarbeitenden an allen Standorten zugänglich zu machen und für dieses wichtige Thema die Trommel zu rühren.

 

Damit jede*r das richtige Angebot findet, ist das Programm unterteilt in drei Säulen: „EmpowHER“, ein Programm, um Frauen bei der imc zu vernetzen und zu stärken, das „Cultutal Diversity“ Programm und „Diversity of Interests“, die neuste Initiative.

Diversity Säulen

Die drei Säulen der D&I Bewegung bei imc

„Be better, do better and live better together”

Das D&I Team konnte für den Auftakt der Diversity Week einen hochkarätigen externen Speaker gewinnen. Stephen Dorsey ist Autor und veröffentlichte jüngst sein Buch „Black & White – an intimate multicultural perspective on white advantage & the paths to change”. In der ersten Session der Woche lieferte er einen Denkanstoß zu den Themen Rassismus und Vorurteile.

 

2:30 Uhr nachts (kanadischer Zeit) wählte Stephen sich gut gelaunt und wach zu unserem globalen Videomeeting ein und gab einen sehr persönlichen Einblick in seine Kindheit und sein Leben. Durch seine warme, offene Art wurde es viel mehr als ein Denkanstoß. Er bewegte viele Mitarbeiter*innen tief und so war der Auftakt zu unserer Diversity Week ein voller Erfolg.

imc diversity & inculsion week

Kenneth Littlepage and Julia Heib moderieren die Session

Show us what you love

Die jüngste Initiative wurde ebenfalls während der Diversity Week vorgestellt. Mit „Diversity of Interests“ wollen wir die unterschiedlichen Eigenschaften, Kenntnisse, Interessen und Talente unserer imc Kolleg*innen in den Vordergrund stellen. Darunter sollen auch Herzensangelegenheiten fallen, wie zum Beispiel ehrenamtliche Arbeit, soziales Engagement, Vereinsmitgliedschaften oder außergewöhnliche Hobbys.

 

Hierzu konnten wir sechs Speaker*innen aus den eigenen Reihen gewinnen, die in kleinen 5-minütigen Nuggets ihre Herzensthemen vorstellen. Den Anfang machte Kenneth Littlepage aus dem Projektmanagement. Er berichtete von seinem Engagement als Live-Stream Football Kommentator für die Saarland Hurricanes. Unsere Kollegin Selasie Smith, Business Consultant, berichtete über ihre bisherigen Erfahrungen mit ehrenamtlichen Tätigkeiten in UK und von ihrem eigenen Projekt „The Gentlemen‘s Network“. Nicolae Purcar, Direktor der imc in Rumänien ließ uns teilhaben an seiner Leidenschaft für Trail Running und Elke Zastrau, Head of HR bei der imc berichtete von ihrer Mitgliedschaft bei „International Inner Wheel“. Außerdem berichtete Tyson Priddle, Direktor für Content in Australien, von seinem Hockey Verein „Altona HC“ und Oksana Buhay, Business Consultant und selbst Ukrainerin, erzählte wie sie in Stuttgart die Ukraine Hilfe unterstützt.

 

Durch diese Initiative soll eine Basis geschaffen werden, auf der man sich austauschen kann und sogar Mitmacher, Gleichgesinnte oder Unterstützer für Projekte, die über den Joballtag hinaus gehen, finden kann. In Zukunft sollen daraus wiederum Initiativen oder Talentpools entstehen, die auch im Arbeitsalltag oder bei konkreten Projekten der imc weiterhelfen. Eine win-win Situation für alle also.

Woman does train kids in Hockey

imc around the world – Essen verbindet

Endlich wieder persönliche Treffen mit Kolleg*innen möglich… Das hat sich das Orga-team auch gedacht und es geschafft, für den Abschluss der Diversity Week After Work Buffets in fast allen Standorten weltweit zu initiieren. Besonderes Highlight: jede*r konnte etwas zum Buffet beisteuern und Gerichte aus seiner Heimat oder aus dem letzten Urlaub mitbringen, zu denen es eine Geschichte oder eine besondere Emotion gab, aber seht selbst:

Da geht noch mehr!

In diesem Jahr wird auch das Herzensprojekt des EmpowHER Teams, das InspireHER Tandem Programm, wieder stattfinden. Bei InspireHER kommen 20 Frauen der imc acht Wochen lang in Zweier-Gruppen zusammen, um Erfahrungen, Ideen und Tipps auszutauschen, Feedback zu erhalten, zu reflektieren und gemeinsam zu wachsen. Der Schwerpunkt soll auch in diesem Jahr auf persönlichem Wachstum und Networking liegen, so dass jedes Tandem frei in der Wahl seiner Themen ist. Das Closing und somit die emotionale Feedback-Session wird im Juli stattfinden.

InspireHER, das Tandem-Programm für Frauen bei imc

Alles in allem ist wieder viel Musik drin bei der Diversity & Inklusion Crew der imc. Das freut auch Vorstand Sven R. Becker:

„Das Feedback der imc Familie zu unserem Diversity & Inklusion Programm war und ist nach wie vor sehr positiv. Für mich persönlich ist es großartig zu sehen, was aus einer Graswurzelbewegung geworden ist. Dies ist eine Initiative, die allein aus unserer Mitarbeiterschaft gewachsen ist, weshalb ich auch davon überzeugt bin, dass sie das Ziel erreichen wird, Diversität und Inklusion in die Unternehmens-DNA einfließen zu lassen und es zum Teil unserer Firmenkultur zu machen.“

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Young woman blowing confetti for Diversity Day

Warum „Diversity & Inklusion“ mehr ist als ein nice-to-have Faktor

Unternehmen haben bereits früh erkannt, dass ein gelebtes D&I Management für sie auch von Nutzen sein kann. Erwiesenermaßen steigern nämlich diverse Teams die Produktivität und den Business Outcome. Darüber hinaus will man sich auch die besten Talente sichern und das geht nur, wenn Firmen aus einem diversen Umfeld akquirieren können. Bei der imc versteht man Diversität außerdem als Treiber für Innovation.

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Diversität in E-Learning Inhalten

Diversität im E-Learning wird immer wichtiger. Daher haben wir die wichtigsten Empfehlungen für Unternehmen, die Diversität in ihre Learning Experiences bringen wollen, in diesem Artikel zusammengefasst.

KONTAKT

Kontakt

Ich bin seit 2021 Teil des imc Newsroom Teams. Als Journalistin schlägt mein Herz für Content und Storytelling.

 

Ich finde es spannend zu beobachten, wie sich E-Learning und Digitalisierung auf die Arbeitswelt auswirken. Mein Ziel ist es keinen Trend zu verpassen und Inhalte zu kreieren, über die man spricht.

 

Privat liebe ich es zu reisen und Tapas zu essen.

 

Themen: E-Learning Trends, Corporate Social Responsibility, Press and Influencer Relations

Nina Wamsbach
Communications Manager
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Job Slot
Im Interview mit einer internationalen HR-Managerin

Von London nach Saarbrücken oder: Wie Bridget Jones ihren deutschen James Bond traf

– Einblicke in den Job einer internationalen HR-Managerin, die von London nach Deutschland gezogen ist –

Viele Menschen, die in kleineren Städten leben, träumen davon, in einer Metropole wie London zu leben, und ziehen irgendwann dorthin. Claire Raistrick hat es genau andersherum gemacht: Sie ist in der Nähe von London aufgewachsen und hat in der „City“ in einer Personalabteilung (en: Human Resources, kurz HR) gearbeitet. Aber vor sechs Jahren traf sie ihren persönlichen deutschen „James Bond“ und entschied sich, in ein deutsches Städtchen im Saarland zu ziehen.

 

Und wie es der Zufall wollte, suchte imc genau zur selben Zeit in Saarbrücken für die internationale HR-Abteilung jemanden mit Englisch als Muttersprache. Noch ein Volltreffer!

Im Job-Slot-Interview verrät Claire einiges über ihren beruflichen Werdegang, was sie in einem deutschen Supermarkt geschockt hat – und räumt mit einigen Vorteilen über HR auf.

Claire Raistrick

Claire Raistrick

Job | Internationale HR-Managerin

Arbeitet in | Saarbrücken

Bei imc seit | 2020

Superkraft | Zuhören

Lieblingsessen | Roastbeef, Yorkshire Pudding und Bratkartoffeln

Hallo Claire, danke für deine Zeit! Erzähl uns doch erst mal, was du genau in der HR-Abteilung machst.

HR ist ein weites Feld und kein Tag ist wie der andere. Dabei geht es nicht nur den ganzen Tag darum, Leute einzustellen und zu entlassen oder Mitarbeitergespräche zu führen. Personalarbeit hat auch einen strategischen Aspekt und umfasst mehr Aufgaben, als vielen Menschen bewusst ist.

Ich würde sagen, man kann HR grob in folgende Bereiche unterteilen: Recruiting und Bewerberauswahl (oder Talentgewinnung, wie es heute heißt), Leistungsmanagement, Schulung und Entwicklung, Bezahlung und Benefits, HR-Informationssysteme und Arbeitsrecht.

 

Ein Großteil meiner Arbeit besteht darin, die Beziehung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu stärken. Meine Position erfordert Kompetenzen als HR-Generalistin, das heißt, ich muss zu einem gewissen Grad mit allen Disziplinen des Personalwesens vertraut sein und dabei immer die strategischen Ziele von imc im Blick behalten.

 

Ich bin in spannende Projekte eingebunden, wie zum Beispiel in unsere Diversity- and Inclusion Initiative, das Onboarding, also das strukturierte Einarbeiten neuer Kollegen und Kolleginnen, und es gäbe noch so vieles mehr, was mich interessieren würde. Bei imc arbeiten tolle Menschen und zu meinen Aufgaben gehört es, zusammen mit dem Management ein Arbeitsklima zu schaffen, das niemand verlassen möchte.

Welchen beruflichen Hintergrund und welche Ausbildung hast du?

Angefangen habe ich als Sekretärin in der Zentrale einer Londoner Privatbank, deren Kunden für Investitionen sehr große Summen mitbringen mussten. In unsere noblen Büros in Mayfair kamen Kunden aus Saudi-Arabien, aber auch Lotteriegewinner und bekannte Schauspieler. Das war eine aufregende Zeit. Aber nach ein paar Jahren war ich das tägliche Pendeln mit Zug und U-Bahn leid. Also habe ich einen Job näher an zuhause angenommen, auch diesmal in der Finanzbranche.

 

Eines Tages erzählte mir die HR-Leiterin am Fotokopierer, dass sie eine freie Stelle als HR-Assistentin hätte, und ich sagte: „Da bin ich!“ Eine Woche später konnte ich anfangen. Nach ein paar Monaten fragte sie mich, ob ich gerne studieren würde – da ließ ich mich nicht zweimal bitten. Also begann ich, neben meiner Arbeit als HR-Assistentin, Personal-Management zu studieren, und arbeite seitdem im HR-Bereich. Das war ein Glücksfall, der meine HR-Karriere bestimmt hat.

In welchen Bereichen warst du tätig, bevor du zu imc kamst?

Abgesehen von den Jahren als Sekretärin habe ich immer im Personalbereich gearbeitet. Vor imc hatte ich allerdings noch nie eine Stelle in der IT-Branche. Das bedeutet eine gewisse Umstellung für mich, denn im Finanzwesen müssen sehr detaillierte und strikte Verfahren befolgt werden, besonders wenn es um Compliance und Risikomanagement geht. Und obwohl wir bei imc auch strenge Compliance-Vorschriften usw. haben, ist das kein Vergleich zur Finanzwelt. Allgemein geht es hier entspannter und flexibler zu.

Frau mit rotem Blazer im Geschäftsmeeting

Welche Fähigkeiten sind in deinem Job besonders wichtig?

Vertraulichkeit steht über allem – gut kommunizieren können, objektiv, unparteiisch, gut organisiert und eine gute Zuhörerin sein… Wir haben nicht ohne Grund zwei Ohren und nur einen Mund!

Was magst du an deiner Arbeit besonders?

Ganz besonders mag ich die Bewerbungsgespräche. Da ich international tätig bin, genieße ich das Privileg, mit Menschen aus allen Ecken der Welt zu sprechen, das ist extrem interessant. Dabei ist es superwichtig, dass mein Gegenüber möglichst entspannt ist, um sich optimal präsentieren zu können. Coaching mache ich auch sehr gerne. Aber das ist nicht alles, worum es sich im Personalwesen dreht, und in meinem Fall ist das nur ein kleiner Teil dessen, was ich tue.

 

Mir gefällt auch der strategische Teil, zum Beispiel Rahmenbedingungen einzurichten und die Personalplanung des Unternehmens im Blick zu behalten. Vor allem aber LIEBE ich mein Team! Ich fühle mich privilegiert, mit derart klugen und freundlichen Menschen zusammenzuarbeiten.

Jobslot Über mich

OK, kommen wir zu ein paar persönlicheren Fragen. Du bist von London in die deutsche Kleinstadt Köllerbach gezogen, warum?

Die älteste Geschichte der Welt: Ich war im Skiurlaub in Österreich und da war dieser Mann aus Deutschland... Ich würde jetzt gerne erzählen, dass sich unsere Blicke auf der Piste getroffen haben und wir uns in die Arme gefallen sind. Aber so war es natürlich nicht, sondern wir haben uns in einer Bar beim Après Ski kennengelernt. Er hat kaum Englisch gesprochen und ich kein Wort Deutsch. Ich fuhr nebenbei bemerkt Ski wie Bridget Jones, und er mehr wie James Bond. Aber irgendwie hat es gepasst.

Apres Ski

Hast du große Unterschiede oder sogar einen Kulturschock zwischen England und Deutschland erlebt?

Mein stressigstes Erlebnis, als ich nach Deutschland kam (abgesehen vom Fahren auf der anderen Straßenseite in einem englischen Auto), hatte ich in einem deutschen Supermarkt. Ich hatte ja keine Ahnung, wie wichtig es in Deutschland ist, an der Kasse blitzschnell zu sein. Man muss seine Sachen in Höchstgeschwindigkeit einpacken, bezahlen und dann praktisch losrennen!

Als ich zum ersten Mal in einen Supermarkt ging, war mir das nicht klar. Ich dachte, die Kassiererin wäre besonders unfreundlich, und fühlte mich unter Druck gesetzt. Aber wie es immer ist: kennt man einmal die Regeln, spielt man problemlos mit.

 

Ich empfinde Deutschland als sehr sauber und fühle mich hier sehr sicher. Die Deutschen sind wunderbar. Das Leben findet in Deutschland deutlich mehr im Freien statt als in Großbritannien. Und jetzt, wo ich – imc-Benefits sei Dank – ein E-Bike habe, gibt es für mich kein Halten mehr!

 

Im Geschäftsumfeld konnte ich kaum glauben, dass Deutsche bestimmte Personen mit Nachnamen ansprechen. Ich habe seit meiner Schulzeit niemanden mehr mit Mr. oder Mrs. angesprochen, also das ist hier wirklich anders. Aber im Allgemeinen sind die Unterschiede geringer als man vielleicht denkt.

 

Übrigens kann ich einige der Klischees, die ich gehört habe, überhaupt nicht bestätigen. Es wird zum Beispiel behauptet, dass die Deutschen sehr schroffe E-Mails schreiben oder keinen Small-Talk führen – beides Quatsch. Es stimmt zwar, dass die Leute etwas direkter oder, wie ich zu sagen pflege, „logischer“ sind und schneller auf den Punkt kommen, aber das gefällt mir. Ich fühle mich hier sehr wohl und kann es kaum erwarten, meine erste imc-Weihnachtsfeier in Saarbrücken zu erleben!

Du hast schon für einige Unternehmen gearbeitet, was ist für dich bei imc besonders oder anders im Vergleich?

Für mich machen die Menschen den Unterschied. Die Arbeit bei imc ist wirklich anspruchsvoll, aber sie macht Spaß – und ich glaube, dass sich die Leute hier wirklich umeinander kümmern. Obwohl alle hart arbeiten, ist die Atmosphäre entspannt und es herrscht ein freundlicher Umgangston. In Banken sind die Leute eher spießig, in Anzug und Krawatte, zumindest als ich dort gearbeitet habe.

 

Hier liebe ich es, in meiner Jeans oder so zur Arbeit zu kommen. Ich habe kein einziges schwarzes Kostüm mehr im Kleiderschrank (nur rote Blazer), und das ist ziemlich befreiend. Ich genieße die Flexibilität bei imc und das hybride Arbeitsmodell, das wir hier haben. Oh, und ich liebe es, dass immer Sekt im Kühlschrank ist, auch wenn ich mir nie sicher bin, wer ihn mitgebracht hat …. Oder ob ich ihn überhaupt trinken darf!

breaker Job Slot random questions

Kommen wir zu ein paar zufälligen Fragen. Erinnerst du dich an eine besonders kuriose oder lustige Situation in deinem Job?

Ich könnte wahrscheinlich ein Buch darüber schreiben, was ich in den letzten 20 Jahren so erlebt habe. Man glaubt es nicht, was in Banken (und wahrscheinlich überall) abgeht. Ich hatte immer Bammel von Weihnachtsfeiern, weil ich sicher sein konnte, wenige Tage danach eine Beschwerde auf dem Schreibtisch zu haben. Mir fällt jetzt keine bestimmte Situation ein; jedenfalls keine, die ich hier zum Besten geben könnte.

 

Zu Weihnachten gab es bei imc eine amüsante Situation. Meine Kollegin Desi und ich waren am 23. Dezember im Büro und machten gerade Feierabend, als drei "gesetzte Herren" an der Bürotür auftauchten und uns sehr wohlklingend "We wish you a Merry Christmas" vorsangen. Ich kannte Raffael und Roman, aber als sie weg waren, fragte ich Desi: "Wer war denn der Typ in der grünen Jacke?" Sie war echt geschockt und sagte: "Claire, du weißt nicht, wer Andreas Pohl ist?"

Dazu muss man wissen, dass Andreas eine der Schlüsselfiguren bei imc ist und schon ewig hier arbeitet. Natürlich weiß ich das jetzt auch! (Sorry, Andreas, falls du das hier liest … Aber du hattest eine Maske auf.)

Was wolltest du als Kind werden?

Wie viele kleine Mädchen: Tierärztin. Aber ich habe schon früh gemerkt, dass ich eher zart besaitet bin, also war die Karriere vom Tisch.

Nutzt du E-Learning auch privat?

Ja, ich nutze Duolingo zum Deutschlernen, das mich täglich daran erinnert, meine Übungen zu machen!

Welches Buch hast du zuletzt gelesen?

„Saving Grace – Bis dein Tod uns scheidet“, ein typisches „Strandurlaubsbuch“. Ich lese aus vielen unterschiedlichen Bereichen. Ich interessiere mich sehr für Bücher über Psychologie und bin ein großer Fan von C. G. Jung.

Würdest du dich heute wieder für deinen Beruf entscheiden?

Ja, hundertprozentig.

 

 

Super, dann vielen herzlichen Dank für dieses schöne und lustige Interview und alles Gute für deine private und berufliche Zukunft!

 

 

 

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thumbnail Suwhathi

Traumjob Hosting Ingenieurin

Suwhathi hat schon als Kind an Computern geschraubt und wusste früh, dass sie in die IT möchte. Sie berichtet von ihrem Alltag im Hosting und erzählt, was sie von vermeintlichen Männderdomänen hält.

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Dirigenten der Software

Die Dirigenten der Software und Helden hinter den Kulissen: Das sind Produktmanager eigentlich. So wie Lia Ghita aus Sibiu, die als Produktmanagerin für das Hauptprodukt der imc, die imc Learning Suite mitverantwortlich ist.

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Möchtest du mehr über imc als Arbeitgeber erfahren? Dann schaut doch in unserem Karrierebereich vorbei, vielleicht ist ja die passende Stelle für dich dabei. Auch über Initiativbewerbungen freuen wir uns immer!

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Zufällige Fragen, regelmäßig neue Gesichter und Berufe – das ist der Job-Slot der imc.

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Kontakt

Ich bin seit März 2019 Teil des Kommunikations-Teams der imc.

Kommunikation, kreative Inhalte zu erstellen und Social Media sind meine Passion.

 

"Man kann nicht nicht kommunizieren" - Paul Watzlawik.

Ich mag es, komplexe Zusammenhänge verständlich zu erklären und die Themen des E-Learnings allgemein verständlich zu beschreiben.

 

Privat liebe ich es zu reisen, lese viel und spiele Skat und Poker.

Über Feedback oder Anregungen freue ich mich jederzeit!

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Nadine Kreutz
Communications Manager
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2022 wird es wieder bunt, laut und wunderbar

Das Diversity & Inklusion-Programm der imc bietet dieses Jahr noch mehr Highlights

Die imc feiert den International Women’s Day und startet damit ihr Diversity & Inklusion Programm 2022

„Wir werden Diversity verstanden haben, wenn wir nicht mehr darüber reden müssen. Diversität und Inklusion müssen in die Unternehmens-DNA einfließen und gelebt werden wie der Small Talk an der Kaffeemaschine. Und ja, ich glaube, dass wir diesem Ziel einen Schritt nähergekommen sind,“ sagt Sven R. Becker, Vorstand der imc.

 

Um das Ziel in den nächsten drei bis vier Jahren auch zu erreichen, hat die imc eine Diversity und Inklusion (D&I) Crew, die jedes Jahr ein Programm erarbeitet, das sich an alle Mitarbeiter*innen an allen Standorten richtet. Damit jeder das richtige Angebot findet, ist das Programm unterteilt in drei Säulen: „EmpowHER“, ein Women in Leadership Programm, das „Cultutal Diversity“ Programm und „Diversity of Interests“, die neuste Initiative.

Diversity Säulen

Die drei Säulen der D&I Bewegung bei imc

International Women’s Day 2022

Das EmpowHER Team konnte für den International Women’s Day eine hochkarätige externe Speakerin gewinnen. Ilse Henne ist Vorstandsmitglied und Chief Transformation Officer bei thyssenkrupp Materials Services. Mit ihrer Impuls Session zum Thema „Equality today, for a sustainable tomorrow“ begeisterte sie 120 Teilnehmer.

Ilse Henne, Chief Transformation Officer (CTO)
Wenn wir uns gesehen, unterstützt und verbunden fühlen und stolz auf andere Frauen in unserer Gemeinschaft sind, dann können wir glücklicher sein, und glücklicher zu sein ist der beste Weg, um zu lernen und sich zu entwickeln!
Ilse Henne
CTO
thyssenkrupp Materials Services

Am Abend folgte dann ein weiteres Highlight mit der IWD Movie Night Party. In Saarbrücken, dem Standort der imc Firmenzentrale, wurde ein ganzes Kino angemietet, wo der Film „Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen“ gezeigt wurde. Der Film erzählt von den drei afroamerikanischen Mathematikerinnen Katherine Johnson, Dorothy Vaughan und Mary Jackson, die maßgeblich am Mercury- und am Apollo-Programm der NASA beteiligt waren. Bei Popcorn und Nachos klang so der International Women’s Day bei der imc aus.

Gemeinsames Kino-Erlebnis im Bookclub+

Aufgepasst, hier kommt noch mehr!

InspireHer Tandem Programm

Auch das Herzensprojekt des EmpowHER Teams, das InspireHER Tandem Programm wurde an diesem Tag gefeiert. Bei InspireHER finden sich 20 Frauen der imc acht Wochen lang in 2er Gruppen zusammen, um Erfahrungen, Ideen und Tipps auszutauschen, Feedback zu erhalten, zu reflektieren und gemeinsam zu wachsen. „Uns freut es vor allem, dass mit dem Tandemprogramm eine wirklich starke Verbindung zwischen den Teilnehmerinnen entstanden ist,” erklärt Eva Lettenbauer vom Orga-Team des Programms im Interview. Aufgrund dieses Erfolgs und des positiven Feedbacks geht InspireHER dieses Jahr in die zweite Runde. Der Schwerpunkt soll auch in diesem Jahr auf persönlichem Wachstum und Networking liegen, so dass jedes Tandem völlig frei in der Wahl seiner Themen ist.

InspireHER, das Tandem-Programm für Frauen bei imc

Cultural Diversity

Unsere Büros sind in der Welt verteilt, an zwölf internationalen Standorten, um genau zu sein. Dort arbeiten mehr als 350 Menschen aus über 50 Nationen zusammen. Das ist oft eine Herausforderung, aber eben auch eine Chance, andere Kulturen und Sichtweisen kennen zu lernen. „Ich freue mich sehr auf das Programm, das wir dieses Jahr für die Cultural Diversity Gruppe geplant haben,“ sagt Nadine Kreutz, Mitglied der Diversity Crew bei imc. „Wir möchten den einzelnen Standorten Gelegenheit geben, mehr über die Geschichte ihres Landes, aber auch die Kultur und das Arbeitsleben zu erzählen. Die Termine sind an die Nationalfeiertage der ausgewählten Länder angelehnt und werden von Kolleg*innen aus den jeweiligen Ländern präsentiert.“

 

Diversity of Interests

Die jüngste Initiative wird ihren Aufschlag bei der Diversity Week im Mai haben. Mit Diversity of Interests wollen wir die unterschiedlichen Eigenschaften, Kenntnisse, Interessen und Talente unserer imc Kolleg*innen in den Vordergrund stellen. Darunter sollen auch Herzensangelegenheiten fallen, wie zum Beispiel ehrenamtliche Arbeit, soziales Engagement, Vereinsmitgliedschaften oder außergewöhnliche Hobbys.

Ehrenamtliche Mitarbeiter

Diversity of interests beinhaltet auch soziales Engagement

Durch diese Initiative soll eine Basis geschaffen werden, auf der man sich austauschen kann und sogar Mitmacher, Gleichgesinnte oder Unterstützer für Projekte, die über den Joballtag hinaus gehen, zu finden. In Zukunft sollen daraus wiederum Initiativen oder Talentpools entstehen, die auch im Arbeitsalltag oder bei konkreten Projekten der imc weiterhelfen. Eine win-win Situation für alle also.

Alles in allem ist wieder viel Musik drin bei der Diversity & Inklusion Crew der imc. Das freut auch Vorstand Sven R. Becker:

„Das Feedback der imc Familie zu unserem Diversity & Inklusion Programm war und ist nach wie vor sehr positiv. Für mich persönlich ist es großartig zu sehen, was aus einer Graswurzelbewegung geworden ist. Dies ist eine Initiative, die allein aus unserer Mitarbeiterschaft gewachsen ist, weshalb ich auch davon überzeugt bin, dass sie das Ziel erreichen wird, Diversität und Inklusion in die Unternehmens-DNA einfließen zu lassen und es zum Teil unserer Firmenkultur zu machen.“

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Warum „Diversity & Inklusion“ mehr ist als ein nice-to-have Faktor

Unternehmen haben bereits früh erkannt, dass ein gelebtes D&I Management für sie auch von Nutzen sein kann. Erwiesenermaßen steigern nämlich diverse Teams die Produktivität und den Business Outcome. Darüber hinaus will man sich auch die besten Talente sichern und das geht nur, wenn Firmen aus einem diversen Umfeld akquirieren können. Bei der imc versteht man Diversität außerdem als Treiber für Innovation.

Cultural Diversity - Arbeiten in einem interkulturellen Unternehmen

Unsere Büros sind in der Welt verteilt, an zwölf internationalen Standorten, um genau zu sein. Dort arbeiten 49 Nationen zusammen. Zwei unserer Büros wollen wir heute genauer unter die Lupe nehmen und haben uns mit Francisca Lim, Brand Manager bei imc Singapur und Gijs Daemen, Brand Manager bei imc UK auf einen virtuellen Kaffee getroffen.

KONTAKT

Kontakt

Ich bin seit 2021 Teil des imc Newsroom Teams. Als Journalistin schlägt mein Herz für Content und Storytelling.

 

Ich finde es spannend zu beobachten, wie sich E-Learning und Digitalisierung auf die Arbeitswelt auswirken. Mein Ziel ist es keinen Trend zu verpassen und Inhalte zu kreieren, über die man spricht.

 

Privat liebe ich es zu reisen und Tapas zu essen.

 

Themen: E-Learning Trends, Corporate Social Responsibility, Press and Influencer Relations

Nina Wamsbach
Communications Manager
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Traumberuf Hosting Engineer: Mit Zielstrebigkeit und jeder Menge guter Laune ins Berufsleben

Schon als Kind hat sie Computer auseinander gebaut und wollte wissen, wie diese genau funktioniere. Dass Suwhathi Sutheswaran einen technischen Beruf ergreift, war für sie schon immer klar. Im Job Slot Interview erzählt sie wie sie auf Umwegen als Hosting Ingenieurin bei imc gelandet ist und was sie von vermeintlichen Männerdomänen in der IT hält.

Suwhathi Sutheswaran_imc AG

Suwhathi Sutheswaran

Job | Hosting Ingenieurin

Arbeitet in | Saarbrücken

Bei imc seit | 2021

Superkraft | Zielstrebigkeit + Lernbereitschaft

Lieblingsessen | selbst gekochtes indisches Essen von Papa

Hallo Suwhathi und erst Mal herzlich willkommen bei imc, du hast ja erst vor ein paar Monaten bei uns angefangen. Wie war dein Einstieg?

Danke, mein Einstieg war sehr gut. Alle Kollegen sind super nett und ich freue mich sehr so gut aufgenommen worden zu sein. Das ist für mich besonders aufregend, weil es meine erste Stelle nach der Uni ist.

Wie bist du auf die imc aufmerksam geworden?

Ich habe mich nach meinem Studium der Kommunikationsinformatik zu verschiedenen Jobs und Einstiegsmöglichkeiten beraten lassen. Ich war nicht sicher, was genau zu mir passen könnte, weil ich recht breit aufgestellt bin und mich vieles interessiert. Ich hatte zwar auch schon Praktika und verschiedene Nebenjobs absolviert, war aber immer noch nicht ganz sicher was am besten zu mir passen könnte.

Der Berater hat mir dann den Bereich Business Consulting vorgeschlagen und ursprünglich habe ich mich auch dafür bei der imc beworben. Das Vorstellungsgespräch war auch sehr positiv und ich hätte mir die Arbeit sehr gut vorstellen können.

 

Aber es kam dann doch anders, das war recht lustig. Denn die Personalabteilung hatte neben der Stelle im Consulting auch noch etwas im Hosting offen und da ich einiges an technischem Know-How mitbringe, haben sie gefragt, ob ich mir auch die Stelle vorstellen könnte. Das fand ich total spannend und hatte kurz darauf dann mit dem Leiter des Hostings, meinem jetzigen Chef Matthias Fay, ein weiteres Vorstellungsgespräch, was auch wieder total angenehm war.

Tja, und so hatte ich die Qual der Wahl und konnte mir aussuchen, ob ich ins Consulting oder ins Hosting wollte. Ich habe mich dann aber doch für das Hosting-Team entschieden und bin dort sehr glücklich.

Richtung wählen

Was genau machst du als Hosting Engineer?

Das Wort Hosting bezeichnet ja grundsätzlich die Bereitstellung von Webservices im Internet. In unserem Fall geht es um die Learning Management Systeme unserer Kunden, die größtenteils in der AWS oder Azure Cloud gehostet werden.

Wir als Hosting Ingenieure sind dann dafür zuständig, diese Systeme zu installieren und zu überwachen, Änderungen anzupassen oder Software-Updates auszuliefern. Zudem führen wir Wartungen durch und sorgen dafür, dass alle Systeme auf dem neusten Stand sind.

 

Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Datenbankverwaltung und Backups. Denn, wie am eigenen Rechner auch, ist es immer besser ein Backup zu haben, falls etwas abstürzt. Woran wir momentan sehr stark arbeiten, ist die Vereinfachung bestimmter Prozesse. Denn vieles geschieht immer noch manuell, soll aber in Zukunft automatisiert im Hintergrund laufen.

Was magst du an deiner Arbeit besonders?

Einerseits die Vielseitigkeit des Jobs, aber auch die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit. Wir arbeiten zum Beispiel eng mit dem Support und dem Business Consulting zusammen. Dadurch gewinnt man nochmal ganz andere Einblicke, was ich sehr spannend finde.

 

Was ich im Übrigen auch sehr schätze ist, wie viel Zeit sich meine Kollegen für mich nehmen. Denn dadurch, dass ich Berufseinsteiergin bin, muss ich das meiste von der Pike auf lernen. Aber alle unterstützen mich und geben mir die Chance, wirklich in die Projekte und Aufgaben reinzuwachsen.

Dass man so aufgebaut und gefördert wird, finde ich nicht selbstverständlich. Aber ich habe Lust auf die Arbeit und will lernen und ich denke, das spüren und honorieren die Kollegen auch.

teamwork

Welche Fähigkeiten sind in deinem Job besonders wichtig?

Technisches Interesse und Verständnis sind natürlich zentral. Aber man sollte auch sehr lösungsorientiert, verantwortungsvoll und sorgfältig in seiner Arbeit sein und fokussiert an etwas dranbleiben. Denn wir agieren mit sensiblen Kundensystemen und Daten und damit muss man sehr sorgsam umgehen.

 

Lernbereitschaft finde ich auch einen wichtigen Punkt, denn die Technik ändert sich ständig. Man muss sich dessen bewusst sein, dass man nie „ausgelernt“ hat, sondern immer dranbleiben muss. Natürlich sind auch bei uns, wie fast überall, Teamfähigkeit und gute Kommunikations-Skills enorm wichtig.

Auf einer Skala von 1-10, was würdest du sagen wie gut dich deine Ausbildung auf deine aktuelle Stelle vorbereitet hat?

Naja, auch wenn ich Kommunikationsinformatik studiert habe, hat das allein nicht unbedingt gereicht. Ich habe privat noch einige Kurse gemacht, um besser vorbereitet zu sein und auch meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen. In der Kombination würde ich sagen eine Fünf.

Jobslot Über mich

Kommen wir noch zu ein paar zufälligen Fragen auch abseits der Arbeit. Worauf freust du dich jeden Tag besonders?

Mein Verlobter wohnt in Paris und wir telefonieren meistens nach der Arbeit. Das gibt mir immer viel Energie, wenn ich nach der Arbeit müde bin und ist auch gut, um abends abzuschalten.

Eiffelturm Paris

Ergänze bitte: Digitalisierung bedeutet für mich…

Vor allem Flexibilität. Durch unser hybrides und flexibles Arbeitsmodell kann ich es mir aussuchen, ob ich von zuhause arbeite oder ins Büro komme. Das ist schon sehr angenehm.

Was wolltest du als Kind werden und warum?

Ich wollte auf jeden Fall immer irgendwas mit Technik machen. Als Kind habe ich dauernd an alten Monitoren und Computern geschraubt und wollte unbedingt wissen, wie das Innenleben aussieht und wie alles funktioniert. Daher lag ein Studium in dem Bereich auf der Hand.

Was ist dein Lieblingsfilm?

Ich sehe gerne alle möglichen Filme, es darf gerne Action, Romantik oder Comedy sein.

Hast du ein berufliches oder persönliches Vorbild?

Während des Studiums habe ich die Animee-Serie „One Piece“ geschaut, die mich sehr angesprochen hat. Es geht darin um einen Jungen namens Luffy, der auf der Suche nach einem Schatz, der angeblich unmöglich zu finden ist, die ganze Welt bereist. Aber er gibt niemals auf. Das hat mich inspiriert und darin habe ich mich ein Stück wiedererkannt, denn ich bin auch sehr zielstrebig, ehrgeizig und gebe nie auf. Ohne diese Eigenschaften wäre ich denke nicht da, wo ich heute bin.

 

Ansonsten inspirieren mich generell Frauen in der IT-Branche. Man behauptet oft, dass Frauen hier immer noch die Ausnahme seien oder sogar, dass IT und Frauen verschiedene Welten wären, aber das stimmt nicht. Ich denke, dass hier noch ein weiter Weg vor uns liegt, aber dass einige inspirierende Frauen schon viel geschafft haben.

Zum Abschluss: In welches Land möchtest du unbedingt reisen?

Ich möchte unbedingt in die USA, nach Australien, Singapur und Südeuropa.

 

 

Vielen Dank, Suwhathi und weiterhin alles Gute auf deinem Weg!

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Das Lernen der Zukunft entwickeln

Wie lernen wir eigentlich? Was hilft uns dabei besser zu werden, welche Tools und Strategien gibt es um Lernen effizienter zu gestalten? Wie macht Lernen Spaß und kann es individueller gestaltet werden? Diese Fragen treiben Michael Schlothauer seit nunmehr 11 Jahren bei imc um.

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Dirigenten der Software

Die Dirigenten der Software und Helden hinter den Kulissen: Das sind Produktmanager eigentlich. So wie Lia Ghita aus Sibiu, die als Produktmanagerin für das Hauptprodukt der imc, die imc Learning Suite mitverantwortlich ist.

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Möchtest du mehr über imc als Arbeitgeber erfahren? Dann schaut doch in unserem Karrierebereich vorbei, vielleicht ist ja die passende Stelle für dich dabei. Auch über Initiativbewerbungen freuen wir uns immer!

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Zufällige Fragen, regelmäßig neue Gesichter und Berufe – das ist der Job-Slot der imc.

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Ich bin seit März 2019 Teil des Kommunikations-Teams der imc.

Kommunikation, kreative Inhalte zu erstellen und Social Media sind meine Passion.

 

"Man kann nicht nicht kommunizieren" - Paul Watzlawik.

Ich mag es, komplexe Zusammenhänge verständlich zu erklären und die Themen des E-Learnings allgemein verständlich zu beschreiben.

 

Privat liebe ich es zu reisen, lese viel und spiele Skat und Poker.

Über Feedback oder Anregungen freue ich mich jederzeit!

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Nadine Kreutz
Communications Manager
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imc hinter den Kulissen

New Work bei imc: Die neue Arbeitskultur von morgen gestalten

Wie die Entwicklung einer gemeinsamen Arbeitswelt mit bestmöglichen Ergebnissen für Mitarbeiter, Organisation und Kunden aussieht

Der Trendbegriff New Work ist aktuell in aller Munde. Von flexiblen Arbeitszeiten über neue Bürokonzepte oder sogar der 4-Tage Woche ist die Rede. Bei all diesen Modellen steht eines im Fokus: Unternehmen stellen Mitarbeitende in den Mittelpunkt und wollen ein Arbeitsumfeld schaffen, in dem Kreativität, Selbstbestimmung und Flexibilität gelebt werden.

 

Auch bei imc wird dieser Wandel aktiv vorangetrieben. Wir haben deshalb mit einer New-Work Pionierin gesprochen, die den Prozess mit steuert. Im move! Interview verrät Kerstin Steffen, was unter der Performance statt Präsenzkultur zu verstehen ist, warum die imc keine Homeoffice Company werden will und welche Rolle die Führungskräfte dabei spielen.

Kerstin Steffen

Kerstin Steffen

Director Brand Strategy und New Work Pionierin bei imc

imc move wand

Hallo Kerstin, schön, dass du dir die Zeit genommen hast. Die imc hat die Notwendigkeit einer neuen Arbeitskultur erkannt und die New Work Initiative gestartet. Wann wurde die Transformations-Phase, wie ihr sie nennt, gestartet und warum wurde der Schritt gegangen?

Kerstin Steffen: Bedingt durch die Corona-Situation waren wir knapp zwei Jahre ans Home-Office gefesselt. Da hatten wir bereits viele Möglichkeiten uns zu entwickeln. Die Frage, die vor der eigentlichen Transformation anstand, war dann: „Gibt es den Schritt zurück tatsächlich wieder oder gehen wir ihn weiter vorwärts?“.

Und die Entscheidung ist gefallen, dass wir zum Modell 100% flexibel, aber nicht 100% remote“ übergehen möchten. Die Transformationsphase ist dafür da, um den kompletten Übergang in das neue offizielle, hybride Arbeitsmodell welches 2022 startet, einfacher zu machen. Den Teams soll die Gelegenheit gegeben werden, Dinge auszuprobieren und zu testen und Erfahrungswerte in die neue Arbeitskultur mitzunehmen.

Photo of Kerstin Steffen
Wir setzen auf das Modell „100% flexibel, aber nicht 100% remote".
Kerstin Steffen
Director Brand Strategy

„100% flexibel, aber nicht 100% remote“: Was genau bedeutet das?

Kerstin Steffen: Im Klartext bedeutet es, dass wir für unsere Tätigkeiten grundsätzlich nicht mehr ans Büro gebunden sind, sondern flexibel entscheiden können, ob wir zu Hause arbeiten oder im Büro. Man könnte es auch als „Performance statt Präsenzkultur“ ausdrücken. Wir haben keine festgelegte Präsenzquote, die Anwesenheit sollte aber in Absprache mit Team und Führungskraft geschehen und die Ziele der Organisation sollen trotz aller Flexibilität gewahrt werden.

 

Trotz aller Bekenntnis zur Flexibilität haben wir uns aber auch klar zum Ziel gesetzt keine Homeoffice-Company zu werden. Für uns ist der Bezug und die Bindung zum Unternehmen nach wie vor sehr wichtig. Egal ob es dabei um den persönlichen Austausch an der Kaffeemaschine oder in offiziellen Team-Meetings geht: Wir möchten, dass das Büro weiterhin ein Ort der Begegnung und Kommunikation ist.

Es wurde das Team der "New Work Pioneers" gegründet. Aus welchen Abteilungen besteht das Team und wie arbeitet ihr zusammen?

Kerstin Steffen: Das Kernteam der New-Work Pioneers ist im Headquarter in Saarbrücken angesiedelt, wo auch letztendlich die Entscheidung zur New-Work Initiative getroffen wurde. Wir haben das Team als eine Art Kompetenz-Team gegründet, in dem die interne IT, Personalverantwortliche aber auch Vertreter des Kommunikationsteams dabei sind. Somit sind die Kernkompetenzen vereint, die die Veränderungen im Prozess innerhalb der Säulen People, Technology und Spaces mit begleiten. Natürlich kann das Team jederzeit um weitere Kompetenzen ergänzt werden, sofern sie gebraucht werden.

 

Wir treffen uns regelmäßig mindestens einmal die Woche. Da werden alle Themen, die auf unserer Zielplanung stehen oder aktuell aufgetreten sind, besprochen und priorisiert. Das Kernteam teilt sich auch mal in kleinere Projektteams auf. Beispielsweise finden regelmäßige Feedbackschleifen mit den Standortleitern statt. So stellen wir sicher, dass alle beteiligt sind. Wir sehen aber auch, wo noch Verbesserungsbedarf besteht und zeigen Möglichkeiten auf, wie wir aus dem Headquarter heraus unterstützen können.

Wie würdest du die Ziele der New Work Initiative bei imc in einem Satz zusammenfassen?

Kerstin Steffen: Das übergeordnete Ziel ist es, eine Arbeitswelt gemeinsam zu entwickeln, die kontext- und situationsbasiert bestmögliche Ergebnisse generiert, sowohl für uns als Mitarbeitende, unsere Organisation, als auch unsere Kunden. In anderen Worten: Wir ermöglichen die Flexibilität gerne, aber unter der Prämisse, dass die Ziele und die Performance der Gesamtorganisation gewahrt werden. 

Julia Heib, Kerstin Steffen und Nadine Kreutz

Ist es genau diese Einstellung, die deiner Meinung nach New Work bei imc so besonders macht? Oder worin unterscheidet ihr euch zu anderen Unternehmen, die 100% Homeoffice anbieten?

Kerstin Steffen: Da wir uns als digitale Marke verstehen und für das Thema "Learning" stehen, wollen wir uns natürlich zeitgemäßen Formaten nicht verschließen und auch als Vorreiter gesehen werden. Wenn wir uns mit den großen Marktplayern vergleichen können wir sicherlich (noch) nicht ganz mithalten.

 

Nichtsdestotrotz möchte ich betonen, dass dieser Wandel und die Möglichkeit des flexiblen Arbeitens für uns als imc ein großartiger Schritt war, den Kolleg*innen und auch Bewerber*innen bereits jetzt als absoluten Benefit verstehen. Den Kulturwandel gemeinsam voranzutreiben und mitgestalten zu können, verstehe ich ebenfalls als große Chance. Dazu sind alle herzlich eingeladen. Diese Möglichkeit wird sicherlich nicht in allen Unternehmen angeboten, was bestimmt auch ein USP ist.

 

Für mich persönlich ist es wichtig, dass alle mitgenommen werden. Das bedeutet bei aller Begeisterung aber auch konstruktive Kritik zuzulassen oder etwaige Bedenken anzunehmen. In diesem Veränderungsprozess lernen wir alle gemeinsam und es kann nur gelingen, wenn eine hohe Akzeptanz vorherrscht.

Welche Rolle spielt das Thema virtuelle Führung der Teams, oder auch Remote Leadership, bei diesem Wandel?

Kerstin Steffen: Das Thema Mindset spielt dabei eine große Rolle. Für uns war klar, dass die Führungskräfte eine Schlüsselrolle einnehmen, da insbesondere sie diejenigen sind, die Werte und die Kultur in einem hohen Maß repräsentieren und ins Unternehmen hineintragen.

Wir haben das Führungsmodell angepasst und drei neue Säulen (“Principles”) entwickelt: Lead, Coach und Care. Dahin gehend werden die Führungskräfte nun weiterentwickelt und gezielt geschult, um auf die neuen Gegebenheiten gezielter eingehen zu können.

 

Aus meiner Erfahrung heraus kann ich sagen, dass man klassische Führungselemente mit agilen Methoden kombinieren sollte. Und auch wenn ich ein großer Fan von Digitalisierung bin, bin ich der Meinung, dass man den persönlichen Kontakt nicht durch digitale Tools ersetzen kann. Wir sehen Hybrid-Formate als große Chance an, dennoch muss sich das nach und nach entwickeln. Auch hier finden bereits intensive Gespräche statt und es werden diverse Formate ausgetestet.

 

Die Führungskräfte müssen außerdem lernen, mehr Vertrauen an die Mitarbeiter*innen abzugeben und auch selbst organisierter zu sein. Das steckt auch in dem Thema Flexibilität drin: Sich von starren Prinzipien zu verabschieden und dafür neue Dinge zuzulassen. Dahingehend müssen Führungskräfte ihr Mindset gezielter anpassen.

Kerstin und Gijs

Wo lagen die größten Herausforderungen und wie habt ihr auf diese reagiert?

Kerstin Steffen: Herausforderungen haben wir tagtäglich und diese werden uns mit Sicherheit auch nach der Transformations-Phase noch begegnen. Das ist einfach ein agiler Lernprozess, der nicht nur das Thema Leadership betrifft, sondern auch Dinge wie beispielsweise die Hardware-Ausstattung, eine neue Officeaustattung oder eine neue Sitzplanung.

 

Dass wir auf verschiedenen Kontinenten und Standorten verteilt sind, macht die Sache nicht unbedingt leichter, aber dieser Herausforderung nehmen wir gerne an. Auch wenn wir nicht zu 100% perfekt sind, bemühen wir uns aufrichtig, Schritt für Schritt eine neue Arbeitskultur zu schaffen. Alle sind hochmotiviert und die ersten Erfolge werden auch bereits sichtbar, worauf wir sehr stolz sind.

 

Begleitet werden alle Maßnahmen insbesondere durch die interne Kommunikation und HR. Für uns ist es wichtig, dass Veränderungen transparent sind und Erfolge sicherbar werden. In diesem Veränderungsprozess lernen wir alle gemeinsam und es kann nur gelingen, wenn eine hohe Akzeptanz vorherrscht.

Wie wurde den Mitarbeitern die Transformations-Phase kommuniziert? Gab es etwas, worauf man besonders achten musste, um die Mitarbeiter möglicherweise nicht zu verunsichern?

Kerstin Steffen: Grundsätzlich ist Kommunikation immer wichtig! Als die Entscheidung getroffen wurde, haben wir vorab die Team-Leiter informiert und diese gebeten, mit ihren Teams darüber zu reden und offene Fragen an uns zurückzuspielen.

Danach gab es eine globale Ankündigung über den offiziellen Vorstandskanal in Form eines virtuellen Events. Zusätzlich gab es noch eine Info-Mail mit der Aufzeichnung der offiziellen Ankündigung. Ergänzend dazu haben wir auch im Intranet Kontaktpunkte geschaffen, an denen man sich informieren kann und wo die wichtigsten Fragen geklärt werden. Zusätzlich haben wir neue Formate geschaffen, die informieren aber auch einladen, sich am Dialog zu beteiligen. Darüber hinaus steht die Tür des Transformation Teams immer offen.

 

Ansonsten liegt es auch jedem Team selbst, den Wandel individuell mitzugestalten und für sich zu überlegen, was einem als Team wichtig ist. Wir haben den globalen Rahmen geschaffen, aber wie es in den einzelnen Teams entwickelt wird, liegt in deren Eigenverantwortung.

imc move Kerstin Steffen

Wie nehmen die Mitarbeiter*innen die ersten Veränderungen an? Gibt es schon Feedback, sei es positiv oder negativ?

Kerstin Steffen: Das positive Feedback überwiegt definitiv, weswegen wir motiviert sind, den Wandel voranzutreiben. Natürlich gab es auch Bedenken und Sorgen, aber die gibt es bei jedem Veränderungs-Prozess. Das muss man ernst nehmen und aktiv mit begleiten. Bei aller Euphorie darf man nicht vergessen, dass es immer noch ein großer Wandel in der Organisation, genau wie in der Kultur ist, den man sensibel und verantwortungsvoll unterstützen und moderieren muss. 

Ihr wollt noch einiges ausprobieren und austesten: Worauf dürfen wir uns bei der imc zukünftig freuen, was ist noch geplant?

Kerstin Steffen: Intern haben wir zunächst die Kommunikationskanäle verbessert und neue Kanäle geschaffen, um das Teamgefühl zu stärken. Wir haben unter anderem einen Newsletter ins Leben gerufen, der wichtig ist, um aktiv zu informieren und Erfolgsstorys aufzuzeigen. Kleine Schritte sollen sichtbar gemacht und erste Erfolge greifbarer und erlebbarer gemacht werden.

 

Darüber hinaus wurden neue Formate geschaffen, die die Zusammenarbeit und Kommunikation verbessern sollen. Angefangen von der Schaffung globaler Leitlinien bis hin zu Workshops und kleinen Learning Nuggets werden wir das Angebot an der Stelle nach und nach erweitern.

 

Außerdem setzen wir auf Formate wie Social Learning, informelles Lernen oder auch User Generated Content. Auch unsere Markenbotschafter helfen aktiv dabei, den Wandel mitzugestalten. Vom Barcamp bis hin zu Espresso Webinaren oder "Flow & Focus" Sessions können wir hier bereits auf etablierte und erfolgreiche Maßnahmen setzen. Natürlich werden diese weiterhin ausgebaut und professionalisiert werden.

Wenn wir auf die strategischen Themen blicken, sind sicherlich die Anpassung des Leadership-Programms zu nennen oder auch die weitere Professionalisierung unseres operativen Models.

Vielen Dank für das spannende Interview! Wir sind gespannt auf alles, was uns noch erwartet.

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Ansprechpartnerin

Seit 2021 arbeite ich fest im Marketing & Communication Team der imc. Der Mix aus kreativer Content-Erstellung, Social Media und Online Marketing Aktivitäten, begeistert mich an meinem Beruf am meisten.  

 

Mein Ziel ist es, die Leute mit kreativen und innovativen Inhalten immer wieder aufs Neue zu begeistern und die Marke imc erlebbarer zu machen. 

 

 

Meine Leidenschaft neben dem Beruf? Viel zu reisen und die schönsten Orte der Welt zu entdecken. Über Feedback oder Anregungen freue ich mich jederzeit unter [email protected]!

Doreen Hartmann
Doreen Hartmann
Junior Marketing and Communication Manager