Learner enjoys Cohort-based Learning
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Lernen in der Kohorte

Cohort-based Learning: Gemeinsam lernen schlägt Einzelkämpfer-Modus

Was es mit dem Lernkonzept Cohort-based Learning auf sich hat und wieso sich online, und trotzdem gemeinsam lernen, nicht ausschließen.

Am heimischen Computer zu sitzen und digitale Trainings zu absolvieren bringt viele Vorteile mit sich. Aber man ist sozusagen im Einzelkämpfer-Modus unterwegs. Der Austausch mit anderen, die gegenseitige Motivation, das Anstacheln: all das bleibt auf der Strecke.

 

Aber es geht auch anders. Mit dem Konzept des Cohort-based Learning lassen sich die Vorteile von Gruppendynamiken mit dem selbständigen Lernen am PC verbinden.

Definition: Was ist Cohort-based Learning?

Cohort-based Learning bedeutet so viel wie in einer Gruppe oder auch Kohorte lernen. So sperrig der Begriff erst einmal klingen mag, so simpel ist eigentlich dessen Definition:

DEFINITION

Cohort-Based Learning schafft eine Umgebung, in der aktiv und lernenden-zentriert, kooperativ gelernt und zusammengearbeitet werden kann.

Anders gesagt beschreibt Cohort-based Learning ein Bildungskonzept, das darauf abzielt, Lernende in Gruppen zusammenzubringen, um gemeinsam zu lernen, sich auszutauschen und sich gegenseitig zu unterstützen. Im Gegensatz zum traditionellen Einzelunterricht oder Selbststudium stehen bei der Kohortenbildung Zusammenarbeit und Interaktion zwischen den Teilnehmenden im Vordergrund.

 

Bei der Durchführung von Cohort-based Learning werden typischerweise Gruppen von Lernenden mit ähnlichen Interessen, Zielen oder Hintergründen gebildet. Diese Kohorten durchlaufen einen strukturierten Lehrplan oder Kurs, der sowohl Online- als auch Offline-Elemente umfassen kann. Die Lernenden haben die Möglichkeit, sich regelmäßig zu treffen, sei es persönlich oder über virtuelle Kommunikationsplattformen. Sie werden motiviert ihr Wissen zu vertiefen, Fragen zu diskutieren und an gemeinsamen Projekten zu arbeiten.

learner in a online session with coworkers

Gruppendynamik im positivsten Sinne: Nachweisbar bessere Erfolgsquoten

Ein großer Vorteil von Cohort-based Learning ist, dass es den Lernenden ermöglicht, von den unterschiedlichen Perspektiven, Erfahrungen und Fähigkeiten ihrer Gruppenmitglieder zu profitieren. Durch den regelmäßigen Austausch entsteht ein starkes Gefühl der Gemeinschaft und des Zusammenhalts, das motivierend und unterstützend wirken kann.

Zudem können alle voneinander lernen, sich gegenseitig helfen und sich durch kontinuierliches Feedback weiterentwickeln. Gruppendynamik at it’s best sozusagen.

 

Wer denkt, dass sei nur eine nette Variante, um Abwechslung in den Lernalltag zu bringen irrt: Die positiven Effekte von Cohort-based Learning sind quantitativ messbar und Erfolgs- und Abschlussquoten deutlich höher als bei Einzelkursen.

Cohort-based Learning im Unternehmen: So sieht’s in der Praxis aus

Cohort-based Learning kann grundsätzlich in allen Bildungsbereichen Anwendung finden und ist als solches nicht neu. Ein klassisches Beispiel ist die Schulklasse, die gemeinsam vor Ort lernt.

 

Genauso kann das Konzept auch im Unternehmenskontext eingesetzt werden und muss nicht nur in Präsenz erfolgen. Eingebettet in eine Blended-Learning Strategie kann das Lernen in der Gruppe sowohl online als auch vor Ort stattfinden.

 

Wie das konkret aussehen kann, beschreibt Benjamin Fillisch, Instructional Designer bei imc anhand einiger Kundenbeispielen:

„Wir haben mit Vodafone ein digitales, aber trotzdem effektives und motivierendes Onboarding entwickelt. Die Herausforderung bestand darin, dass drei unterschiedliche Zielgruppen, nämlich interne sowie externe Kundenbetreuer*innen, sowie, Shopmitarbeiter*innen geschult werden mussten. Dazu haben wir eine Blended-Learning Journey entwickelt, die auch Cohort-based Learning enthielt.“

Infografik Cohort-based Learning

Lernen für echte (Jäger)-Meister: Keine Vorbereitung, keine Teilnahme

Auch wenn es um Spirituosen geht, muss gelernt werden. In diesem konkreten Fall, wie die neue E-Commerce Strategie bei Jägermeister umgesetzt werden sollte. Denn diese mussten nicht nur Vertriebsmitarbeiter verinnerlichen, sondern insgesamt vier verschiedene, weltweit agierende Zielgruppen, inklusive C-Level.

Die jeweiligen Gruppen wurden länder- bzw. lernspezifisch in Gruppen zusammengefasst und mussten mittels Miro Board gemeinsam erarbeiten wer alles mitgenommen werden sollte, um die Strategie nachhaltig auszurollen.

 

Nach dem ersten Virtual Classroom bekam jede Gruppe dann echte Hausaufgaben und die klare Ansage, was bis zum nächsten Termin vorzubereiten ist. Bei fehlender Vorbereitung brauchte man sich gar nicht erst dazu zu schalten. Denn eine halbe Stunde wiederholen, was eigentlich jeder schon wissen sollte? Fehlanzeige.

Meister Academy

Den Teilnehmenden wurde klar kommuniziert: Eure und unsere Zeit ist wertvoll und wenn wir zusammenkommen, dann bitte nur vorbereitet! Nur dann werden wir auch zu Ergebnissen kommen, die euch allen nutzen.

 

Was hart klingt, kam richtig gut an. Die Teilnehmende, gerade auf C-Level Positionen, schätzten die klaren Vorgaben und das Wissen, dass die Zeit sinnvoll genutzt werden würde. Hierbei sei betont, dass die Sicherheit, dass es einen sinnvollen Outcome geben würde, für die Akzeptanz von entscheidender Bedeutung war.

So klappt’s mit Kohorten-Lernen

Damit es mit Cohort-based Learning auch wirklich klappt, hier nochmals die wichtigsten Tipps auf einen Blick:

  • Genaue Bedarfs- und Zielgruppenanalyse
  • Gute Balance aus Präsenz- und digitalem Training
  • Klare Kommunikation über Regeln, Erwartungshaltung, Outcome
  • Anreize schaffen mit Gamification
  • Schnelllebige Informationen in Virtual Classrooms abbilden

Bei allem Konzeptionieren und Kreieren gilt aber auch eins: Den Spaß nicht vergessen! Denn egal wie und was wir lernen, was uns unterhält und Freude bereitet verankert sich besser. Egal ob im Einzelkämpfer-Modus oder gemeinsam.

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Ansprechpartner

Ich bin seit 2021 Teil des imc Newsroom Teams. Als Journalistin schlägt mein Herz für Content und Storytelling.

 

Ich finde es spannend zu beobachten, wie sich E-Learning und Digitalisierung auf die Arbeitswelt auswirken. Mein Ziel ist es keinen Trend zu verpassen und Inhalte zu kreieren, über die man spricht.

Privat liebe ich es zu reisen und Tapas zu essen.

 

Themen: E-Learning Trends, Corporate Social Responsibility, Press and Influencer Relations

Nina Wamsbach, Communications Manager, imc AG
Nina Wamsbach
Communications Manager