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News 

LMS is dead, long live LMS

Sind Enterprise Social Networks (ESN) das neue LMS?

21. Juli 2017

In vielen Fachmedien, Blogs und Online-Portalen liest man in der letzten Zeit immer häufiger die Frage nach der Zukunft von Learning Management Systemen (LMS).  Im Rahmen des aktuell stattfindenden MOOCathons hört man beispielsweise Stimmen, inwieweit Enterprise Social Networks (ESN) für das Lernen in Unternehmen eingesetzt werden und als Folge dessen LMS ersetzen können.

 

Welche Rolle spielen ESN im betrieblichen Kontext?

Enterprise Social Networks sorgen vor allem für effiziente und schlanke Kommunikationswege und fördern somit intensivere und offene Kommunikation unter den Mitarbeitern. Parallel zur E-Mail-Kommunikation oder als digitale Alternative zu Meetings können die Mitarbeiter hier unkompliziert Erfahrungen austauschen, neue Ideen vorstellen oder beispielsweise nach Meinungen zu einer Präsentation fragen. Eine über ESN gestellte Frage oder eine wichtige Mitteilung ist für alle Mitarbeiter sichtbar und man bekommt viel schneller gleich mehrere Rückmeldungen. Darüber hinaus bieten ESN die Möglichkeit, auf Fachwissen von Mitarbeitern mit viel Erfahrung in einem Thema zuzugreifen und somit per Aufruf nach Know-How in einem bestimmten Bereich zu suchen. Dieses Zusammenspiel fördert die Lernkultur in Unternehmen und leitet unter Umständen ein komplettes Umdenken in Unternehmen ein.

Drei Hauptvorteile der Nutzung der ESN:
•    Schnelle und breite Kommunikation zwischen Mitarbeitern
•    Möglichkeit, auf das verfügbare Wissen innerhalb des Unternehmens zuzugreifen
•    Möglichkeit der Identifikation der Wissensträger im Unternehmen


ESN bieten somit eine erstklassige Kommunikationsplattform und fördern den vernetzten Austausch der Mitarbeiter.

 

Eignen sich ESN wie LMS als Plattform für ein ganzheitliches Wissensmanagement?

Learning Management Systeme wurden entwickelt, um gezielt Lernprozesse im Unternehmen zu unterstützen, Lerninhalte bereitstellen und Nutzer zu verwalten. Dabei werden auch alle organisationsspezifischen Strukturen, Rollen und Bildungsprozesse im Detail abgebildet. D.h. Lernen findet zum größten Teil systematisch und kontrolliert statt. Für die Weiterbildung im Unternehmen verantwortliche Personen definieren zusammen mit den Mitarbeitern Lernziele und ein LMS hilft ihnen, diese Ziele effizient zu erreichen. So zum Beispiel bildet ein LMS anhand von verfügbaren Daten Mitarbeitergruppen und spielt an sie bestimmte Lerninhalte aus. Der Vorteil: Mitarbeiter bekommen nur für sie relevante Lerninhalte und verlieren keine Zeit mit unnötigen Informationen. Auch an langfristige Bildungsmaßnahmen wurde gedacht – die zusammengehörigen Kurse werden zu Lernprogrammen zusammengefasst und anschaulich visualisiert. Ein LMS merkt sich auch den Lernstatus, so dass die Lerner immer wissen, wo sie sind und wie ihre Lernreise weitergeht.

 

Compliance Learning

Ein Unternehmen ist allerdings nicht nur angehalten, seine Mitarbeiter weiterzubilden, sondern dieses auch nachzuweisen. Im Besonderen gilt das für die Compliance-Regeln. Deren konsequente Einhaltung ist eine der wichtigsten Aufgaben der Unternehmensführung, denn jeder Verstoß dagegen kann nicht nur zu hohen Strafzahlungen, sondern auch zu einem Imageverlust führen.  Ein LMS sorgt für ein transparentes Management der Compliance-Trainings und für die hundertprozentige Nachweisbarkeit.

 

Social Learning 

Was ist aber mit der sozialen Komponente des Lernens, mit dem informellen Lernen und der eigentlichen Kommunikation? Anbieter von modernen Learning Management Systemen wissen um die Bedeutung dieser Komponente und bieten Lernplattformen, die Kommunikation unter den Mitarbeitern sowie auch informelles Lernen gezielt und proaktiv fördern. So bieten zum Beispiel die in den Kursraum integrierten Diskussionsforen eine Möglichkeit, eine Frage zu stellen oder den Kurs zu kommentieren.

 
Mithilfe der Bewertungsfunktion können die Lerner den Kurs bewerten und per Feedback-Funktion ihre Meinung äußern. Das hilft den besten und den nützlichsten Lerninhalt schnell zu identifizieren. Um den Gap zwischen dem formalen und informellen Lernen zu schliessen, wurde in die modernen LMS ein Empfehlungsmechanismus integriert, der nicht nur die Lernhistorie der Lerner aufgreift, sondern auch ihre angegebenen Interessen berücksichtigt. So entstehen Lernempfehlungen, die individuell auf die Mitarbeiter zugeschnitten sind.

 

Gamification

Ein LMS, das über Gamification-Elemente verfügt, bietet seinen Nutzern zusätzlich mehr Spaß, Motivation und spornt zu mehr Leistungen an. Badges und Leaderboards helfen dabei Spitzenergebnisse sichtbar zu machen und mehr Leistung zu fördern. Über ein weiteres Gamification-Element, Erfahrungspunkte, können Weiterbildungsverantwortliche Kompetenzaufbau in relevanten Bereichen fördern, in dem Kurse in diesen Bereichen mit mehr Punkten bewertet werden.


 Ein modernes LMS bietet:

•    Effiziente Steuerung komplexer Weiterbildungsprozesse
•    Zielgruppenspezifische Bereitstellung relevanter Lerninhalte
•    Management zeitkritischer compliance-relevanten Trainings
•    Förderung von Social Learning über Kommunikationskanäle, beispielsweise Foren
•    Einbindung vom informellen Lernen mithilfe von individuellen Lernempfehlungen
•    Erschaffung zusätzlicher Anreize und Auflockerung des Lernprozesses durch Gamification

Jedes Unternehmen ist einzigartig, ebenso wie seine Mitarbeiter und deren Bedürfnisse. Die Weiterbildungsstrategie und das Tool für die Umsetzung dieser Strategie sollen zum Unternehmen passen und diese Bedürfnisse effektiv erfüllen. Enterprise Social Networks berücksichtigen umfänglich eine der wichtigsten Komponenten des Lernens – die soziale. Anforderungen an ein ganzheitliches effizientes betriebliches Weiterbildungsmanagement werden dabei allerdings ausser Acht gelassen. Moderne Learning Management Systeme schaffen es im Gegensatz dazu sowohl das ganzheitliche Wissensmanagement in Unternehmen sicherzustellen, als auch auf die Lerner und deren Bedürfnisse einzugehen.

 

 

 



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