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Schluss mit langweiligen Software-Schulungen!

Machen wir uns nichts vor. Niemand hat Lust auf trockene Software-Schulungen und nur die wenigsten sind voll motiviert, wenn sie hören, dass es um ein Learning Management System (LMS) geht. Kommen dann noch unklare Aufgaben- und Teamstrukturen hinzu, ist die Begeisterung endgültig passé.

Genau hier will Sarah Hillmann Abhilfe schaffen. Sie ist seit über vier Jahren als Business Consultant und Training Specialist bei der IMC in Melbourne und arbeitet daran, Kunden die IMC Learning Suite, das hauseigene LMS, auf informative und unterhaltsame Weise näherzubringen. Im Interview spricht sie über Herausforderungen ebenso wie Chancen und verrät, welche Fehler Kunden vor der Anschaffung vermeiden sollten.


Im Interview

Sarah Hillmann

Consultant & Trainings Specialist bei IMC in Melbourne, Australien


Hallo Sarah, schön, dass du da bist. Du hast das Konzept der IMC Learning Suite Schulungen völlig neu aufgesetzt. Wie liefen diese bisher ab und was wolltest du ändern?
Es gab eine dreitägige Schulung mit allen, die später als Administratoren in unterschiedlichen Rollen mit dem LMS arbeiten. Hierzu muss man sagen, dass die Administratoren beispielsweise Mitarbeiter aus der Personalabteilung oder anderen Fachabteilungen sind, also Leute ohne IT-Hintergrund. Teilweise haben sie dann bei den Schulungen zum ersten Mal überhaupt ein solches System gesehen, was etwas einschüchternd wirken konnte. Sie hatten die Befürchtung oder auch Erwartung, dass sie innerhalb von drei Tagen alles über das LMS wissen sollten, was natürlich völlig unrealistisch ist. Die Schulungen an sich bestanden dann hauptsächlich aus jeder Menge Folien, was viele Kunden etwas erschlagen hat.
Mein Ziel war es, den Kunden da abzuholen wo er ist und ihn Schritt für Schritt mit dem System vertraut zu machen. Dafür habe ich den "Learning Suite Champion Path" entwickelt, der direkt im LMS abgehalten wird und aus mehreren Schritten besteht.

Wie ist das neu konzipierte Training jetzt genau aufgebaut?
Der Kunde erhält zu Beginn eine Willkommens-E-Mail mit allen Infos zu den nächsten Trainings und dem Link zu unserem Kundenportal; darauf gehe ich später noch näher ein. Als nächstes gibt es ein Kickoff- Webinar zur Schulungsplanung mit allen Administratoren. Hier fragen wir nach, was Priorität hat, wo die Erwartungen liegen und welche Aufgabengebiete die Admins haben. Dabei ist es sehr wichtig, dass wirklich jeder zukünftige Learning Suite Champion dabei ist, der später mit dem System arbeitet, damit wir das Training optimal vorbereiten können. Oft kann der Kunde im Vorhinein nicht wirklich einschätzen, welche Funktionen er benötigt. Zudem gab es vor der Schulung häufig nur Kontakt zum Projektleiter, der manchmal andere Vorstellungen hat als die Trainingsteilnehmer.
Danach haben die Teilnehmer Zeit, sich im Kundenportal, der "Learning Connect Academy" umzuschauen. Dort gibt es einen Onlinekurs, der sie so gut wie möglich auf das Basic Training vorbereitet. Der Kurs beinhaltet eine Videoreihe, Übungen, Quiz, Trainingsfolien und andere nützliche Dokumente. Hier findet sozusagen ein Perspektivenwechsel statt und derjenige, der später Schulungen erstellt oder einpflegt, schlüpft selbst in die Rolle des Lerners. Dadurch kann er sich später besser in die Zielgruppe versetzen und passgenaue Inhalte erstellen.
Die Teilnahme an diesem Kurs ist Grundlage für alle weiteren Schulungen und den Kurs kann man sich auch im Nachgang noch anschauen, falls Personal wechselt und neue Admins eingearbeitet werden müssen.
Etwas später folgt dann das Basic Training. Das sind zwei Tage face-to-face Training, in denen wir zusammen mit dem Kunden dessen System anschauen und erklären. Hierbei geht es nicht ganz ohne Theorie, denn der Kunde muss die wichtigsten Funktionen und Features der Learning Suite verstehen und beherrschen. Es gibt aber auch hier immer wieder praktische Übungen.
Nach dem Basic-Training bieten wir noch ein abschließendes Webinar an. Zeitlich gesehen sollte dieses nicht unmittelbar nach dem Basic Training erfolgen, damit sich der Input setzen kann und die Teilnehmer genügend Zeit haben, um das LMS selbst zu erforschen und im eigenen System üben zu können. Dieses letzte Webinar ist quasi ein Szenario-basierter Workshop, in dem wir gemeinsam mit dem Kunden herausfinden, welches individuelle Lernszenario für ihn am besten geeignet ist und mit welchen Funktionen er es erstellen kann.
Zusammengefasst geht es beim Basic Trainings primär darum, Lerninhalte erstellen und verwalten zu können. Die zukünftigen Champions sollen danach in der Lage sein, die Funktionen und das System soweit zu kennen, dass sie sich sicher fühlen, das es auf eigene Faust zu erforschen.

Wie geht es weiter, wenn die Admins alle Basics beherrschen?
Zusätzlich zu dem Basic Training, das künftig jeder Kunde automatisch bekommen wird, gibt es das Advanced Training, das entweder als face-to-face-Training oder Web-Session abgehalten werden kann. In der Advanced Schulung gehen wir auf ein spezifisches Kundenszenario ein, schauen uns die dafür einsetzbaren Funktionen nochmals genau an und erarbeiten mit dem Team gemeinsam eine Lösung. Sagen wir als Beispiel, der Kunde möchte zum Thema Blended Learning Strategie geschult werden. Dann überlegen wir gemeinsam mit dem Kunden, wie wir das Thema am besten angehen können und welche Funktionen sich zur Realisierung am besten eignen.
Ich gebe dabei Tipps und versuche, Inspiration und Best Practice Beispiel zu liefern. Denn der Kunde weiß ja oft gar nicht genau, was er braucht oder besser: was es alles gibt. Meine Kollegen und ich agieren in diesen Trainings also eher als Sparrings-Partner für den Kunden. Oft gibt es viele Wege, die zum Ziel führen und wir müssen herausfinden, welcher Weg für diesen speziellen Kunden am besten geeignet ist.

Bekommen diese neuen Schulungen nur Neukunden oder auch Bestandskunden?
Teils, teils. Die Advanced Trainings können auch Bestandskunden buchen. Wir sind aktuell dabei, das Training weltweit auszurollen und die Consultants in allen Ländern fangen jetzt an, sich an der neuen Strategie zu orientieren. Dabei kann jeder Consultant das Training flexibel anpassen, denn natürlich ist nicht jeder Kunde gleich und manche Projekte deutlich komplexer als andere. Wir warten also gerade sehr gespannt auf das Feedback der Kollegen und natürlich der Kunden.

Was kostet das Ganze? Gibt es fixe Preise pro Kurs oder kann man auch Pakete buchen?
Bei Neukunden sind die Basic Trainings im Preis mitinbegriffen. Bestandskunden können Trainingspakete oder einzelne Kurse im Learning Connect Portal anfragen und erhalten dann ein Angebot. Das richtet sich nach der Komplexität des Themas, denn einzelne Themen können ja sehr unterschiedlich angegangen werden. Es gibt aber auch ein Consulting-Package, das sehr flexibel ausgerichtet ist.
Wir haben zum Beispiel mit einem großen Kunden hier in Australien über drei Monate wöchentlich 1,5 Stunden Websessions abgehalten und darin sind wir genau auf die Themen eingegangen, bei denen der Kunde Unterstützung brauchte und haben die entsprechenden Funktionen und Features vorgestellt.

Was sind die größten Herausforderungen bei den Schulungen, für dich als Trainer und für die Kunden?
Die Herausforderung für uns liegt darin, eine langweilige Software-Schulung möglichst spannend und intuitiv zu gestalten. Der Kunde soll Spaß haben und wir müssen unser Wissen so vermitteln, dass die Logik des Systems klar wird und der Kunde auch weiß, wie vielseitig und flexibel das System ist. Eine so große Flexibilität bedingt aber eben auch eine sehr hohe Komplexität. Das ist einerseits eine Chance, aber andererseits auch eine Herausforderung für jeden Admin. Daher ist es auch Teil unserer Aufgabe, dem Kunden die Angst vor dem System zu nehmen.

Inwiefern unterstützt das Learning Connect Portal den Kunden auch nach den Trainings?
Das Portal ist sozusagen unsere Wissensplattform. Dort können die Kunden, abgesehen von den Kursbuchungen und Kursen an sich, auch verschiedene Videos anschauen, Release Notes nachlesen, und alles über anstehende Webinare erfahren. Das Portal ist quasi eine Art Wikipedia für das LMS und hat eine Katalogfunktion, mit der man nach Funktionen suchen kann.
Außerdem können sich die Kunden untereinander im Admin-Forum austauschen. Es ist schon oft vorgekommen, dass ein Kunde einem anderen weiterhelfen konnte, weil er schon mal ein ähnliches Problem hatte. Das ist extrem hilfreich und wertvoll.

Verrätst du uns deine Top 3 Tipps für alle, die sich ein LMS anschaffen wollen?

  1. Anforderungen definieren: Das erste und für mich wichtigste: Man muss sich darüber klar werden, welche Anforderungen man überhaupt an ein LMS hat. Wie komplex sind meine Szenarien? Von dieser Frage hängt ab, wie komplex das LMS sein muss. Je flexibler das System Vorgänge abbilden kann, desto komplexer ist es natürlich. Hier muss man sich genau überlegen, was man braucht. Dafür sollte man sich im Zweifel auch Beratung holen, sonst hat man am Ende ein System, das zu komplex ist oder meinen Anforderungen nicht gerecht werden kann.

  2. Betreuung und Support abklären: Das zweite wäre, darauf zu achten, wie gut man betreut wird. Wie laufen die Schulungen ab, wie sieht der Support aus, und generell wie werde ich durch die Implementierung geführt?

  3. Team Building und Verantwortlichkeiten definieren: Das ist vielleicht auf den ersten Blick nicht ganz einleuchtend, aber ich finde es sehr wichtig. Häufig werden Admin-Teams wild zusammengewürfelt und es ist nicht klar, wer wofür zuständig ist. Wer ist beispielsweise System Owner und Ansprechpartner für andere Administratoren? Wenn das Team nicht klar definiert ist, kommt es immer wieder zu Missverständnissen und unnötigen Schleifen, die im Endeffekt nur unnötige Zeit und somit Geld kosten.


Was wäre dein Wunsch für die Zukunft in Hinsicht auf die Trainings der IMC?
Ich möchte unsere Blended Learning Strategie noch besser umsetzen, um die Kunden optimal zu schulen. Und ich wünsche mir, dass wir auf globaler Ebene die Schulungen weiter standardisieren und nicht mehr nur für unsere Produkte und Projekte bekannt sind, sondern auch für unsere Trainings.

 

Sarah Hillmann erarbeitet neue Trainingsmethoden, um Kunden der IMC das Learning Management System spielerlisch näher zu bringen. 


Ansprechpartner

Nadine Kreutz

Communications Managerin

ich arbeite seit März 2019 im Marketing & Communication Team der IMC. Kommunikation, kreativer Content und Social Media sind meine Leidenschaft. "KISS - Keep it short and simple", lautet mein Credo. Komplexe Inhalte verständlich zu erklären und damit das Thema eLearning jedem zugänglich zu machen, sind täglich spannende Herausforderungen. Privat liebe ich es zu lesen und reise gerne und viel. Über Feedback oder Anregungen freue ich mich jederzeit: nadine.kreutz@im-c.de.


LMS Aktuell

"LMS Hot Topics" ist eine neue Artikelserie, die sich mit allen Themen rund um Learning Management Systeme beschäftigt. Egal ob Sie schon ein echter LnD-Pro mit jahrelanger Erfahrung bei der Betreuung eines LMS sind, oder erst den Einstieg finden wollen - hier ist für jeden etwas dabei.

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