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Interview: Marktpotenziale von Augmented Reality und Virtual Reality

Kirsten Wessendorf, Managerin Digital Learning Strategy, spricht über Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR). Die neuen Technologien eignen sich zur Vermittlung von Handlungskompetenz, insbesondere im Bereich der produzierenden Industrie.



In der Podcast-Reihe „Expertenwissen – Digitale Aus- und Weiterbildung“ spricht Moderatorin Vanessa Klein regelmäßig mit Kollegen, aber auch mit externen Experten, über verschiedene Trends auf dem Bereich E-Learning bzw. Digital Training.


In der ersten Folge „Marktpotenziale von Augmented Reality und Virtual Reality“ interviewte Vanessa Kirsten Wessendorf, Managerin Digital Learning Strategy. Lesen sie das Interview hier noch einmal nach.


Interview

Kirsten Wessendorf: „Hallo Vanessa.“
Vanessa Klein: „Hallo Kirsten, du bist ja noch ganz neu bei uns.“
Kirsten Wessendorf: „Ja, ich bin schon ganze 3 Wochen bei der IMC.“

Vanessa Klein: „Aber beim Thema Digital Learning bist du bereits ein alter Hase, oder?“
Kirsten Wessendorf: „Das kann man so sagen, ich habe vorher in einem Elektronik-Unternehmen die Corporate Academy geleitet. Da lag ein großer Fokus von meinem Team und mir auf Digital Trainings.“

Vanessa Klein: „Bei IMC verantwortest du jetzt digitale Lernstrategien und darunter fallen auch Augmented Reality und Virtual Reality, oder?“
Kirsten Wessendorf: „Genau, das gehört auch mit dazu. Die IMC hat sich entschlossen, Augmented Reality und Virtual Reality mit in ihr Portfolio aufzunehmen, weil sich durch diese neuen Technologien beim Training Möglichkeiten erschließen, die andere Lern- oder Lehrmethoden nicht bieten.“

Vanessa Klein: „Und welche Möglichkeiten siehst du sich durch AR und VR erschließen? Geht es da um den Aufbau von Wissen?“
Kirsten Wessendorf: „Ich sehe die größten Möglichkeiten an den Stellen, wo der Lerner in die künstliche Umgebung eintaucht und Handlungen ausführen kann. Handlungen kann man logischerweise auf Papier und beim E-Learning nicht ausführen, aber in dem virtuellen Raum geht das. Also wollen wir nicht nur erreichen, Wissen aufzubauen und zu sammeln, sondern auch Handlungskompetenz zu erzeugen.“

Vanessa Klein: „Hast du da vielleicht ein paar Beispiele, die das ganze greifbarer machen?“
Kirsten Wessendorf: „Zum Beispiel wenn ein Lerner in einen virtuellen Raum hereinkommt und einen Bestandteil einer Maschine greift, dann kann er den Bestandteil von allen Seiten anschauen und damit machen, was er will. Auf diese Art und Weise nimmt er Handlungen vor, baut zum Beispiel eine Maschine zusammen. Er kann das so oft machen wie er möchte, bis er wirklich verstanden hat wie etwas geht und die Abläufe routiniert sind. Das geht z.B. auch für Medizinstudenten, die eine Operation im virtuellen Raum proben. Damit hat AR und VR den Vorteil gegenüber der Realität: Es geht nichts kaputt und es wird auch niemand verletzt.“

Vanessa Klein: „Bei welchen Unternehmen siehst du für AR und VR die größten Potenziale?“
Kirsten Wessendorf: „Es wird unendlich Möglichkeiten im Bereich der produzierenden Industrie geben oder wenn es um Simulationen von Katastrophen geht. Auch wenn diese Situationen nicht alltäglich vorkommen, muss man wissen, wie ein Gebäude evakuiert wird oder man einen Tunnel sichert. Hierzu sind VR und AR sehr gute Lernmethoden. Allerdings werden die Möglichkeiten so vielfältig sein und die Technologien in vielen Dingen, von denen wir jetzt noch gar nichts wissen, von Nutzen sein. An dieser Stelle ist aber noch ein Punkt wichtig, den man genauso gut bei anderen Medien sehen kann. Die Formate und Methoden, die wir bis heute benutzt haben, brauchen wir auch nach wie vor. E-Learning und Präsenstraining werden immer ihre Berechtigung haben. Nur kommen jetzt noch AR und VR dazu, sodass wir einfach die Möglichkeiten, Dinge zu vermitteln, ergänzt haben. Das heißt, dass AR und VR nichts ersetzen wird, sondern einfach nur die vorhandenen Methoden ergänzt.“

Vanessa Klein: „Also der Mix macht es, da fällt mir das Stichwort Blended Learning ein.“
Kirsten Wessendorf: „Genau, wir haben sozusagen noch einen anderen Blend zu dem Portfolio hinzugefügt und deswegen eine Menge mehr Möglichkeiten bekommen.“

Vanessa Klein: „Und wie ist das bei den Lernern? Finden die AR und VR auch interessant oder ist das mehr für den Chef?“
Kirsten Wessendorf: „Wenn man mit etwas Neuem um die Ecke kommt, dann sind viele Menschen vorsichtig und schauen sich das erstmal an. Aber sowohl die IMC als auch unsere Corporate-Kunden bringen eine Menge Erfahrung mit, wie man mit den Lernern kommuniziert, um sie in ihrer Position abzuholen, ihnen näher zu bringen, welche Vorteile AR und VR haben und ihnen ihre Bedenken oder Ängste zu nehmen. Also ist Change Communication da ein sehr wichtiges Element.“

Vanessa Klein: „Danke, das klingt sehr gut. Also ich fasse jetzt nochmal alles zusammen, was ich so mitnehme:

  • Die Anwendungsmöglichkeiten und Chancen von AR und VR im Trainingsbereich sind vielseitig und groß, da es vor allem um die Handlungskompetenz geht.
  • Bei Industrieunternehmen wird das ganze Thema schon konkreter.
  • Dort ist es dann wichtig die Mitarbeiter über Change Managementmaßnahmen mitzunehmen. Das gelingt, indem man AR und VR sinnvoll im Mix mit anderen Formaten im Unternehmen einführt und sie somit an das Thema heranführt.“

Kirsten Wessendorf: „Genau.“
Vanessa Klein: „Das ist wirklich alles sehr spannend. Danke für deine Zeit Kirsten.“
Kirsten Wessendorf: „Sehr gerne.“

 

Anmerkung der Redaktion: Das Interview ist in der Podcast-Reihe „Expertenwissen – Digitale Aus- und Weiterbildung“ erschienen.