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Watch out: Video-based Learning

Wenn E-Learning auf TedTalk trifft und Lerner zu YouTubern werden

Samstagmittag: Ein paar coole Zaubertricks für die Geburtstagsparty meines Neffen Tom schnell auf YouTube gelernt – ich fühle mich wie der nächste Houdini und die Gage für den Magier aus dem Internet ist gespart. Am nächsten Tag gibt es für Tom wie jeden Sonntag eine Folge Art Attack im Disney Channel. Während Tom seine Kreativität beim Hunde zeichnen auslebt, beseitige ich das Tortenchaos in der Küche.

Was haben Tom und ich nun gemeinsam? Wir beide haben am Wochenende etwas dank Videos gelernt!

Was in der Freizeit so super funktioniert, wird auch in Unternehmen immer beliebter. Zwar gibt es YouTube und How-to-Serien für Jung und Alt nicht erst seit gestern, aber dennoch: Video-based Learning ist der neue, heiße Scheiss in der Weiterbildung. Oder wie Josh Bersin sagt: „Video is the next text.“

 


Warum werden E-Learning Videos immer populärer?

YouTube hat mehr als eine Milliarde Nutzer – das ist fast ein Drittel aller Internetnutzer (YouTube). Der TedTalk von Sir Ken Robinson zum Thema „Do schools kill creativity“ hat über 58 Millionen Views. Die Anzahl an Videos und Videozugriffen im World Wide Web steigt, mit ihr die Zahl an Hobbyfilmern. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Smartphone-Möglichkeiten, was das Thema Video angeht, immer besser werden. Man kann also sagen:

Videos sind einfach zu erstellen & einfach zu konsumieren.

Ein Trend, den sich nun auch die Unternehmen zunutze machen möchten, um von den Vorteilen des visuellen Lernens zu profitieren – aber auch, weil Videos einfach so gut zu den Weiterbildungstrends „Mobile Learning“ und „Microlearning“ passen.


Das sind die Vorteile von Lernen mit Hilfe von Video

Der Mensch ist ein visuelles Wesen. Bereits in der Steinzeit lernte er, auf Bewegungen zu achten und somit Feinde und Gefahren frühzeitig zu bemerken. Auch heute erregt Bewegtbild noch seine Aufmerksamkeit. Weiterhin helfen uns Videos, Informationen schneller zu verstehen und verarbeiten – genauer gesagt 60.000 Mal schneller als Textbotschaften. Und Lernen ist schließlich Informationsverarbeitung.

Die Gedächtnis-Meister machen es vor: Wollen sie sich lange Zahlenketten merken, verknüpfen sie diese verbalen Botschaften in der Regel mit visuellen Bildern vor ihrem geistigen Auge. Dies aktiviert unterschiedliche Hirnareale, was den Lernerfolg steigert.


Das sind die 5 wichtigsten Trainingsvideo-Formate

So weit so gut, an Videos führt also kein Weg vorbei. Doch welche Formate gibt es und für welche Lernszenarien eigenen sie sich? Hier kommen unsere Top 5:


Screen-Recordings für Performance Support

Screen-Recordings eignen sich besonders gut für kurze Software How-to´s. Zudem lassen sich die Recordings leicht von Lernern selbst erstellen, Stichwort User-generated Content.

Erklärvideos für komplexe Zusammenhänge

Einfache Zeichnungen oder Animationen im Comicstil können in kurzen Erklärvideos auch komplexe Inhalte anschaulich erklären und auf den Punkt bringen.


Interaktive Videos für mehr Engagement

Dadurch, dass die Lerner auf die Inhalte reagieren müssen und somit den weiteren Verlauf der Geschichte mit beeinflussen, wird Passivität auch bei längeren Inhalten vorgebeugt und das Engagement steigt.

Story-based Videos zur besseren Identifikation

Werden in Videos reale Menschen in Situationen, die der Lerner aus seinem eigenen Alltag kennt, gezeigt, steigert das die Identifikation mit den Lerninhalten.


360°-Videos zum besseren Erforschen

Drehbare 3D- oder 360°-Ansichten ermöglichen es, ein neues Produkt oder auch einen unbekannten Ort bis in die tiefsten Winkel zu erkunden.


Tipps zur Erstellung von Videotrainings

Zum Abschluss gibt es noch für alle, die jetzt am liebsten direkt ein wenig Hollywood-Glanz in ihre Weiterbildungswelt bringen wollen, einige Tipps zur Erstellung der Lernvideos.

Hier kommen unsere Tipps, quick and dirty:

  • Keep it short and simple (KISS). Kurze Videos halten Lerner bei der Stange.
  • Verliert eure Zielsetzung und Zielgruppe nicht aus dem Blick.
  • Kombiniert gezielt visuelle und auditive Reize für einen maximalen Lernerfolg.
  • Aber: Denkt an Untertitel. Schließlich werden die meisten Videos mobil, ohne Ton abgespielt.
  • Ermöglicht euren Lernern die Kontrolle über die Inhaltsauswahl dank aussagekräftiger Titel und Playlists.

Während Asterix und Obelix nun also Rom erobern, hoffen wir, dass ihr mit unseren Tipps Herz und Hirn eurer Lerner erobert. Die nächste Ausgabe E-Learning Punk nächsten Monat wird sich dem Thema „Blended Learning“ widmen.


Ansprechpartner

Vanessa Klein

Marketing & Communication Managerin

Seit 2014 bin ich Teil des Marketing-Teams bei der IMC. Mein Herz schlägt für kreative Kampagnen, spannenden Content und digitale Innovationen. Mein Ziel ist es, das Thema Digitalisierung erlebbar zu machen – verständlich und einfach auf den Punkt. Meine Leidenschaften neben dem Beruf sind gute Bücher und Sport. Über Feedback zur Reihe freue ich mich jederzeit an vanessa.klein@im-c.com.


E-Learning Punk: Die Trends der Weiterbildungsrebellion

E-Learning Punk ist eine Artikel- und Talkreihe für alle L&D Pros, die aus der grauen Masse langweiliger Web-based Trainings herausstechen wollen, und die ihre Lerner mit geilem Content begeistern wollen.

 

Hier geht´s zur gesamten Reihe