IMC ebnet eGovernment-Aktivitäten den Weg
Saarbrücken, 5. November 2010 – Seit dem 1. November ist deutschlandweit der neue Personalausweis (nPA) erhältlich. Mit ihm können sich die Bürger nicht nur ausweisen. Wer möchte, nutzt den neuen Personalausweis zusätzlich als sicheren Identitätsnachweis in der Online-Welt und spart sich die vielen Passwörter, Geheimnummern oder Zugangsdaten. Um diese vielseitige „Killer-Applikation“ in der realen Welt auch erfolgreich einzuführen, mussten mehrere Tausend Mitarbeiter in den Behörden mit den neuen Eigenschaften, geänderten Antrags- und Ausgabeprozessen sowie rechtlichen Bestimmungen vertraut gemacht werden. Die IMC AG hat mit zwei maßgeschneiderten Lernkursen maßgeblich zur erfolgreichen Mitarbeiterschulung in kommunalen Einrichtungen beigetragen.
Bundesweit…
Pro Jahr finden deutschlandweit etwa eine Milliarde Prozesse im Rahmen der Behördenkommunikation statt, beispielsweise Meldungen zum Wohnsitz oder Auskünfte aus Registern. Diese können zukünftig mit Hilfe des nPA elektronisch und automatisch abgewickelt werden. Damit diese eGovernment-Anwendungen von Anfang an reibungslos funktionieren, hat das Bundesministerium des Innern die IMC mit der Erstellung eines entsprechenden Lernprogramms zur Schulung der Mitarbeiter beauftragt. Das Ministerium realisiert die Schulungsmaßnahme über die Bundesakademie für öffentliche Verwaltung (BAköV), die das dreistündige Web Based Training (WBT) online auf ihrer Lernplattform den Mitarbeitern in Kommunen und Bürgerämtern zur Verfügung stellt. Eine Offline-Version ist ebenfalls verfügbar.
Geschult werden u.a. der Umgang mit dem neuen elektronischen Identitätsnachweis (eID) und der qualifizierten elektronischen Signatur (QES), aber auch die für die Erstellung und Aushändigung notwendigen Prozesse. Mit Tests am Ende eines jeden Kapitels können die Lerner ihr Wissen überprüfen. „Das Lernmodul für die Mitarbeiter in den Personalausweisbehörden ist nahtlos in deren Arbeitsabläufe integriert und erhöht dadurch die Qualität der Beratung gegenüber den Antragstellern“, verdeutlicht der IMC-Vorstandsvorsitzende Dr. Wolfgang Kraemer. Das WBT entspricht den Anforderungen der Barrierefreiheit, berücksichtigt die Sicherheitsempfehlungen des „Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik“ sowie die sehr unterschiedlichen IT-Infrastrukturvoraussetzungen in den Einzelbehörden.
...und in Bayern
Parallel zu diesem Training realisierte die IMC einen spezifischen Lerninhalt für die Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB), die das weit verbreitete Verwaltungs- und Informationssystem zum Einwohnerwesen namens OK.EWO entwickelt und vertreibt. Ziel des Lernprogramms ist, den Nutzern der Verwaltungssoftware eine detaillierte, individuelle Wiederholung und Vertiefung ihres Wissens zu den Verwaltungsprozessen zu ermöglichen, die sich mit dem neuen Personalausweis bei der Antragsstellung und Dokumentenverwaltung sowie vor allem beim Änderungs- und Sperrdienst verändern. Das Lernprogramm bietet also den Mitarbeitern in der Kommunalverwaltung konkrete Hilfestellungen zu einzelnen Verfahrensschritten; es ergänzt eintägige Präsenzschulungen und ist somit ein Baustein innerhalb eines „Blended-Learning“-Szenarios.
„In das Lernprogramm sind einheitliche und an der gewohnheitsmäßigen Internetnutzung orientierte Interaktionsschemata implementiert. In Verbindung mit der Designgestaltung und dem generellen Aufbau des Programms wird hierdurch ein sehr niederschwelliger, auf bestehenden Nutzungsgewohnheiten aufbauender Zugang zum Lernprogramm realisiert“, erklärt Kraemer. Spielerische und kurzweilige Elemente wie Animationen, Softwaredemos, Quizzes und kleine Filmsequenzen sorgen für zusätzlichen Spaß am Lernen.
IMC als Partner der öffentlichen Verwaltung
Für Kraemer ist die Einführung des nPA ein längst überfälliger Schritt in die digitale Informationsgesellschaft. „Besonders die qualifizierte elektronische Signatur erleichtert erheblich die Abwicklung von elektronischen Geschäften und macht endlich Schluss mit dem derzeitigen, extrem aufwändigen Post-Ident-Verfahren.“ Aber auch Aspekte des Jugendschutzes würden durch die Altersverifikation besser gewahrt. Kraemer ist daher davon überzeugt, dass der nPA ein ebenso selbstverständlicher Begleiter im Alltag wird wie es heute Mobiltelefone sind, auch und gerade in den Kommunen. „Schon heute erledigt jeder zweite Internetnutzer in Deutschland seine Behördengänge online. Mit der Umsetzung der Europäischen Dienstleistungsrichtlinie und jetzt auch mit dem neuen Personalausweis wird sich dieser Trend noch verstärken.“ Die IMC hat bewiesen, dass sie bei der professionellen Vorbereitung solcher Projekte ein starker, zuverlässiger Partner für die öffentliche Verwaltung ist“, so Kraemer abschließend.
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