Mediengestützte Lern- und Kollaborationsdienste

Die Elektro-Mobilität wird die Automobilbranche nachhaltig verändern. Um die rund 40.000 Kfz-Werkstätten in Deutschland auf diesen technologischen Wandel frühzeitig vorzubereiten, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) das Projekt MEMO auf den Weg gebracht.

MEMO steht für "Mediengestützte Lern- und Kollaborationsdienste für Elektro-Mobilität". Ziel ist, den rund 460.000 Beschäftigten im Kfz-Handwerk mit Hilfe Internet-basierter Lern- und Trainingsangebote zeitnah das erforderliche Wissen zu vermitteln.

Die neuen Konzepte der Elektro-Mobilität bieten große Wachstumsperspektiven, generieren zugleich aber einen hohen Qualifizierungsbedarf. Von der Batterie über die Antriebstechnik bis zur Kommunikationstechnik im Auto – das benötigte Wissen wird derart schnell und umfassend notwendig sein, dass es nur mit Methoden des Lernens und der Kollaboration via Internet gedeckt werden kann.

Das bestehende, professionelle System der Aus- und Weiterbildung im Handwerk soll daher um Internet-Technologien in Verbindung mit Web 2.0 orientierten Diensten ergänzt werden. Sie sollen Informationen zu neuen Produkten, Methoden und Verfahren der Elektro-Mobilität vermitteln, Lernspiele beinhalten, die direkte Befragung von Experten ermöglichen, "Shared Services", wie zum Beispiel eine zentrale Verwaltung von Nutzer- und Lernprofilen, anbieten, zielgruppenspezifische Herangehensweisen für die Generation 50+ sowie Zertifizierungsmöglichkeiten bereitstellen. Das MEMO-Konzept ist dabei offen angelegt: die Dienste lassen sich in die Angebote der Bildungsanbieter und Handwerkskammern einbinden, so dass die Nutzer auf die ihnen vertrauten Anlaufstellen zurückgreifen können.

Das Projekt MEMO ordnet sich in den Nationalen Entwicklungsplan Elektro-Mobilität der Bundesregierung und die in diesem Jahr gegründete Nationale Plattform ein. Ein erstes Etappenziel ist, dass 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen fahren.

Die IMC wird in MEMO als führender Technologie- und Integrationspartner die Lernarchitektur konzeptionieren, die entsprechenden Applikationen entwickeln und für die Schnittstellenfähigkeit sorgen.